Preview: iPhone Developer Conference 2010

Jetzt sitze ich also im ICE 626 gen Köln (und das in netter Begleitung). Meine Mission: die iPhone Developer Conference 2010, die heuer (für alle Nicht-Bayern: dieses Jahr) zum dritten Mal stattfindet und zum zweiten Mal in Köln. Austragungsort ist diesmal der Gürzenich, in dem sich sonst die Närrischen des Umlandes tummeln.

Am 1. und 2. Dezember sind es aber kein Jecken, sondern Software-Entwickler und Business-Entscheider, die sich dort intensiv mit dem Thema iPhone, iPad, Apps und Co. beschäftigen und zu diesem Zweck zwei Tage lang den Vorträgen der anwesenden Spezialisten lauschen werden. Und das Lauschpotenzial kann sich durchaus sehen/hören lassen (ein Auszug):

  • Marc Schlüpman erläutert in seiner Keynote, wohin sich iOS und Mac OS entwickeln und was das nächste Apple-Betriebsystem „Lion“ damit zu hat, das Cupertino nächsten Sommer auf die Macs dieser Welt bringen wird. So viel ist aber schon mal klar: Von dem Verschmelzen von iOS und Mac OS wird die mobile Branche wieder einmal erheblich profitieren, und damit auch Software-Entwickler, die Apps für iPhone, iPad und Co. bauen.
  • Ab 10 Uhr des ersten Tages (1.12.) richtet sich der Track „Best Practices mit iOS“ an erfahrene iOS-Entwickler, die in kompakter Form die neuen Features von iOS 4 kennelernen wollen, Datenanbindung innerhalb ihrer App realisieren möchten und sich schon seit längerem die Frage stellen, wie Multithreading auf iPhone und iPad funktioniert.
  • Ab 14:30 Uhr folgt dann der Sessiontrack „Tools und Methoden für Profis“, in dem um es die verteilte Versionskontrolle mit Git und um die modellgetriebene App-Entwicklung für iPhone und Android geht. Aber auch datengetriebene iPhone-Anwendungen mit Core Data werden Gegenstand dieses Tracks sein.
  • Spannend dürfte der erste Tag auch aus der Sicht künftiger iOS-, Android-, Bada- und MeeGo-Entwickler sein. Denn in jeweils einstündigen Sessions zeigen Markus Schäuble, Arno Becker, David Müller, Heiko Behrens und Jens Weller, was die bestehenden mobilen Betriebssysteme leisten und auf welchem Stand der Dinge sich diese Systeme befinden.
  • Der zweite Tag beginnt mit einem „alten“ Bekannten, und zwar mit André Bresges der Uni Köln, der über das iPhone als Ausbildungstool und Lerninhalt sprechen wird.
  • Der Entwicklertrack hat es am zweiten Tag aber auch in sich: So geht es unter anderem um die Gegenüberstelltung „Native versus hybride Apps“, um die Frage, ob mobile Webapps eine Alternative sind und wie sich hybride Apps entwickeln und implementieren lassen. Am Nachmittag geht es dann genauso informativ weiter: so zeigt Heiko Behrens, wie sich Screencasts zu iPhone-/iPad-Vermarktungszwecken produzieren lassen, wie man auch ohne das iOS-SDK schicke Apps baut, wie sich mit dem aus der Java-Welt stammende Spring-Framework REST-basierte Webservices implementieren lassen und vieles mehr.
  • Zu vergessen ist nicht der Spieletrack, in dem Moderator Michael Schade Referenten ankündigt, die mit den Anwesenden ihr Know-how in Sachen OpenGL, OpenAL, Spieleoptimierung und mehr teilen. Und klar, dass auch die Business-Aspekte der mobilen Apple-Welt auf der iPhone Developer Conference nicht zu kurz kommen.

Und sonst? Nun, am Vorabend (also heute ab 18:30) geht es an der Uni zu Köln um diverse Themen, zu denen unter anderem die Frage gehört, was an Poptalk so speziell ist, wie die Uni Köln die Studierenden auf das Arbeitsleben vorbereitet und ob mobile Coupons funktionieren oder gar unser Kaufverhalten verändern.

Darüber hinaus wird am ersten Abend der Konferenz die iPhone-App des Jahres gekürt, und zwar in den Kategorien Entwicklung, Marketing und B2C. Unter den Gewinnern befinden sich ein paar echte Überraschungen. Lasst euch überraschen und folgt zu diesem Zweck dem Twitter-Stream der Entwicklerzeitschrift mac-developer. Also, man liest/sieht sich!

Ach ja: Für alle Twitterer unter meinen Lesern: der Hashtag der iPhone Dev Conf lautet #ipdc10