Serie: Wir installieren mein neues PowerBook Teil 3

Vor dem Upgrade auf ein neues Mac OS X, aber auch vor der Installation eines Point-Releases (Zwischenversion) bzw. Security-Updates gibt es neben dem Backup (dazu mehr in einem gesonderten Artikel) eine Pflichtübung: Den Check und die eventuelle Reparatur von Zugriffsrechten der Dateien des Laufwerks, auf dem die Installation erfolgen soll.

Warum ist das notwendig? Weil falsch gesetzte Dateirechte die Installation behindern und im schlimmsten Fall sogar zu Fehlfunktionen und Abstürzen führen können. Die Betonung liegt hier auf „können“.

Probleme mit Zugriffsrechten
Ich habe schon zig Installationen und Upgrades gehabt, bei denen es keine Probleme gegeben hat obwohl ich den Rechte-Check vergessen hatte. Im Gegenzug hatte ich aber auch schon einen Fall, wo es anschließend zu Problemen gekommen ist: Ein Programm, welches es war habe ich schon vergessen, ließ sich anschließend nicht mehr starten und auch sonst legte das System ein seltsames Verhalten an den Tag.

Reparatur von Zugriffsrechten
Um das wieder zu reparieren, können Sie das Festplatten-Dienstprogramm benutzen. Sie finden es in Programme/Dienstprogramme. Nachdem Sie es gestartet haben, zeigt es Ihnen in der linken Fensterhälfte eine Liste mit allen angeschlossenen Laufwerken. Unter jedem Laufwerk werden, etwas nach rechts eingerückt, die darauf befindlichen Partitionen angezeigt.

Ist Ihr System lediglich mit einem Laufwerk mit einer Partition (Volume) versehen und ist auch keine externe Festplatte angeschlossen, dann ist die Liste logischerweise recht kurz und besteht nur aus einem Eintrag. Befindet sich in Ihrem CD/DVD-Laufwerk ein Datenträger, dann wird auch dieses Laufwerk angezeigt. Auch ein eventuell angeschlossener und gemounteter iPod erscheint in der Liste. Das gleiche gilt für gemountete Imagedateien.

Wählen Sie also nun die Partition, auf dem sich MAC OS X befindet. Falls Sie die Festplatte, genauer die Partition, nicht umbenannt haben, wird sie normalerweise als „Macintosh HD“ angezeigt. Befindet sich auf der Festplatte nur eine Partition, was meistens der Fall sein dürfte, dann können Sie auch das Laufwerk selbst wählen.

Anschließend klicken Sie auf die Schaltfläche Volume-Zugriffsrechte reparieren. Sollten Sie nicht als Administrator angemeldet sein, werden Sie aufgefordert das Administrator-Passwort einzugeben.

Ja nach Größe der Festplatte und der Menge der darauf gespeicherten Dateien kann der anschließende Vorgang mehrere Minuten dauern. Ob es etwas zu reparieren gab und ob es geklappt hat, zeigt das Programm im Ausgabe-Fenster an (siehe Bild).

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, was tun, wenn das Festplatten-Dienstprogramm nicht alle Zugriffssrechte reparieren konnte? Diesen Fall hatte ich nämlich auch schon einmal. Sie haben nun folgende Optionen:

1. Sie sind ein Crack im Terminal und wissen sich zu helfen, dann können Sie eine Reparatur von Hand versuchen. Sie sollten dann aber schon sehr genau wissen was Sie tun.

2. Sie haben davon keine Ahnung, dann probieren Sie es zunächst einmal ohne Reparatur. Gut möglich, dass Sie in der Folge keine Probleme feststellen werden. Wenn doch, dann rate ich Ihnen in den sauren Apfel zu beissen und Mac OS X nicht zu aktualisieren, sondern von Grund auf neu zu installieren.

Sollten später die Probleme wieder auftauchen, dann gilt es die Ursache dafür zu finden. Dazu ein Tipp: Nach der Installation des Betriebsystems Programm für Programm aufspielen und einmal starten. Dazwischen jedes Mal die Zugriffsrechte überprüfen bzw. reparieren lassen. So kommen Sie dem Verursacher schnell auf die Schliche.

Als Ursache kann natürlich auch ein Festplattenfehler in Frage kommen. Der sollte jedoch im Zweifelsfall von der Installationsprozedur von Mac OS X erkannt worden sein. Alternativ können Sie im Fesplatten-Dienstprogramm die Schaltflächen Volume überprüfen und Volume reparieren verwenden. Hat das auch nicht geholfen, dann sollten Sie sich mal langsam mental auf eine Reparatur und entsprechende Kosten vorbereiten.

Installations-Programm starten
Zurück zur Installation. Ihr Mac ist nun bereit für die Installations- bzw. Aktualisierungsprozedur. Also die CD bzw. DVD mit dem aktuellen Mac OS X einlegen, bei mir war das Tiger, und los geht es. Sie haben zwei Möglichkeiten. Entweder Sie starten das Programm „Mac OS X Installation“ per Doppelklick oder Sie starten Ihren Mac gleich neu (Apfelmenü/Neustart), wobei Sie beim Hochfahren die [c]-Taste gedrückt halten. Dadurch bootet der Mac von der CD/DVD und startet das Installationsprogramm automatisch.

Die Installationsprozedur läuft jetzt von selbst, lediglich die Sprachversion müssen Sie von Hand wählen. Es gibt aber einen Punkt, den Sie abpassen müssen: Wenn das Programm nach einer Weile fragt, auf welchem Laufwerk es das Betriebssystem installieren soll. Ganz unscheinbar, fast schon versteckt erscheint nämlich just zu diesem Zeitpunkt in der linken unteren Ecke des Fensters die Schaltfläche Optionen.

Erst wenn Sie da drauf klicken, haben Sie die Wahl zwischen Neuinstallation und Aktualisierung. In der Regel wählt das Programm diese Optionen automatisch, je nach dem ob es eine frühere Version von Mac OS X auf dem Rechner findet oder nicht.

Hier die möglichen Optionen für die Installation im Kurzüberblick

Aktualisieren: Hierbei werden, salopp gesagt, die alten durch die neuen Mac-OS-X-Dateien ersetzt.

Archivieren und Installieren: Die alte Installation wird komplett in ein eigenes Verzeichnis verschoben und Mac OS X frisch installiert. Die Vorteile sind, dass falls etwas schief geht der Ursprungszustand wieder hergestellt werden kann. Ausserdem haben Sie so auch unter dem neuen Mac OS X Zugriff auf die alten Dateien. Nachteil: Hoher Platzbedarf auf der Festplatte. Ist dort nicht genug Platz vorhanden, wird diese Option nicht ausgeführt.

Bei dieser Option können Sie übrigens auch wählen, dass die ursprünglichen User und Netzwerkeinstellungen von der alten Installation übernommen werden. Das kann Ihnen unter Umständen viel Arbeit sparen.

Löschen und Installieren: Die radikalste Lösung. Der so genannte Clean-Install. Die gesamte Festplatte wird gelöscht, neu initialisiert (Windows-User sagen „formatiert“) und das neue Mac OS X anschließend installiert.

Ich habe hier wie zuvor schon erwähnt die Voreinstellung Aktualisieren übernommen.

Im nächsten Teil spielen wir die neuesten Updates auf und ich gebe Ihnen ein paar Tipps, die Ihnen die Arbeit mir Ihrem Mac erleichtern.

Published by Michael Hülskötter

Ich bin Blogger, IT-Journalist, (Buch-)Autor, Videotrainer, Content Manager - und das alles in einer Person. Ich gehöre seit 1999 der schreibenden Zunft an, und es macht mir immer noch sehr viel Spaß. Lebe seit 1977 in München und habe drei wundervolle Kinder.

%d Bloggern gefällt das: