Per App Sammeltaxi fahren: so kommt man günstig vom Flughafen in die Stadt

Sammeltaxifahrten per App - das ermöglicht die iPhone-App colexio

Sammeltaxifahrten per App - das ermöglicht die iPhone-App colexio

Anfang November 2011 habe ich einen Politikum-Blogbeitrag online gestellt, in dem es um eine mobile App ging. Gegenstand des Artikels war die Taxi-App myTaxi, mit man per Smartphone einen nächstmöglichen Wagen “rufen” und damit eine zwischengeschaltete Instanz in Form eine der vielen Taxizentralen umgehen kann.

Klar, dass denen das nicht gefallen hat (von diversen Maßnahmen gegenüber teilnehmenden Taxlern war sogar die Rede), und jetzt hat sich zumindest ein Teil der Taxibranche eines Besseren besonnen und holt zur Gegen-App aus: mit colexio lassen sich ab dem 27. Februar zunächst in München (Sammel)Taxifahrten per App organisieren, und zwar vom Flughafen in Richtung Münchner City, weitere Städte sollen folgen.

Zunächst einmal: gerade in München ist solch eine App sicherlich eine sinnvolle und pfiffige Idee. Denn der Franz-Josef-Strauß-Airport liegt vom Stadtzentrum rund 40 Kilometer entfernt, was sich entsprechend negativ auf den Beförderungspreis per Taxifahrt auswirkt. Da ist es doch eine Sammelfahrtoption eine feine Sache.

Allerdings habe ich so meine Bedenken, ob diese Geschäftsidee tatsächlich von Erfolg gekrönt sein wird. Denn Sammeltaxi klingt ein bisschen nach “Wundertüte” – man weiß nicht so ganz genau, mit welchen Mitfahrern zu rechnen ist, wie viel Gepäck die Mitreisenden dabei haben, wo es hingegen soll, und so fort. Zumindest die letzte Frage soll die App beantworten können. Wir werden sehen.

Die App selbst bietet ein paar nette Funktionen, die das Sammeltaxifahren erleichtern sollen. So kann man einen genauen Zeitpunkt festlegen, wann man ein Taxi benötigt. Die App samt Server muss also schlau genug sein, um alle eingehenden Anfragen zu sammeln und daraus entsprechende Fahrten zu konzipieren. Zudem sollen die Fahrgäste in Echtzeit sehen können, wann sie abgeholt werden – und was die Fahrt in die Stadt kostet. Apropos: künftig soll man dank einer entsprechenden Registrierung online bezahlen können.

Ach ja: der Service kostet laut Betreiberfirma, allerdings nur bei Zustandekommen einer Beförderung. Der Betrag soll jedoch im Verhältnis zum gesparten Betrag äußerst gering sein. Die AGB schweigen diesbezüglich leider noch…

Michael Hülskötter

http://www.mhuelskoetter.de

Ich bin Blogger, IT-Journalist, (Buch-)Autor, Videotrainer, Content Manager - und das alles in einer Person. Ich gehöre seit 1999 der schreibenden Zunft an, und es macht mir immer noch sehr viel Spaß. Lebe seit 1977 in München und habe drei wundervolle Kinder.

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