Macken des iPhone 4: Glasdisplay, Funkschwäche und Co.

Gebrochenes Glas, gebrochenes Herz: so sieht gerade mein iPhone 4 aus
Gebrochenes Glas, gebrochenes Herz: so sieht gerade mein iPhone 4 aus

Also, eigentlich gehöre ich nicht zu den Apple-Bashern, die alles, was aus Cupertino kommt, per se Scheiße finden. Nein, im Gegenteil. Schließlich wurde ich 2004 zum Mac bekehrt. So war mein erster Apple-Rechner eines von diesen schönen Alu-Powerbooks, bei denen sogar die Tastatur aus Aluminium gefertigt war. Sehr schickes Teil. Das liegt immer noch in meinem Büro herum.

Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits stolzer Besitzer eines iPod der zweiten Generation. Aus heutiger Sicht ein echt hässliches Entlein, aus dem im Laufe der Zeit ein schöner Schwan wurde. Damals kam der iPod noch mit Firewire. Tja, nur was sollte ich jetzt damit anfangen. Apple hat ja die 1394-Schnittstelle sukzessive aus fast allen Rechnern entfernt.

Heute nenne ich ein Macbook Pro, ein Macbook Air, ein iPad der ersten Generation und ein iPhone 4 mein Eigen. Mit all diesen Gadgets bin ich meist sehr zufrieden, und der Wiederverkaufswert der Apple-Geräte lässt sicherlich jeden Nicht-Apple-User vor Neid erblassen.

Doch seit Sonntag bin ich sauer. Und zwar so richtig. Nicht nur, dass mein iPhone 4 im Vergleich zu anderen Smartphone wie dem Nokia C7 einen wirklich lausigen Funkempfang aufweist (ja, das Problem ist hinlänglich bekannt) und zudem der Akku nur von Fachleuten gewechselt werden kann. Nein, die Apple-Designer mussten ja das iPhone-4-Gehäuse auch noch unbedingt aus Glas anfertigen. Damit sieht das Smartphone zwar sehr schick aus, ist aber auch sehr empfindlich. Vor allem gegenüber Kälte und Stürzen.

Und genau das ist mir am besagten letzten Sonntag passiert. Ok, ich war ein wenig unachtsam, und habe das iPhone einen Augenblick lang aus den Augen verloren, so dass es zu Boden fiel. Und was dann passierte, brach mir fast das Herz, angesichts des zerbrochenen Displays. Und nicht nur an einer Stelle ist der Glasbildschirm entzweit, sondern gleich an mehreren (siehe Bild). Und das von einem einzigen, kleinen Sturz. Das kann doch nicht sein, oder?!

Einem lieben Kollegen ist das übrigens auch passiert, und was antwortete Apple auf seine Beschwerde hin: „Es handelt sich dabei um einen Bedienungsfehler, und daher könne Apple das iPhone 4 auf ihre Kosten weder austauschen noch reparieren.“ Unfassbar, oder?!

Ach ja: Die Reparatur des gebrochenen Display-Glases kostet 180 Euro. Mindestens. Danke, Apple…