Review: MeeGo auf einem Toshiba-Netbook per USB-Stick als Live-Image

Sodala, endlich komme ich dazu, MeeGo 1.0 als Live-Image per USB-Stick auf meinem Toshiba-Netbook laufen zu lassen und ein paar erste Eindrücke mit euch zu teilen. Zu diesem Zweck habe ich natürlich erst mal das aktuelle Image 1.0 auf meinen Mac geladen und dann per einfachem Terminalbefehl auf einen 2-Gigabyte-großen USB-Stick kopiert. Anschließend wird der USB-Stick am Netbook angesteckt und MeeGo per Bootoption von dort gestartet. So einfach ist das.

Allerdings gibt es Hardware-seitig zwei Einschränkungen, die man kennen sollte:

  • Zum einen werden nur diejenigen Prozessoren unterstützt, die mit dem SSE3-Befehlssatz ausgestattet sind. Allerdings betrifft das keine der Atom-CPUs, Netbook-Besitzer sind also “safe”.
  • Zum anderen werden offiziell keine Grafikchips von AMD/ATI, Nvidia und auch nicht der Intel-eigene integrierte Grafikchip GMA500 von MeeGo 1.0 unterstützt. Im Falle von GMA 500 betrifft das sämtliche Netbooks mit dem schon etwas betagten Z-Prozessor. Um herauszufinden, welche Netbooks denn mit MeeGo 1.0 laufen, findet man auf meego.com eine Liste von Netbooks, die erfolgreich getestet wurden. Diese Liste umfasst folgende Modelle: Asus EeePC 901, 1000H, 1005HA, 1008HA, EeePC 1005PE, Eeetop ET1602, Dell mini10v, Inspiron Mini 1012, Acer Aspire One D250, AO532-21S, Revo GN40, Aspire 5740-6025, Lenovo S10, MSI U130, AE1900, HP mini 210-1044, Toshiba NB302.

Was für ein Glück, dass ich seinerzeit “zukunftssicher”gekauft und ein Toshiba-Netbook mit der Modellbezeichnung NB200-110 erworben habe, in dem ein Atom-Prozessor N280 steckt, der mit dem GMA-950-Grafikchip ausgestattet ist. Daher war mein erster MeeGo-Test auch erfolgreich. Sehr überrascht war ich von der Bootzeit, die im Vergleich zu Moblin deutlich verbessert werden konnte. Ich habe zwar nicht handgestoppt, aber es sind vom Einschalten bis zum Erscheinen des MeeGo-GUI nur wenige Sekunden vergangen, und das trotz des USB-Stick-Starts. Respekt!

Die Bedieneroberfläche hat sich im Vergleich zu Moblin auf den ersten Blick nicht verändert: So findet man auf der Startseite “Myzone”, die als Sammelstelle für aktuelle Tweets fungiert und neueste Mails und Termine anzeigt. Natürlich lässt sich Myzone individuell gestalten. Schade, dass man nach wie vor keine Facebook-Meldungen einbinden kann. Das fehlte unter Moblin auch schon.

Mit “Zones” hat man einen komfortablen Taskmanager, der sämtliche offenen Anwendungen zeigt, die man auch per Mausklick in den Vordergrund holen kann. Dies gelingt übrigens ebenfalls mit der bekannten Tastenkombination <ALT>+<TAB>.

Das war der erste Teil meines MeeGo-Reviews. Der zweite folgt sehr bald. Stay tuned…

Michael Hülskötter

http://www.mhuelskoetter.de

Ich bin Blogger, IT-Journalist, (Buch-)Autor, Videotrainer, Content Manager - und das alles in einer Person. Ich gehöre seit 1999 der schreibenden Zunft an, und es macht mir immer noch sehr viel Spaß. Lebe seit 1977 in München und habe drei wundervolle Kinder.

View more posts from this author

Meine sozialen Kanäle