Neue Inkjet-Papiere von Kodak

Im Juni letzten Jahres ging ein Aufschrei durch die Fotoszene. Kodak erklärte damals die Einstellung der Produktion seines Papiers für Schwarz-Weiß-Abzüge. Schuld sei der Siegeszug der Digitalfotografie. Mittlerweile setzt der geschichtsträchtige Fotokonzern in Sachen Papier stark auf die selbstdruckende Klientel. Jatzt hat Kodak sein Fotopapier-Portfolio für Inkjet-Drucker neu aufgestellt.

Die dazugehörige Pressemitteilung ist in ihren Aussagen nicht gerade zurückhaltend: Unter anderem möchte man den aktuellen und schnelleren Drucktechnologien Rechnung tragen. So soll eine „neue Technologie für besonders gute mikroporöse Eigenschaften der Oberflächen“ sorgen und dazu führen, dass die Drucke „praktisch sofort trocknen und wischfest“ werden. Die Haltbarkeit der Ausdrucke soll „kompromisslos gut“ sein. Das eigentliche Argument für das neue Inkjet-Papier ist in meinen Augen aber die Tatsache, dass es auf dem Kodak-Fotopapier basiert, welches auch von den Fotolabors benutzt wird. Wie gut die Qualität tatsächlich ist, werden Tests der Fachpresse noch zeigen.

Das Kodak-Inkjet-Papier wird in drei Sorten angeboten: Ultra Premium mit einem Gewicht von 285 Gramm, jeweils in einer Hochglanz- und Seidenmatt-Variante sowie das einfachere Premium-Fotopapier mit einem mittleren Glanzfaktor und 165 Gramm Gewicht. An Formaten stehen für alle Sorten DIN-A4 und DIN-A6 (10 x 15) zur Verfügung. Das Ultra-Premium-Papier gibt es auch im DIN-A3-Format. Erhältlich sein werden die neuen Papiere ab dem 2. Quartal 2006.

Kostenlos zur Mac expo 2006 in Köln

Vom 8. bis 10. Juni findet in Köln die Mac expo statt. Vertreten sind alle wichtigen Hersteller aus der Mac-Szene. Ausserdem gibt es einen Seminarbereich, in dem die Hersteller sogenannte Masterclasses zu ihren Produkten präsentieren werden. Angesprochen werden von der Mac expo sowohl Profis, als auch Consumer. Wer kostenlos ins Mekka der Mac-Fans will, kann sich zur Zeit auf der Web-Site des Veranstalters um eine der 3000 kostenlosen Eintrittskarten bewerben.

Canon PIXMA iX4000 und iX5000 – A3+ für lau

Und schon wieder ein Gadget, das ich unbedingt haben will. Nicht, dass ich noch keinen Fotodrucker hätte. Aber einen A3+ Farbdrucker für lediglich 299 Euro hat es meines Wissens noch nicht gegeben. So viel, beziehungsweise so wenig, soll der neue Canon PIXMA iX4000 kosten.

Er druckt mit einer Auflösung von bis zu 4.800 x 1.200 dpi aus vier Tintentanks. Auch das spart Geld, denn mann muss nicht gleich die ganze Patrone tauschen, wenn eine Farbe leer ist. Weitere Features sind eine schnelle USB-2.0-Schnittstelle und PictBridge für Direktdruck von einer kompatiblen Digitalkamera aus. Die von Canon angegebene Druckgeschwindigkeit liegt bei 18 DIN-A4-Seiten pro Minute in schwarzweiß. Im Farbdruck soll er 14 DIN-A4-Seiten pro Minute schaffen.

Wer es etwas schneller haben möchte, muss 100 Euro drauflegen. Für 399 Euro bekommt er das mit 25 beziehungsweise 17 Seiten pro Minute deutlich schnellere Modell PIXMA iX5000. Weitere Unterschiede zwischen den zwei Varianten gibt es nicht. Abgesehen davon, dass das schnellere Modell ein etwas dunkler gefärbtes Gehäuse hat. Als Zielgruppe für beide Geräte gibt Canon kleine Büros und das Home Office an. Lieferbar sollen die Drucker ab April (iX5000) und ab Mai (iX4000) sein.

Auf privat setzen: Echtes HDTV bei ProSieben und Sat.1

Jetzt kommt auch im Free-TV echtes HD-Fernsehen immer mehr in Schwung. So strahlt ja die ProSiebenSat.1 AG seit den Münchner Medientagen über Satellit regelmäßig HD-Inhalte aus, das Ganze allerdings nicht in originärer HD-Auflösung. Der Trick: Das zugrunde liegende PAL-Bild wird einfach in eine höhere Auflösung gebracht, was zwar schon ganz nett anzusehen war, aber das Potenzial von HDTV bei weitem nicht ausschöpft.

Ab sofort machen Sat.1 HD und ProSieben HD aber Ernst: So zeigt Sat.1 HD beispielsweise am morgigen Samstagabend um 20.15 die Komdie „Die Wutprobe“mit Jack Nicholson und Adam Sandler. Die Ausstrahlung findet dabei in der echten HD-Auflösung 1080i statt. Das bedeutet im Klartext: Es werden im 16:9-Format 1920×1080 Pixel ausgestrahlt, und zwar im Interlaced-Verfahren. Damit man allerdings in den Genuss dieser hochaufgelösten Fernsehunterhaltung kommt, müssen diverse Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Als Satellitenreceiver (samt Satellitenanlage!) kommen derzeit nur zwei Geräte in Betracht: der PR-HD 1000 von Humax oder der DS810KP von Pace, die beide das Logo „Geeignet für Premiere“ ziert. Die HD-Receiver sind in der Lage, MPEG-4 zu dekodieren, die für die Ausstrahlung der TV-Programme eingesetzt wird. Außerdem sind beide vollkommen „HD-ready“. Zwar bringt Philips mit dem DSR-9005 auch einen HD-Receiver auf der Markt, allerdings wohl erst im März.
  • Eine Smartcard ist nicht notwendig, da die Programme unverschlüsselt ausgestrahlt werden. Auch HDCP ist nicht aktiviert, damit ist eine analoge Ausgabe über YUV möglich. Die Sendungen werden in Dolby Digital 5.1 ausgestrahlt.
  • Zudem muss man natürlich im Besitz eines HD-fähigen Fernsehers oder Videobeamers sein, den am besten das HD-ready-Logo ziert. Übrigens: Das Ausgabegerät muss nicht zwangsläufig 1080i unterstützen. 720p ist völlig ausreichend, da das 1080i-Bild einfach runtergerechnet wird, was oft sogar ein besseres Bild ergibt.

Übrigens: Am Computer lässt sich das ProSiebenSat.1-Programm in HD-Qualität auch empfangen. Allerdings braucht es dazu eine Sat-TV-Karte, die den neuen Übertragungsstandard DVB-S2 unterstützt. Und da gibt es leider noch nicht sehr viele. Zudem sind die Anforderungen an den Rechner extrem hoch.

Folgende Filme und Serien will ProSieben/Sat.1 HD in nächster Zeit zeigen:

Spielfilme
Hero – Director’s Cut – 26.02.2006, 20.15 Uhr (ProSieben-HD)
Geile Zeiten – 02.03.2006, 20.15 Uhr (ProSieben-HD)
Spider-Man I – 05.03.2006, 20.15 Uhr (ProSieben-HD)
Terminator III – 12.03.2006, 20.15 Uhr (ProSieben-HD)
Panic Room – 19.03.2006, 22.15 Uhr (ProSieben-HD)
Der Kindergarten Daddy – 25.03.2006, 20.15 Uhr (Sat.1-HD)
Star Wars: Episode I – 26.03.2006, 20.15 Uhr (ProSieben-HD)
Star Wars: Episode II – 02.04.2006, 20.15 Uhr (ProSieben-HD)

Serien
Grey’s Anatomy – ab 14.03.2006, 20.15 Uhr (ProSieben-HD)
Navy-CIS – ab 16.03.2006 (Sat.1-HD)

Speicher per Skript freigeben

Zu den besten Windows-Tipps überhaupt gehört meines Erachtens die Freigabe des Speichers per Skript.

Hintergrund: Windows XP verwaltet den verfügbaren Speicher zweckmäßig: Einen Teil reserviert das OS für die Systemarbeit, einen anderer erhalten die Anwendungen. Die Zuordnung ist dynamisch. Allerdings ist Windows XP nicht automatisch imstande, „veraltete“ Daten im RAM frei zu geben. Das können Sie aber selber mit einem kleinen Trick erreichen. Über einen Texteditor wie Notepad ist ein VB-Skript mit einer einzigen Zeile anzulegen:

FreeMem = Space(64000000)

Achten Sie darauf, das File nicht mit der Endung „.txt“, sondern mit „.vbs“ zu speichern. Die Zahl 64 000 000 steht dabei für den Anteil des Speichers, den Windows freigeben soll. Diesen Wert können Sie natürlich auf 128 MB oder 256 MB erhöhen, er sollte aber 50 Prozent des physikalisch verfügbaren RAMs nicht überschreiten. Ansonsten zwingen Sie das System in die Knie. Zudem sollte das Skript nicht unbedingt während eines Brennvorgangs oder beim Defragmentieren ausgeführt werden.

Sorgen um geöffnete Anwendungen müssen Sie sich nicht machen. Das Skript zwackt zwar für eine sehr kurze Zeit Speicher ab, nach der Räumung steht allen laufenden Applikationen aber deutlich mehr Ressourcen zur Verfügung. Übrigens: Dass das kleine Skript tatsächlich funktioniert, können Sie über den Taskmanager kontrollieren.

Old-fashioned Smartphone “made in Swiss”

 

Wenn Webseite und Produkt quasi identisch sind, mag das als erster Hinweis schon recht aussagekräftig sein.

So schien es mir zumindest beim Besuch von imcosys.com, der Internetseite der gleichnamigen ImCoSys AG aus Zug in der Schweiz. Denn die Webseite ist von ihrer Anmutung her ziemlich antiquiert, und so scheint auch das bisher einzige Produkt des Schweizer Untermehmens zu sein.

Obgleich sich mir dir Frage stellt, ob es sich überhaupt um eine reale Firma handelt, da nicht mal ein Impressum auf der Seite zu finden ist (und ob das mit geltendem Recht in der Schweiz vereinbar ist, bleibt ebenfalls unklar). (Update: Mittlerweile hat ImCoSys die Webseite überarbeitet.)

Wie dem auch sei: das Smartphone von ImCoSys hat auf den ersten Blick das Potenzial zum echten Ladenhüter. So ist beispielsweise der verbaute OMAP-730-Prozessor von Texas Instruments kein echtes Wunderding, wird er doch lediglich mit 200 MHz betrieben.

Andere neue Minicomputer wie der Pocket Look C550 von Fujitsu Siemens ist mit dem hochmodernen XScale-Prozessor ausgestattet, der mit 520 MHz getaktet wird. Wenngleich es sich dabei nicht um ein Smartphone handelt.

Weitere seltsame Entscheidung der ImCoSys-Entwickler: Ihr Smartphone verfügt über keinen Erweiterungsschacht, in dem sich beispielsweise eine Speicherkarte unterbringen ließe. Dies ist umso erstaunlicher, da der PDA über einen eingebauten GPS-Empfänger verfügt.

Damit lässt sich das Gerät um notwendiges Kartenmaterial nur umständlich via PC erweitern, was auch an dem recht bescheidenen Speicher von maximal 128 MB (64 Flash, 64 SDRAM) scheitern dürfte.

Update: Die ursprünglich veröffentlichten technischen Daten waren fehlerhaft. Tatsächlich besitzt das Gerät einem SD-Karten-Slot. Dadurch steigt der Nutzwert des Gerätes erheblich.

Dass es dazu möglicherweise gar nicht kommt, liegt auch an dem Betriebsssystem, das ImCoSys ihrem Smartphone spendiert hat: Denn für Linux im Smartphone-Format dürften sich kaum Anwendungen finden, die das Gerät unterstützt. Immerhin ist die PDA/Telefonkombi mit wichtigen Programmen wie SMS-Nachrichten, E-Mail, Kalender, etc. ausgestattet.

Mit Schnittstellen hingegen geizt das Smartphone von ImCoSys nicht: Es bietet mit GPRS, GSM (Quadband), Wireless LAN, Bluetooth, USB und seriellem Port alles, was man für die Verbindung mit Hotspot, PC & Co. so braucht.

Allerdings hat ImCoSys auch hier gespart: Es wird lediglich der langsamere Wifi-Standard IEEE 802.11b unterstützt, und auch die Bluetooth-Version 1.2 ist nicht das, was man von einem neuen Gerät erwarten kann (aktuell ist Bluetooth 2.0).

Immerhin schlagen sich die Mängel in der Ausstattung im Preis nieder: So soll das ImCoSys Smartphone rund 300 Euro kosten, was für ein neues Smartphone durchaus günstig ist. Geplanter Einführungstermin ist Juni 2006.

HD-tauglicher Camcorder mit voller Auflösung

Sony hat in Sachen HD-Camcorder nachgelegt und zeigt auf der CeBIT 2006 den Nachfolger des aktuellen Modells HDR-HC1. Der Name des neuen Camcorders: HDR-HC3. Er ist tatsächlich um stolze zehn Gramm leichter und auch ein wenig voluminöser. Sony folgert daraus in ihrer Presseinfo, dass der „Camcorder im Handtaschenformat“ wohl auch „in das kleinste Urlaubsgepäck“ passt. Wie süß!

Abgesehen von diesen rein äußerlichen Merkmalen überzeugt der neue Camcorder von Sony mit seinen inneren Werten: Hervorzuheben ist unter anderem die volle HD-Auflösung, die beim HDR-HC3 rund 2 Millionen Pixel beträgt (das ist übrigens fünfmal soviel wie bei herkömmlichen PAL-Aufnahmen). Der Stereoton des HD-Videos liegt im Format MPEG 1 Audio Layer 2 vor.

Digitale Bilder lassen sich mit dem Camcorder natürlich auch schießen, allerdings nur mit rund 4 Megapixel. Aber für ein schnelles Bild zwischendurch ist das allemal ausreichend. Unterstützt wird der Fotograf dabei von einem optischen 10fach-Zoom, mit dem sich weiter Entferntes recht nah ran holen lässt.

In Sachen Anschlussfreude bietet der HDR-HC3 alle notwendigen Schnittstellen: Das beginnt bei der Sony-eigenen Firewire-Variante iLink und endet bein HDTV-konformen HDMI- und Komponenten-Port. Natürlich ist der Camcorder auch mit Speicherkarten des Typs Memory Stick Duo/Pro ausgestattet, auf die sich Bilder und kleinere Videos speichern lassen.

Der Camcorder kommt laut Sony im April 2006 in die Läden. Zu welchem Preis, sagte der Hersteller leider nicht. Aber wir werden auf der CeBIT einen Blick auf die Videokamera werfen und dabei sicherlich auch dem zuständigen Produktmanager den UVP entlocken.