Seit Freitag ist die aktuelle iPhone-Firmware 2.2 auf meinem Apple-Handy installiert, und heute folgt der angekündigte Praxistest.
Neu ist beispielsweise Street View, eine 3D-Ansicht von Straßen und anderen sehenswerten Plätzen dieser Erde. Allerdings fokussiert sich die “Straßenansicht” derzeit hauptsächlich auf die USA.
Immerhin kommen einige europäische Metropolen wie Rom in den Genuss der 3D-Darstellung. Bis mal deutsche Städte mithilfe von Street View virtuell bereist werden können, wird wohl noch ein wenig dauern.
Die Existenz der Street-View-Funktion erkennt man übrigens anhand des roten, runden Symbols, das sich link vom Ortsnamen zeigt. Praktisch ist auch die neue Funktion von Karten, die sich “Ort senden” nennt. Damit lässt sich eine Google-Adresse per E-Mail verschicken, so dass der Empfänger dieser Nachricht den Ort per Mausklick besichtigen kann.
Wirklich praktisch am Tool “Karten” ist die neue Routen-Ermittlung für Autofahrer, Fußgänger und Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel. So wird im Auto-Modus tatsächlich eine andere Router ermittelt als im Fußgänger-Modus. Zudem berechnet Google Maps die mögliche Zeit, die per PKW oder Pedes für die Strecke einzuplanen ist. Wie nicht anders zu erwarten war, funktioniert die Option “Öffentliche Verkehrsmittel” bei uns nicht, sondern wird wohl hauptsächlich den nordamerikanischen Bewohnern zu Gute kommen.
Für die neue Funktion Podcasts musste Apple die Menüstruktur der iTunes-Applikation anpassen, damit das neue Symbol dort Platz findet. Die Podcast-Sektion ist in drei Rubriken gegliedert, und zwar in “Topaktuell”, “Hitlisten” und “Kategorien”. Letztere führt die Unterrubriken “Comedy”, “Musik”, Nachrichten”, “Sport” und weitere auf.
Das zeitgesteuerte Abholen neuer E-Mails scheint jetzt ebenfalls zuverlässiger zu funktionieren. Zumindest gibt es keine endlosen Wartezeiten mehr, wenn ich per Mail-App meine neuen Nachrichten abrufen will. Das mit der verbesserten HTML-Formatierung kann ich so nicht bestätigen, da ich keine echten Vergleichsmöglichkeiten habe.
Das gilt auch für die Optimierung der Soundqualität von Voicemails. Rein subjektiv ist der Klang neuer Sprachnachrichten allerdings besser geworden, zumindest klingen bestimmte Laute nicht mehr ganz so verzischt. Das gilt auch für die Stabilität von Safari und der Telefonanwendung: Bei beiden habe ich noch keine echten Erfahrungswerte sammeln können. Werden aber nachgeliefert, falls sich dahin gehend etwas Neues ergibt.
Fehlen noch zwei Dinge: Die zusätzliche Belegung der Home-Taste und das Abschalten der Auto-Korrektur. Also, das mit der Home-Taste verhält sich etwas anders als am Freitag angenommen: Nach Beenden eines Programmes per Home-Taste, das nicht auf dem Startbildschirm liegt, landet man nach wie vor auf dem Ausgangsschirm. Das erneute Drücken der Home-Taste allerdings steuert dann den Startscreen an. Das ist vor allem dann praktisch, wenn man viele Zusatzanwendungen installiert hat und mal ganz schnell eine der Standard-Apps starten will.
Und die Auto-Korrektur, über die sich schon so viele Leute die Köpfe heiß geredet haben? Ist bei mir immer noch aktiv, denn bei richtigem Umgang dieser Funktion überwiegt deren Nutzen, trotz aller schwachsinnigen Korrekturversuche, denen man immer wieder begegnet.
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