MeeGo ist tatsächlich das Beste von Moblin und Maemo


Nächste Woche findet in Berlin die droidcon 2010 statt, wo ich sowohl vom Barcamp als auch von der Tageskonferenz berichten werde. Die Akkreditierung ist erledigt, das Hotelzimmer gebucht, die Reiseverbindung auch – da kann ja nix mehr schief gehen.

Neben meiner noch relativ frischen Begeisterung für Googles Opensource-OS Android treibt mich auch das Sponsoring von Intel nach Berlin, die neben der Unterstützung auch einen der führenden MeeGo-Spezialisten aus Schweden in die Bundeshauptstadt schicken. Und klar, dass ich live vor Ort sowohl über Jonas Kollbergs Session als auch über die anderen Präsentationen berichten werde.

Jonas beschäftigt sich vor allem mit dem Betriebssystem-Zusammenschluss MeeGo, das das Beste aus zwei Welten in sich vereinen soll, nämlich Nokias Maemo und Intels Moblin. Wenn man sich die Featureliste von MeeGo mal ein wenig genauer ansieht, fällt recht schnell auf, dass dem auch so ist.

Das beginnt schon mit der Bedieneroberfläche, die sich doch sehr stark an Moblin orientiert. Aber auch die Middleware-Elemente deuten darauf hin:

  • Der Verbindungsmanager ConnMan war bereits unter Moblin implementiert, wird aber auch von Nokia seit Mitte letzten Jahres unterstützt.
  • Mit BlueZ setzen Nokia und Intel auf einen erprobten Bluetooth-Stack, dessen zugehöriges Projekt Anfang des Jahrtausends von Qualcomm ins Leben gerufen wurde. Auch BlueZ ist Teil von Moblin und Maemo.
  • Bei den Internet Services vertraut MeeGo unter anderem auf die Social-Media-API LibSocialWeb, mit der sich direkt auf Dienste wie flickr, last.fm und Twitter zugreifen lässt. Außerdem können die Daten innerhalb der MeeGo-Anwendung dargestellt werden.
  • Mit GeoClue lassen sich Location Based Services und Apps realisieren. Sowohl Maemo als auch Moblin setzen schon seit längerem auf dieses Opensource-Projekt zur Bestimmung von Positionen, Adressen und mehr. Beispiele hierfür sind MaemoStars, MaemoMapper und andere geo-basierte Anwendungen.
  • In Sachen 2D-Grafik unterstützt MeeGo das Opensource-Projekt Cairo, mit dem sich plattformunabhängig 2D-Elemente zeichnen, rendern und transformieren lassen. Auch Cairo ist schon seit längeren Teil von Maemo und Moblin.
  • Mit GStreamer kommt ein Multimedia-Framework zum Einsatz, das einerseits mit seinen vielfältigen Audio- und Video-Codecs glänzt und gleichzeitig Programmierern eine eigene Entwicklungsumgebung bietet, mit der sich recht einfach neue Multimedia-Plugins schreiben lassen.

Diese Liste ließe sich noch fortführen, aber dann kommt ja keiner mehr zu Jonas’ Vortrag während der droidcon-Konferenz. Also, schon mal im Kalender vormerken: Berlin, Donnerstag, 27. Mai 2010, 12:45, Jonas Kollberg, Open Source Mobile Platform Meego. Wir sehen uns!

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