Praxistest: Externer Mac-DVD-Brenner von LG


DVD-Brenner für Mac & Windows zugleich: LG GP08NU10In Zeiten von Macbook Air und Netbooks, die allesamt ohne eigenen DVD-Brenner auskommen müssen, ist der Besitz eines Multiplattform-Geräts wie dem 8x Slim Portable GP08 von LG Electronics sicherlich keine blöde Idee.

Dieses schlanke (sic!) optische Laufwerk für Mac und Windows kommt mit sämtlichen gängigen Medientypen klar, also CD-R/RW, DVD±R/RW, Dual Layer und DVD-RAM. Hierbei schwanken die Brenngeschwindigkeiten zwischen 24-fach (CD) und 5-fach (DVD-RAM). Dazwischen liegen noch 6-fach-Tempo (DVD-RW, Double Layer) und 8-fach-Speed (DVD±R und DVD+RW).

Soviel zu den Spezifikationen. Schön an dem Gerät ist seine treiberlose Installation in Kombination mit einem Apple-Rechner; die beiliegende CD bietet nur Windows-Treiber. Aber leider auch nur Windows-Software zum Brennen von Rohlingen wie Nero InCD und Nero BackItUp sowie Cyberlink PowerDVD und Cyberlink PowerProducer. Aber gut, auf einem Mac befindet sich ja zu Backup-Zwecken Time Machine (zumindest auf denen mit Mac OS X 10.5), DVDs lassen sich mit dem Apple-eigenen DVD-Player ansehen und mit iDVD hat man eine rudimentäre Authoring-Software von Haus aus an Bord. Das Einzige, was also nicht geht, ist das festplattenmäßige Beschreiben von RW-Medien. Aber wer braucht das schon noch?!

Was allerdings wirklich fehlt ist ein Mac-kompatibles Firmware-Tool, mit dem sich der Brenner flashen lässt. Oder gibt es da etwas Vergleichbares im Web? Wir werden nachfragen. Ach ja: Auf das innovative Sicherheitssystem mit Passwortverschlüsselung” müssen Mac-Anwender in Ermangelung eines passenden Programms ebenfalls verzichten.

Zum DVD-Laufwerk selbst lässt sich nicht viel Schlechtes sagen: Die Stromversorgung klappt mit der aktuellen Generation des Macbook Pro via USB-Port, sodass ein zusätzliches Netzteil überflüssig ist (so steht es ja auch auf dem Karton: “AC Adapter-less”). Und falls eine USB-Schnittstelle nicht genügend Energie liefert, liegt im Karton ein zweites USB-Kabel parat, das per Klinkenstecker mit dem DVD-Brenner verbunden wird. In diesem Fall bleibt allerdings kein Port mehr frei für weitere USB-Komponenten.

Unser Praxistest mithilfe von iTunes klappte problemlos: Neue Playliste einlegen, Musikstücke hineinschieben, auf “Brennen” klicken, den LG-Brenner auswählen (HL-DT-ST DVDRAM GP08NU10), Rohling einlegen und los ging’s. Der Schreibvorgang dauerte rund vier Minuten, was angesichts der Datenmenge von 57 MByte einem eher lahmen Schreibtempo von 243 KByte/s (= 1,6-fach) entspricht. Das hatte allerdings mit der unsanften Erschütterung zu tun, dem der Brenner während des Schreibvorgangs testweise ausgesetzt war. Die Geräuschentwicklung während des Brennens hielt sich in Grenzen und entspricht wohl den üblichen Werten.

Design-technisch passt der LG-Brenner leider gar nicht zum meinem Macbook Pro. Dann doch eher zu einem weißen Macbook. Schade ist übrigens, dass das Laufwerk nicht mit einem Audioausgang und eingebautem Akku ausgestattet ist. Sonst würde das flache Teil noch als externer CD-Player glänzen. Das wäre doch ziemlich retro im Zeitalter von iPod & Co.


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