Praxistest des DVB-T-Empfängers von TwinHan

Es ist gerade mal vier Tage her, dass wir den vor kurzem vorgestellten DVB-T-Receiver von TwinHan zum Testen bekommen haben. Und hier folgt er auch schon, der angekündigte Praxistest. So viel können wir schon verraten: Das Klappteil hat es in sich.

Installation: Auf die Reihenfolge achten
Auch bei der Installation des kleinen DVB-T-Empfängers ist das richtige Timing ganz wichtig: Zunächst sollte man die Software-CD einlegen und dann erst den DVB-T-Adapter mit einem freien USB-Port verbinden. Dann klappt’s auch mit der problemlosen Treiberinstallation des digitalen TV-Empfängers.

Was leider nicht klappt, ist die automatische Installation der TV-Software. Die müssen Sie manuell von der CD auf den Computer übertragen. Übrigens: Auf diesem Weg lassen sich auch die Treiber für den DVB-T-Stick installieren.

Auf die richtige Ausrichtung und Antennenverbindung achten
Für eine kabellose Installation können Sie die beiliegende Antenne vom Kabel entfernen und direkt mit dem TV-Konnektor am USB-Stick verbinden. Das macht den TV-Adapter sehr viel kompakter, allerdings leider darunter die Empfangsqualität ganz erheblich. Ohne Wurfkabel haben wir nur 8 Fernsehsender gefunden, mit Verlängerung waren es 19!

Die Klapptechnik des TwinhanDTV Twister verbessert die Empfangsqualität je nach Sender um einige Prozentpunkte. Dies ändert allerdings nichts an der notorischen VHF-Schwäche, unter der auch der TwinHan-Receiver leidet. Das Erste hat der TV-Empfänger beim Scan trotz bester Empfangsumgebung (freie Sicht zum Münchner Olympiaturm!) nicht finden können.

Verfügbare TV-Sender einrichten
Nach dem Neustart lässt sich das TV-Programm „DigitalTV“ starten. Es sollte „Germany 49“ eingestellt sein. Dann scannt die Software nur die entsprechenden Frequenzen für Deutschland.

Ein Mausklick auf „Scannen“ startet den Vorgang, der je nach Empfangsgebiet vier bis sechs Minuten dauert. Falls nicht alle verfügbaren TV-Sender gefunden wurden, können Sie den Scan manuell wiederholen. Wie viele das in Ihrem Fall sein sollten, erfahren Sie auf der Webseite ueberallfernsehen.de.

Fernsehen etwas umständlich
Nach erfolgreicher Sendersuche können Sie am Computer fernsehen. Am besten eignet sich dazu die mitgelieferte, wenn auch in Sachen Bedienung leicht haklige Fernbedienung, die sehr gute Dienste leistet, da sie alle wichtigen Funktionen unterstützt.

Hierzu zählt vor allem die große, eiförmige Enter-Taste, mit der Sie das Fernsehen umständlicherweise starten müssen. Andere DVB-T-Sticks erledigen dies automatisch.

Fernbedienung mit Komfortbonus
Weitere Tasten auf der Fernbedienung sind Kanal rauf und runter, lauter und leiser, Teletext, EPG, Aufnahmeliste, Aufnahme, Vollbild, etc. Damit lässt sich am Computer sehr bequem TV glotzen.

Praktisch ist auch die Taste „Favorite List“, die in der Grundeinstellung sämtliche gefundenen Sender in einem eigenen Fenster anzeigt. Damit lässt sich sehr schnell zum Kanal der Wahl verzweigen. Diese Liste können Sie aber auch ganz Ihren persönlichem Geschmack anpassen.

Wiedergabe von Aufnahmen umständlich verlassen
Manuelle Aufnahme sind problemlos gestartet, und lassen sich über die Aufnahmeliste ebenso einfach ansehen. In das laufende Live-Programm kommt man allerdings nur umständlich zurück: Sie müssen in einen anderen Sender und dann wieder zurück schalten. Nicht wirklich perfekt gelöst.

Zeitgesteuerte Aufnahmen mit Fingerspitzengefühl
Automatische Aufnahmen per EPG funktioniert auch, allerdings nur mit ein paar Kniffen: So muss einerseits über die Funktion „EPG“, die sich innerhalb des OSD befindet, die Sommer-/Winterzeit eingestellt werden.
Anschließend muss über den Schalter „Alles aktualisieren“ die EPG-Liste auf den neuesten Stand gebracht werden. Dann muss nur noch die zu aufnehmende Sendung markiert und der Schalter „Aufnehmen“ geklickt werden.

Gute Fernsehbilder mit Zusatzinfo
Die Bildqualität entspricht dem, was man von einem DVB-T-Fernsehbild erwarten kann. Zudem wird für eine einstellbare Dauer die laufende und nächste Sendung sowie die Video- und Audiokodierung angezeigt.

Aufnahmen direkt auf DVD brennen
Über den Schalter „Konfiguration“ des OSD lassen sich weitere nützliche Einstellungen vornehmen. Hiermit lässt sich die Wiedergabe des Fernsehprogramms optimieren, aber auch die Systemeinstellungen wie die maximale CPU-Leistung anpassen. Zudem können Sie einen speziellen Aufnahmeordner definieren oder die Funktion „Direkt auf DVD brennen“ aktivieren.

Fazit
Der TwinhanDTV Twister kommt mit einer innovativen Klapptechnik daher, die Empfangsqualität und TV-Bilder verbessern kann. Ansonsten bietet der DVB-T-Stick so ziemlich alles, was man von solch einem Gerät erwarten kann. Vor allem die Fernbedienung mit ihren umfangreichen Funktionen ist eine echte Erleichterung. Trotz ihres teilweise recht sensiblen Tastenanschlags.

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