Optimale WLAN-Reichweite erzielen

In unserem Büro kümmert sich ein WLAN-Router von ZyXEL AVM um die drahtlose Anbindung der Computer ans Internet. Das ist sehr praktisch, da wir von jedem Ort des Büros Zugriff aufs Web haben.

Blöd ist nur, dass sich ausgerechnet mein Schreibtisch auf der einen Seite des Büros befindet und der Drahtlos-Router auf der anderen. Da kam’s schon mal vor, dass ich ein ganz schwaches Funksignal hatte. Folge: Mäßige Verbindung ins WWW.

Damit wollte ich mich nicht mehr zufrieden geben und hab ein paar Dinge ausprobiert, die für eine bessere Reichweite innerhalb des drahtlosen Netzwerks sorgen können:

>> Der Router sollte möglichst zentral innerhalb des Büros platziert werden. Das garantiert, dass alle WLAN-Computer eine bestmögliche Verbindung zum drahtlosen Zugangspunkt herstellen.

Das ist zwar meist eingeschränkt durch die Lage der Telefondose, an der der Splitter und das DSL-Modem oder der Router hängen, lässt sich aber mit einem Ethernetkabel beheben.

Damit können Sie nämlich den Router ein wenig näher an das Zentrum des Büros heran bringen. Ist zwar wieder ein Kabel mehr, aber die Reichweite des WLAN-Routers verbessert sich deutlich.

>> Der WLAN-Router sollte möglichst weit oben installiert werden, am besten unter der Decke.

Dies gewährleistet eine hohe Reichweite. Richten Sie dabei die Antennen nach unten aus, also in Richtung des Fußbodens. Das verbessert ihre Funkeingenschaften.

>> Jede Wand, jede Decke und jeder Heizkörper kommen den Funkstrahlen in die Quere und verschlechtern die Verbindungsqualität zwischen Access Point und WLAN-Computer. Bedenken Sie dies bei der Wahl der Standorte für Router, Notebook, PC und Mac.

>> Die Signalqualität Ihres Computers können Sie verbessern, indem Sie ihn auf dem Schreibtisch ein wenig nach rechts oder links verschieben. Achten Sie dabei auf die Signalanzeige des Betriebssystems, die die Signalstärke repräsentiert.

Hierfür leisten Zusatzprogramme wie iStumber (OS X) oder netStumbler (Windows) prima Dienste. Mit beiden Tools können Sie genau sehen, wie gut das Funksignal zum Access Point ist.

>> Falls die Signalstärke des Routers trotz aller Maßnahmen immer noch zu schwach ist, können Sie auch ein wenig Geld ausgeben und dem Access Point eine externe Antenne spendieren.

Allerdings muss dazu die Ardantenne am Router angeschraubt sein und sich austauschen lassen, was nicht jeder Access Point beherrscht.

>> Eine weitere Möglichkeit bietet WDS (Wireless Distribution System), das allerdings nicht alle drahtlosen Zugangsgeräte unterstützen. Hierbei fungiert ein zusätzlicher Access Point zwischen WLAN-Client und WLAN-Router als Repeater, also eine Art Brücke.

Man redet daher auch von Bridging oder Repeating. Dabei leitet die Bridge oder der Repeater die Funksignale an den WLAN-Router weiter und erhöht auf diese Weise die Reichweite des eigenen Drahtlosnetzwerks.

Fazit: Ich hab erst mal auf die Schnelle den WLAN-Router an die Decke montiert. Ein Kollege meinte daraufhin: “So ein geiles WLAN-Signal hatte ich ja noch nie!” Und über WDS werde ich auf jeden Fall auch noch mal nachdenken.

Michael Hülskötter

http://www.mhuelskoetter.de

Ich bin Blogger, IT-Journalist, (Buch-)Autor, Videotrainer, Content Manager - und das alles in einer Person. Ich gehöre seit 1999 der schreibenden Zunft an, und es macht mir immer noch sehr viel Spaß. Lebe seit 1977 in München und habe drei wundervolle Kinder.

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