Powerpoint für das iPad in AktionDie Gerüchte geisterten schon länger durch die Gazetten, und letzte Woche war es dann soweit: Microsoft hat Office für das iPad in den iTunes Store gebracht.

Das passte mir ziemlich gut in den Kram, denn just an diesem Tag beauftragte mich ein Kunde damit, seine Kundenpräsentation komplett zu überarbeiten, die natürlich im Powerpoint-Format vorliegt. Da ich auf meinem Mac mit Apple Keynote arbeite, wollte ich mir die Originaldatei des Kunden erst mal auf dem iPad ansehen. Guter Plan, wie ich fand.

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Ich also flugs auf dem iPad in den App Store gehuscht, um nach Powerpoint für das iPad zu suchen, was sich als erste Hürde herausstellte. Denn so richtig sichtbar war die App zu dem Zeitpunkt noch gar nicht. Ich war mit meiner Suche aber doch noch erfolgreich, und habe die mobile Anwendung auf meinem Apple-Tablet installiert.

Nach der erfolgreichen Installation öffnete ich via Mail-Client direkt am iPad die Präsentation und war doch ziemlich überrascht von dem, was mich erwartete. Da musste ich meinem Ärger erst mal auf Facebook Luft machen, woraus sich eine schöne Diskussion mit interessanten Aspekten entspann.

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Denn wie mir Powerpoint für das iPad mitteilte, könne ich die Präsentation ansehen, nicht aber bearbeiten oder gar eine neue am Tablet erstellen. Wenn ich das wolle, müsse ich mir zunächst ein Abo der Marke Office 365 zulegen, und das kostet. Natürlich.

Jetzt ist es beileibe nicht so, dass mir die 99 Euro zuviel sind, die Microsoft für sein Office-All-Inklusive-Paket für Privatzwecke berappt, im Gegenteil. Denn für die knapp hundert Euro bekommt man pro Jahr fünf Lizenzen der aktuellen PC- und Mac-Office-Anwendungen sowie zusätzliche 20 Gigabyte OneDrive-Speicher. Das ist zwar alles schön, was mich aber daran geärgert hat, war die Intransparenz dieses App-Angebots.

Denn einerseits die mobilen Varianten von Word, Excel und Powerpoint zum kostenlosen Download anzubieten, dann aber andererseits ein kostenpflichtiges Abo damit zu verknüpfen, fand ich – gelinde gesagt – seltsam. Selbst wenn irgendwo in den Beschreibungen der Apps gestanden haben mag, dass sie ein Office-365-Abo benötigen.

Wie dem auch sei: Ich habe mir erst mal einen Probemonat von Office 365 besorgt, um die Kundenpräsentation direkt am iPad bearbeiten zu können. Und wie das geklappt hat, erfahrt ihr demnächst auf diesem Blog.


Michael Hülskötter

Ich bin Blogger, IT-Journalist, (Buch-)Autor, Videotrainer, Content Manager – und das alles in einer Person. Ich gehöre seit 1999 der schreibenden Zunft an, und es macht mir immer noch sehr viel Spaß. Lebe seit 1977 in München und habe drei wundervolle Kinder.