Eine gute (und ziemlich attraktive) Freundin hat im Überschwang der Frühlingsgefühle reihenweise wichtiger Dokumente von der Platte gefegt. Wäre eigentlich nicht so schlimm, denn bei richtiger Vorbereitung lassen sich mit günstigen, teilweisen kostenlosen Tools (in Google „Undelete“ „Tool“ „Free“ eingeben) Dokumente zu fast Einhundertprozent wiederbeleben. Voraussetzung ist, dass die Platten auf NTFS formatiert wurden. Das weiß nur leider kaum jemand.

Faktum ist auch, dass NTFS gegenüber FAT 32 reihenweise Vorteile bietet – nicht nur bei der Speicherverwaltung. Daten lassen sich dann besser gegen fremden Zugriff schützen, indem Sie beispielsweise die entsprechenden Files mit dem Encrypting File System (EFS) verschlüsseln. Dummerweise sind die Festplatten fabrikfrischer PCs fast immer auf FAT 32 formatiert. Dieses Missgeschick lässt sich aber schnell beheben, und der Kunstgriff ist so einfach, dass auch die blondeste Frau daran nicht scheitern sollte. Los geht’s!

Starten Sie die Kommandozeilenebene über Start/Ausführen und den Befehl cmd.

Geben Sie folgenden Befehl ein convert [Laufwerksbuchstabe]:[Leerzeichen]/fs:ntfs. Das Kommando sieht in diesem Beispiel so aus: convert Y: /fs:ntfs.

Windows bestimmt nun das ausgewählte Laufwerk und fragt die derzeit gültige Laufwerksbezeichnung ab, die Sie im Datei-Explorer einsehen können.

Unter Umständen weist Windows darauf hin, dass das Volume gerade bereitgestellt wird und bietet an, diese Bereitstellung aufzuheben. Bestätigen Sie mit einem j für „Ja“.

Im Anschluss überprüft Windows das bestehende Dateisystem sowie die Files und beginnt mit der Konvertierung, die je nach Datenaufkommen nur wenige Minuten in Anspruch nimmt. Windows meldet am Ende Konvertierung beendet.

 

Das Ergebnis können Sie sofort danach überprüfen: Öffnen Sie den Datei-Explorer, wählen Sie das entsprechende Volume mit der rechten Maustaste an und dann Eigenschaften. Neben Dateisystem finden Sie den Eintrag NTFS.

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