Microsoft Surface – eine ganz neue Benutzeroberfläche

Microsft Surface im Einsatz (Foto: Microsoft)Endlich mal wieder etwas richtig cooles von Microsoft! Auf der vom Wallstreet Journal ausgerichteten Konferenz D: All Things Digital hat Microsoft ein neues Konzept für eine Benutzeroberfläche vorgestellt.

Sie heißt Microsoft-Surface (bis jetzt als „Milan“ bekannt) und verspricht eine vollkommen neue Art der Interaktion mit einem Computer. Genau genommen handelt es sich dabei sogar um eine vollkommen neue Art von PC, oder wie es die Ideengeber des Konzepts ursprünglich nannten, einen interaktiven Tisch. Und genau so sieht das vorgestellte Gerät auch aus.

Doch beim Tisch hört das Konzept nicht auf. Wie der Name Surface schon andeutet, kann es für alle möglichen Arten von „Oberflächen“ verwendet werden, also beispielsweise Schreibtisch, Couchtisch, Arbeitsplatte in einem Herstellungsbetrieb oder auch eine Wand.

Der Clou ist, dass die Oberfläche sowohl Bildschirm, als auch Benutzer-Interface ist. Es reagiert auf Gesten und kann Gegenstände anhand einer speziellen Kodierung erkennen.

MS-Surface Ansicht (Bild: Microsoft)Was tatsächlich zu sehen war, war ein Tisch, aber einer der es in sich hat. Nämlich einen 3-GHz-Vista-PC, fünf Infrarot-Sensoren und einen DLP-Projektor, der das Bild von unten gegen die Tischplatte-Projeziert. Über die Infrarotsensoren werden Berührungen der Tischplatte registriert.

Aber im Gegensatz zu einem herkömmlichen berührungsempfindlichen Bildschirm, erkennt Surface die Bewegungen mehrerer Finger. In der Tat ist Surface sogar dafür geeignet, dass mehrere Personen gleichzeitig damit arbeiten können. Als ob man mit fünf oder mehr Mäusen gleichzeitig an ein und dem selben PC hantieren würde.

Beeindruckend die Demos: Man kann mit den Händen Objekte hin und her schieben, schreiben, malen. Erkennt Surface beispielsweise über die Kodierung einen Pinsel, dann malt man im Grafikprogramm auch mit dem Pinsel-Werkzeug. Faszinierend ist, wenn zwei oder mehr Personen gemeinsam etwas tun. Beispielsweise ein Fotoalbum zusammenstellen oder spielen. Es geht einfach.

Die gute Nachricht ist, das Surface nicht einfach nur ein Konzept ist, sondern bald auch reales Produkt. Die schlechte Nachricht ist, dass der Preis bei bis zu 10.000 US-Dollar liegen wird und Anfangs gewerbliche Anwender beliefert werden. So unter anderem Harrah’s Entertainment aus Las Vegas (Ceasars Palace), T-Mobile US und die Hotelkette Starwood Hotels & Resorts Worldwide. In allen drei Fällen wird der Surface-Tisch für Informationsangebote genutzt.

MS-Surface Handyverkauf (Bild: Microsoft)Wohin die Reise in Zukunft gehen wird, hat Microsoft ebenfalls gezeigt.

So erkennt der „Tisch“ beispielsweise eine auf die Oberfläche gelegte Digitalkamera und beginnt mit dem Download der Fotos aus dem Kameraspeicher.

Oder, wie es T-Mobile USA realisieren wird: man legt im Telefonladen ein ausgestelltes Handy auf den Tisch und bekommt sämtliche Daten zu diesem Handy und ein Angebot angezeigt und kann sogar zwei Modelle vergleichen.

Nachtrag: Und, wer hat wieder das passende Videofilmchen dazu? Genau, der Robert…

Published by Michael Hülskötter

Ich bin Blogger, IT-Journalist, (Buch-)Autor, Videotrainer, Content Manager - und das alles in einer Person. Ich gehöre seit 1999 der schreibenden Zunft an, und es macht mir immer noch sehr viel Spaß. Lebe seit 1977 in München und habe drei wundervolle Kinder.

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