MIMO-Router von SMC endlich im Praxis-Test!

Mehrere Ankündigungen später ist es endlich soweit: wifi-info-de testet den neuen MIMO-Router Barricade MIMO Wireless Broadband Router von SMC, auch SMCWBR14-GM genannt.

Der erste MIMO-Router von SMC im PraxistestDabei handelt es sich um kein Draft-n-basiertes Gerät, bietet aber auf Basis der MIMO-Antennentechnik einen höheren Datendurchsatz als herkömmliche 802.11g-Komponenten ohne MIMO.

Voraussetzung für mehr Speed im Wireless LAN sind natürlich neben dem MIMO-Router auch passende, MIMO-kompatible WLAN-Adapter, die eine optimale Funkverbindung mit dem Access Point herstellen. Auch solche Komponenten hat SMC in Programm.

Was der SMC-Router außer MIMO sonst noch zu bieten hat, haben wir uns mal genauer angesehen.

Installation: WLAN-Router mit Strom versorgen und IP-Adresse ins Webinterface geklopft. Fragt sich nur, welche. Ein Quickstart-Guide für die schnelle Inbetriebnahme liegt dem Gerät zwar bei, das kleine Faltblatt lässt sich aber nicht über die IP-Adresse aus.

Wie gut, dass die Gateway-IP bei meinem Mac automatisch in den Netzwerkeinstellungen angezeigt wird. OK, 192.168.2.1 lautet der Schlüssel zum WLAN-Tor.
Halt, nicht ganz: Jetzt will die Routersoftware auch noch ein Kennwort. Das ist zwar löblich, aber auch das Kennwort ist weder auf der Routerunterseite noch im besagten Quickstartguide zu entdecken.

Dann wohl auf der CD im Handbuch-PDF. Deshalb schnell die CD-ROM in den Slotin-Schacht geschoben und nachgeguckt. Und tatsächlich, auf Seite 15 entdecke ich es: smcadmin. Na, ok, nicht so schwer. Hätte ich auch von selbst drauf kommen können.

Erster Eindruck: Das Startbild der Routersoftware ist sehr aufgeräumt: Lediglich zwei Icons mit den Bezeichnungen Setup Wizard und Advanced Setup sind dort zu sehen. Und eine lustige Animation, die vor sich hin blinkt.

Weniger lustig ist die Sprache der Bedieneroberfläche, nämlich Englisch. Nicht, dass ich Schwierigkeiten damit hätte, aber andere Anbieter kriegen das auch in Deutsch hin.

Erste Einstellungen mit Setup-Assistenten vornehmenSetup-Assistent: Nun gut, sehen wir uns den Setup-Assistenten an. Hier können Sie ganz rudimentär den WLAN-Router einrichten: Funkkanal und SSID ändern, Zeitzone einstellen (GMT+1, Baby!), Breitbandverbindung auswählen und die Zugangsdaten des ISPs eintragen.

Toll dabei ist, dass der SMC-Router sogar Kabelmodems und xDSL-Verbindungen mit fester IP-Adresse unterstützt. Im Normalfall wählt man PPPoE xDSL aus. Zumindest alle Arcor-, T-Com-, 1&1- und sonstige Kunden sollten das tun.

Hinter dem Advanced-Button auf der Hautpseite der Routersoftware geht’s aber erst richtig los. Hier können Sie den gesamten Router auf Ihre Bedürfnisse hin abstimmen.

Sicherheit: Dazu gehören vor allem die Sicherheitsmerkmale WPA2 mit PSK und AES, aber auch MAC-Filtering. Diese Funktion verbirgt sich gut versteckt hinter der Funktion „Firewall“.

Apropos: Warum die Firewall standardmäßig beim SMC-Router deaktiviert ist, bleibt wohl das Geheimnis von SMC. Damit gewährleistet der WLAN-Router erst mal keinerlei Schutz gegenüber Hackern.
Eine standardmäßig ausgeschaltete Firewall bringt gar nix

Toll sind dafür weitere Sicherheitseinstellungen wie Parental Control, mit der sich entweder voreingestellte Anwendungen wie Newsgroups oder frei definierbare Ports für einzelne IP-Adressen oder das gesamte Netzwerk sperren lassen.

Mit Parental Control lassen sich Anwendungen sperren

Aber auch spezielle Funktionen wie Virtual Server zur Portfreigabe für bestimmte Anwendungen wie FTP oder ICQ stehen mit dem SMC-Router zur Verfügung.

Noch mehr Stuff: Weitere Merkmale wie UPnP-Support und Save/Restore der Routereinstellungen und ein Firmware-Update direkt über die Routersoftware runden das positive Gesamtbild des Geräts ab.

Datentransferleistung: Die ermittelten Datentransferwerte ergaben keine Überraschungen: Qcheck spuckte durchschnittliche 15 MBit/s aus – selbst bei größeren Entfernungen über mehrere Zimmer hinweg. Und das in einem gemischten MIMO/nicht-MIMO-WLAN. Damit ist noch mehr Speed in reinen MIMO-Netzen garantiert.

Übrigens: Da der SMC-Router kein DSL-Modem eingebaut hat, müssen Sie ein separates Modem an einem der vier Ethernetports anschließen und die Internetzugangsdaten im Router eintragen.

Praxistipp: Die drei fest verbauten Antennen lassen sich sehr flexibel einstellen. Finden Sie mit einem Tool wie netStumbler die optimalen Positionen und damit die beste Signalstärke heraus.

KategorienAllgemein