Neue WLAN-Funktionen der Fritzbox im Expertenmodus

Neue WLAN-Funktionen der Fritzbox im ExpertenmodusBeim Durchstöbern der Einstellungsmöglichkeiten der Fritzbox Fon WLAN 7270 (Firmware: 54.04.57) landete ich mal wieder im Expertenmodus, den möglicherweise viele Fritzbox-Anwender gar nicht kennen. Dieser ist nämlich standardmäßig nicht aktiv, sodass man erst mal wissen muss, wo sich die Profifunktionen freischalten lassen.

Hierzu verzweigt man vom Startbildschirm aus in „Einstellungen“ und geht unter „Erweiterte Einstellungen“ in die Sektion „System“. Dort finden Sie ganz unten innerhalb der Funktionsliste den Punkt „Ansicht“. Und genau dahinter verbirgt sich die Expertenansicht, die Sie per Mausklick und „Übernehmen“ aktivieren.

Doch was geschieht mit dem Einschalten dieses speziellen Modus‘? Nun, der Fritzbox-Router lässt sich an verschiedenen Stellen noch besser einrichten. Allerdings sollte man Vorsicht walten lassen, da sich einige Funktionen fatal auf den AVM-AP auswirken könnten.

So sieht\'s bei den WLAN-Einstellungen aus, wenn der Expertenmodus ausgeschaltet ist: mauSehen wir uns beispielsweise mal die WLAN-Einstellungen an, die man unter „Erweiterte Einstellungen“, „WLAN“, „Funkeinstellungen“ findet. Dort kann man im ausgeschalteten Expertenmodus nicht viel anpassen:

Es lässt sich gerade mal das Funkmodul ein- oder ausschalten (falls man die Fritzbox beispielsweise als Ethernet-Router betreiben will), der Funkkanal kann umgestellt werden (das bietet sich vor allem an, wenn viele andere WLAN-Router in der näheren Umgebung denselben Kanal verwenden), der Name des Funknetzes (SSID) lässt sich hier ändern und Sie können den AVM-eigenen Konfigurationsdienst Stick & Surf“ (de-)aktivieren.

Mit der eingeschalteten Expertenansicht sieht das gleich ganz anders aus. In diesem Fall stehen weitere nützliche Funktionen zur Verfügung:

Diese WLAN-Einstellungen stehen im aktivierten Expertenmodus zur Verfügung„Für 300 MBit/s optimierte Funkkanäle nutzen“: Diese Funktion sollten Sie nur dann einschalten, wenn Sie sicherstellen können, dass Ihr gesamtes Drahtlosnetz den Draft-n-Modus unterstützt und damit sämtliche WLAN-Adapter 300 MBit/s beherrschen. Diese aktive Option erhöht zwar die Bandbreite des gesamten WLANs, kann aber auch zu unliebsamen Überraschungen führen.

„Funknetz-Modus“: Hier legen Sie die Kompatibilität Ihrer WLAN-Clients (sprich PCs und Notebooks) mit der Fritzbox fest. Kommen beispielsweise noch ältere WLAN-Adapter zum Einsatz, die nur den Wifi-Standard 802.11b unterstützen, dürfen Sie an der Standardeinstellung nichts ändern. Andernfalls können die 11b-Geräte nicht mehr auf die Fritzbox zugreifen.

Andererseits: Falls Sie nur mit 802.11g-basierten Rechnern arbeiten (und das ist derzeit die Mehrheit), können Sie den WLAN-Modus auf „802.11n+g“ umstellen. Das garantiert den bestmöglichen Datendurchsatz, der bei 11g-Komponenten auf 54 MBit/s festgelegt wurde.

„WLAN-Netzwerkgeräte dürfen miteinander kommunizieren“: In früheren Firmware-Versionen war diese Funktion auch schon mal abgeschaltet, was selbst bei uns schon für große Verwirrung sorgte. Dabei ist dieser Modus immens wichtig, falls Sie mit anderen WLAN-Clients Daten austauschen wollen (Stichwort: Datenfreigabe). Falls Sie dies aber – warum auch immer – ausschließen wollen, sollten Sie das Häkchen vor dieser Funktion entfernen.

„Sendeleistung automatisch auf den tatsächlichen Bedarf verringern“: Dies ist eine sehr praktische Funktion, vor allem in kleineren Wohnungen, wo die mögliche Reichweite der WLAN-Clients keine allzu große Rolle spielt. Setzen Sie vor diese Option einen Haken, und schon funkt die Fritzbox mit geringerer Leistung, was zwei Dinge zur Folge hat: Der WLAN-Router verbraucht weniger Strom und ist gleichzeitig nicht mehr in der gesamten Nachbarschaft zu sehen. Das wiederum reduziert ein ungewolltes Einwählen von Eindringlingen in Ihr Drahtlosnetz mit unlauteren Mitteln.

„WLAN-Übertragung für IPTV-Anwendungen optimieren“: Ebenfalls eine schicke Option, die sich an alle Internet-TV-Anhänger wendet. Damit werden sämtliche Videostreams, die aus dem Web via Fritzbox auf Ihrem PC oder Mac landen, bei der Bereitstellung der notwendigen Bandbreite bevorzugt behandelt. Dies soll eine möglichst ruckelfreie Videowiedergabe sicherstellen, selbst wenn Sie im selben Moment einen großen Download durchführen, E-Mails abrufen und via Internet telefonieren.

Übrigens: Nachdem Sie die Einstellungen angepasst und auf „Übernehmen“ geklickt haben, verschwindet die Fritzbox eine Zeitlang aus der Liste der vorhandenen WLAN-Router. Sobald die Veränderungen im WLAN-Router gespeichert wurden, steht er wieder zur Verfügung.

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