Kein UMTS im iPhone – nur EDGE

Apple iPhone kleinNach der ersten Euphorie tritt die erste Ernüchterung ein. Keine Frage. Das Apple iPhone ist ein cooles Teil. Was mir allerdings zunächst entgangen ist, ist das Fehlen von UMTS. Ich denke, dass das für ein Smartphone unabdingbar ist. Statt dessen gibt es nur EDGE (Enhanced Datarates for GSM Evolution). Es funktioniert über ein Modulationsverfahren und steigert damit die Übertragungsrate in GSM-Netzen bis – zumindest rein theoretisch – auf UMTS-Niveau. EDGE gibt es in den USA genauso, wie in fast allen anderen europäischen Ländern. Insofern ist es von Apple eine verständliche Entscheidung auf dieses Verfahren zu setzen.

Leider spielt EDGE in der Bundesrepublick nur eine untergeordnete Rolle. Lediglich T-Mobile bietet es für seinen GPRS-Dienst (EGPRS) an. Sollte also Apple dabei bleiben und keine UMTS-Version des iPhones bringen, steht der Provider sozusagen schon fest. Wobei nach letzten Meldung auch O2 an der EDGE-Einführung arbeitet. Einen Vorteil hat EDGE freilich. Zumindest theoretisch bietet es angemessene Übertragungsraten auch an Orten ohne UMTS-Abdeckung. Ob die Geschwindigkeit für mobile Datendienste tatsächlich ausreicht, wird sich dann noch zeigen.

Links: Apple iPhone, EDGE-FAQ bei T-Mobile, EDGE bei Wikipedia

Schickes Äußeres + militärische Geheimtechnik = Jawbone-Headset

jawbone am ohrDa kommt etwas ganz feines auf uns zu: Das ultraschicke Bluetooth-Headset von Jawbone befriedigt auch die Ansprüche der größten Designfetischisten! Und wissen Sie, was das besondere am Jawbone ist? Nicht das Äußere!

Nein: Seine inneren Werte. Denn die Technologie – „Noise Shield“ genannt – wurde frisch vom Militär adaptiert. Dort wurde eine Kombination von Software und Sensoren dafür eingesetzt, Kommunikation effektiver zu gestalten. Ein Noise Shield filtert Umgebungsgeräusche heraus und kann sich sozusagen auf Ihre Stimme konzentrieren, um nur diese klar wiederzugeben.

jawbone

Jawbone ist das erste Headset, das sowohl ein- wie ausgehende Geräusche optimiert und störenden Krach herausfiltert. Sehr zuverlässig ist die Übertragung per Bluetooth am Jawbone, die Tonqualität ist einwandfrei. Und mit 14 Gramm kombiniert mit einem leichten dünnen Ohrbügel ist das Tragegefühl auch unwahrscheinlich gut!

Infos zu den preisgekrönten Headsets (2005 CES Innovations Award) gibt es auf der englischsprachigen Website Jawbone.com.

Videocast: Motorola zeigt neue Handys auf CES 2007

Endlich ist er fertig, der Film zur Keynote. Und zwar von Ed Zander, CEO der Motorola, Inc.

Ed hat uns einiges Neues verraten.

So zeigte er uns beispielsweise, dass nicht der Fernseher oder der PC oder Spielekonsolen die Wirtschaft antreiben, sondern mobile Kommunikationsgeräte à la Handy und Co.

So wie das RAZR maxx, das Mister Zander als das Flaggschiff unter den Motorola-Handys bezeichnete. Kein Wunder, es sieht echt schick aus, beherrscht HSDPA und ist mit seinen Start-/Stopp-Knöpfen ein echter MP3-Player.

Aber auch das Motofon konnten wir bestaunen. Dieses Mobiltelefon besticht durch eine duale Antenne für optimalen Empfang und gehorcht seinem Besitzer dank der sprachbasierten Bedienung aufs Wort. Aber auch die staub- und wasserunempfindliche Bauweise macht aus dem Motofon ein ganz besonders Handy.

Weiteres Highlight des Motofon ist eInk, mit dessen Hilfe die Inhalte des Displays selbst bei größter Sonneneinstrahlung problemlos erkennbar sind.

Es ging aber auch um eine Kooperation mit Yahoo, die mit Yahoo Go echtes mobiles Internet bieten wollen. Das geht dann soweit, dass sich Bilder, die Sie mit dem Handy geschossen haben, per Knopfdruck in Ihren Flickr-Account transferieren lassen und damit unmittelbar von der ganzen Welt gesehen werden können.

Übrigens: Der Riesenklotz, den Mister Zander am Ende des Videocasts in der Hand hält, hat mal vor rund 20 Jahren etwa 4.000 US-Dollar gekostet und war eines der ersten Mobiltelefone von Motorola. Kaufen können Sie das Teil natürlich nicht mehr, selbst wenn Ed anbot, dass „man da eventuell noch was machen könnte“…

Der kleinste Vista-PC der Welt

ces-logoBill Gates zeigte ihn während seiner Keynote zur Eröffnung der CES 2007. Jetzt haben wir ihn gefunden: Den OQO model 02. Dieses coole kleine Teil wiegt kaum ein halbes Kilo und ist lediglich 14 x 8,5 x 2,5 Zentimeter groß. Trotzdem steckt ein vollwertiger Windows-Vista-PC mitsamt einer Tastatur drin.

OQO model 02 Die kommt zum Vorschein, wenn man das Display zurück schiebt. Inklusive eines TouchScroller genannten Mausersatzes. Damit dürfte dieser Winzling deutlich vielseitiger sein, als herkömmliche UMPCs. Wer das OQO model 02 statt mit Tastatur per Stift bedienen möchte, kann es auch mit der Tablet-PC-Version des Microsoft-Betriebssystems ordern.

Das 5-Zoll kleine Display bietet eine Auflösung von 800x 600 Bildpunkten. Als Prozessor kommt wahlweise ein besonders stromsparender 1,2 oder 1,5 GHz VIA C7M ULV-Prozessor zum Einsatz. Festplatten gibt es mit 30 und 60 GByte. Beide sind Stoßgesichert und mit einem Sturzsensor ausgestattet.

Verbindung mit der Umwelt kann der kleine Computer via WLAN und Bluetooth aufnehmen. An Schnittstellen gibt es HDMI, VGA/Ethernet, USB 2.0, Audioanschlüsse. Der Clou ist aber die Anschließbare Dockingstation. Die bietet neben diversen Anschlüssen (HDMI, VGA, 3x USB 2.0, Audio und Ethernet) vor allem Platz für ein optisches Laufwerk.

Das OQO model 02 soll noch dieses Quartal ausgeliefert werden. Bestellt werden kann es jetzt schon im OQO-Onlineshop. Die Preise beginnen bei 1.499 US-Dollar.

Links: OQO, OQO-Online-Shop

Foto: OQO

Videocast: Philips zeigt auf CES 2007 Virtual Dolby Surround

AmbiLight von Philips kennt man ja schon länger.

Mit Hilfe dieser Technik wird die Wand hinter dem LCD-Fernseher stets mit derjenigen Farbe illuminiert, die gerade das TV-Bild dominiert.

Also im Falle von Meeresaufnahmen Blau, beim Rauschen der Wälder Grün und so fort.

Und da sie bei Philips nicht ganz untätig sind, gesellt sich jetzt zu AmbiLight AmbiSound hinzu. Rundumlicht für die Ohren, sozusagen.

Was das bedeutet? Nun, nichts anderes als Dolby Digital aus einem einzigen Stereolautsprecher nebst Subwoofer für die Bässe.

Wirklich neu ist das nicht. Andere nennen das Virtual Dolby Surround und machen es schon länger vor, dass das funktioniert. Auch ohne Hexerei.

Aber gut, Philips brauchte wohl ein Namenspärchen, und das ist mit AmbiLight und AmbiSound auch gelungen.

Übrigens: Rein optisch passen LCD-Fernseher und AmbiSound-Lautsprecher bestens zusammen. Aber auch das haben wir schon mal irgendwo gesehen

Apple zeigt neue Produkte auf der Macworld

Macworld-LogoTrotz aller Euphorie hinsichtlich der CES 2007, darf man nicht vergessen, dass wenige hundert Kilometer westlich von Las Vegas in San Francisco seit gestern die Macworld Expo & Conference 2007 ihre Pforten geöffnet hat. Anlässlich der gestrigen Keynote kündigte Apple-Chef Steve Jobs einige spannende Neuheiten an.

Apple iPhoneAn erster Stelle steht natürlich das iPhone, das erste Handy beziehungsweise Smartphone von Apple. Zwar wird das iPhone erst im Juni (USA) beziehungsweise Ende des Jahres (Europa) kommen, angesichts der Leistungsmerkmale dürften die etablierten Handy-Hersteller aber dennoch jetzt schon ins Schwitzen geraten. Des weiteren wurde die Settop-box Apple TV (ehemals iTV) vorgestellt sowie eine neue Version des WLAN-Routers AirPort Extreme. Wesentliche Neuerung ist hier die Unterstützung des 802.11n-Standards. Zu guter letzt kündigte Steve Jobs auch noch an, dass Apple Computer ab sofort nur noch Apple heißt.

Link: Macworld Expo & Conference 2007

Foto: Apple