Neues zum iPhone – ein Rundumschlag [Upd]

Update (6/2008): Das iPhone hat endlich einen würdigen Nachfolger, das iPhone 3G. Inklusive UMTS und GPS. Alle Fakten zum neuen Apple-Fon gibt es hier zum Nachlesen.Apple iPhone Benutzeroberfläche

So gut uns das Apple iPhone auch gefällt, das Design ist zumindest nicht ganz neu. Engadget hat das iPhone mit dem Smartphone-Prototypen KE850 von LG verglichen. Die Ähnlichkeit ist frappierend. Die Bilder des LG KE850 bei Engadget stammen übrigens von einer ungarischen Site! Für alle, die das iPhone nicht erwarten können, gibt es jetzt den iPhone-Countdown. Er zeigt die Zeit bis zur Veröffentlichung in de USA.

Markenrechts-Streit mit Cisco
Dass Cisco eine Unterlassungserklärung bzw. Klage wegen Markenschutzverletzung gegen Apple anstrengt (wir berichteten) lässt die Firma aus Cupertino ziemlich kalt. Gegenüber der New York Times (kostenlose Registrierung notwendig) sagte Katie Cotton, Vizepräsidentin Weltweite Kommunikation bei Apple: „Wir glauben, dass Ciscos US-Markenschutz bestenfalls dünn ist. Wir sind die erste Firma, die iPhone als Namen für ein Handy benützt und wir sind sicher, dass wir uns durchsetzen werden können.“

Tatsächlich genügt eine Suche bei Google um zig Produkte mit Namen iPhone zu finden, die nicht von Cisco bzw. deren Tochter Linksys stammen. Das bedeutet, dass Cisco die Wahrung der Markenrechte bisher nicht besonders ernst genommen hat und damit zumindest Schwierigkeiten bei der Argumentation bekommen könnte.

Cisco Vizepräsident und Chefjurist Mark Chandler beschreibt im Cisco-Blog seine Sicht der Dinge zum Markenrechts-Streit.

Erste Hands-on-Berichte
Mittlerweile sind im Netzt schon zwei Berichte von Journalisten aufgetaucht, die das Apple iPhone kurz ausprobieren durften. Der erste stammt von David Pogue von der News York Times. Er ist von dem Apple-Handy mehr begeistert. Ausserdem schreibt er, dass zumindest die Software noch nicht ganz fertig ist und dass das Tippen von Text nicht einfach ist, weil es kein taktiles Feedback gibt.

Noch mehr begeistert zeigt sich PC-Magazin Sanior Writer Cade Metz In einer kurzen Notiz schreibt er: „…aber ich kann mit Sicherheit sagen, dass das iPhone sogar noch beeindruckender ist, als es während der Jobs-Keynote war. Und das sagt einiges.“

Update: Wie ich gerade bei majo (Mac-Essentials) lese, hat Pogue mittlerweile eine umfangreiche FAQ zum iPhone ins Netz gestellt. Eine deutsche Übersetzung gibt es bei Mac-Essentials.

Das iPhone ist ein geschlossenes System
Zwar bietet das iPhone ganz offensichtlich jede Menge Funktionen und Programme, aber es wird kein offenes System sein. Das bedeutet, dass die Anwender nicht ohne weiteres Programme selbst installieren werden können. Zumindest wird Apple den Zugriff auf die Systemebene des iPhone begrenzen, und Software-Entwicklungen stark reglementieren, wenn sie sie überhaupt zulassen. Ähnlich wie beim iPod.

Gegenüber der Newsweek sagte Steve Jobs: „Sie wollen nicht, dass Ihr Telefon eine offene Plattform ist. Sie wollen, dass es funktioniert, wenn es funktionieren muss. Cingular (der Netz-Provider, der das iPhone in den USA vertreiben wird) will nicht sein Netz abstürzen sehen, nur weil irgendein Programm (auf einem Handy) versagt.

Gegenüber der New York Times sagte Steve Jobs: „Ich will nicht, dass die Leute es als Computer sehen, ich sehe es als Neuerfindung des Telefons„. Weiter sagte er „Wir definieren, was auf dem Telefon drauf ist. Sie wollen nicht, dass ihr Telefon wie ein PC ist. Das letzte was Sie wollen ist, dass sie drei Programme aufs Telefon geladen haben und wenn Sie dann einen Anruf machen wollen es nicht mehr funktioniert. Es (das iPhone) ist mehr wie ein iPod als ein Computer“.

Dagegen rührt sich alledings Widerstand aus der Entwicklergemeinde.

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