Raw-Daten bearbeiten: Software im Überblick

Bilder im Raw-Format bieten für Fotografen zwei wichtige Vorteile:

Erstens werden die Raw-Daten von der Kamera nicht bearbeitet, so dass der Fotograf alle Freiheiten hat, die Bilder in der Raw-Software zu gestalten.

Zweitens bietet ein Raw-Bild sehr viel mehr Informationen als beispielsweise ein JPEG-komprimiertes Foto. Deshalb eignen sich Raw-Fotos sich besser für die Bildbearbeitung.

Um Raw-Daten auszulesen und zu bearbeiten, benötigt man eine spezielle Software. Die Bandbreite reicht von preiswerten Einsteiger-Programmen bis zur Profi-Workflow-Software. Hier ein kurzer Überblick über die wichtigsten Programme für Windows:

  • Bibble Pro 4.9 von Bibble Labs, Preis: rund 130 Euro. Schneller Raw-Konverter, der sich sowohl als Standalone-Programm als auch als Photoshop-Plug-in nutzen lässt.
  • Capture One Pro von Phase One: Preis: rund 460 Euro. Profi-Bildbearbeitung speziell für Raw-Daten, ausgefeiltes Farbmanagement.
  • DNG-Konverter von Adobe, kostenlos. Das Tool wandelt Raw-Daten in das DNG-Format (Digital Negative) um. Damit will Adobe einen einheitlichen Standard für die Bearbeitung von Raw-Daten etablieren.
  • DxO Optics Pro 4 Standard von DxO Labs, Preis: 124 Euro. Spezial-Software für Fotografen, um Raw- und andere Bildformate zu bearbeiten. Anhand einer Kamera- und Objektiv-Datenbank werden Verzeichnungen, Rauschen und andere Bidlfehler automatisch herausgerechnet.
  • Paint Shop Pro XI von Corel, Preis: rund 100 Euro. Bildbearbeitung und Verwaltung für anspruchsvolle Hobbyfotografen, Raw-Daten werden mit einem eigenen Fenster geöffnet und konvertiert. Dabei stehen grundlegende Werkzeuge wie unter anderem Weißabgleich, Kontrast oder Farbkorrektur zur Verfügung.
  • PhotoImpact 12 von Ulead, Preis: rund 100 Euro. Wie Paint Shop Pro eine preiswerte Bildbearbeitung mit anspruchsvollen Werkzeugen wie Ebenen und Masken, eigener Raw-Dialog mit ähnlichen Werkzeugen wie Paint Shop Pro XI
  • PhotoLine 32.13 von ComputerInsel, Preis: rund 70 Euro. Bildbearbeitung mit guten Layoutfunktionen, Raw-Daten werden direkt im Programm geöffent – alle Werkzeuge lassen sich direkt auf die Raw-Daten anwenden.
  • Photoshop CS 2 von Adobe, Preis: rund 1000 Euro, Bildbearbeitung für den Einsatz in Unternehmen wie Verlagen, Raw-Konverter Camera Raw ist integriert. Viele Einstellungsmöglichkeiten für Schärfe, Belichtung, Weißabgleich.
  • Photoshop Elements 5 von Adobe, Preis: rund 100 Euro. Einsteiger-Bildbearbeitung mit Raw-Dialog. Grundlegende Korrekturen für Weißabgleich, Belichtung oder Farbe.
  • Silverfast DC Pro Studio von Lasersoft Imaging, Preis: rund 460 Euro. Profi-Bildbearbeitung auch für Raw-Daten mit vielen Möglichkeiten für die Farboptimierung und ausgefeiltem Farbmanagement.

Raw Shooter Essentials und Raw Shooter Premium von Pixmantec gibt es nicht mehr. Diese Raw-Technologie hat Adobe aufgekauft.

Achja: Von Adobe erscheint voraussichtlich gegen Ende des Jahres die Raw-Workflow Software Lightroom, die zur Zeit noch in der Betaphase ist. Dazu später mehr.

6 Antworten auf „Raw-Daten bearbeiten: Software im Überblick“

  1. In der Auflistung fehlt Aperture von Apple, nicht? Ich habe die Software kurz getestet und sie machte mir vor allem von der Benutzerführung her einen sehr positiven Eindruck.

  2. Hallo Designworker,
    danke für den Hinweis. Aperture ist natürlich ein ganz interessantes Programm für die Raw-Bearbeitung. Die Liste oben bezieht sich jedoch nur auf Windows. Die Mac-Software folgt in einem zweiten Überblick. Ansonsten lohnt sich der Videopodcast über Aperture 1.5 auf messe-fakten.de verweisen. War ne coole Veranstaltung in Köln…

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