M-Days-iPhone-App: Gut gedacht, nicht ganz so gut gemacht

Die iPhone-App zur Konferenzmesse mit Macken

Die iPhone-App zur Konferenzmesse "M-Days" mit Macken

So sitze ich also hier im ICE 728 auf meinen Weg nach Frankfurt am Main, der M-Days 2012 wegen. Und was macht so ein Technik-Geek wie ich um diese Uhrzeit? Genau, er verfasst seinen ersten iPhone-App-Test des Tages. Und die handelt von der Konferenz-App höchstpersönlich, die ich an den nächsten Tagen gerne und sinnvoll eingesetzt hätte. Leider bleibt es wohl beim Teil-Konjunktiv. Warum aber nur?

Nun, die Gründe hierfür sind mannigfaltig, da die Konferenz-App mit Namen „M-Days Navigator“ nicht den Anforderungen genügt, die man an solch eine mobile Anwendung stellt. Die Schwachpunkte sehen wie folgt aus:

  • Die Funktion „Geländeplan“ erlaubt den grafischen Zugriff auf den kompletten Ausstellerplan.Theoretisch. Praktisch sind erstens nicht alle Ausstellerinfos verlinkt, und zum zweiten sind die vorhandenen Informationen pro ausstellender Firma derart dürftig, dass nicht  mal der Kompetenzbereich des Unternehmens vermerkt ist. Zu Recherchezwecken ist das leider nicht ausreichend.
  • Mithilfe der App-Funktion „Aussteller“ kann man nach den vertretenen Unternehmen suchen, und zwar anhand der Kategorien „Firma“ und „Produkte“. Schön. Weniger schön ist allerdings die Tatsache, dass „Produkte“ keinerlei Einträge aufweist. Sollten Nokia und Co. etwa ohne Lumia & Co.nach Frankfurt gereist sein?!
  • Was sich hinter „Buddys“ verbirgt, kann ich nur erahnen, da sich diese Funktion nicht wirklich nutzen lässt. Meine Vermutung: „Buddys“ ist so etwas wie Foursquare, speziell für die M-Days konzipiert. Allerdings lassen sich keinerlei Kontakt importieren (zum Beispiel über das iPhone-eigene Adressbuch), so dass eine Kontaktaufnahme mit anderen M-Days-Besuchern (sofern das die Idee hinter „Buddyfinder“ ist) nicht zustande kommen kann. Und wirklich nutzen scheint die App-Funktion bisher auch kaum jemand. Na ja, vor Ort werde ich das nochmals überprüfen.
  • Der Eintrag „Events“ führt den App-Anwender zu den zwei Kongresssträngen, zum Vortrags- und zum Messestrang. Abgesehen davon, dass der Messebereich seit dem 24. Januar nicht mehr kostenlos ist, sondern an der Tageskasse mit 20 Euro zu Buche schlägt, sind die Inhalte, die der Funktion hinterlegt sind (also die Detailinfos zum jeweiligen Vortrag) leider nicht an die Bildschirmgröße des iPhone angepasst, so dass ein manuelles Hinein-Zoomen notwendig ist; außerdem ist eine Rotation ins Querformat nicht möglich! Schade. Aber: interessante Sessions lassen sich als Favorit markieren und direkt in den Kalender kopieren.

Und was es mit der Funktion „Scanner“ auf sich hat, werde ich wohl auch erst auf der Veranstaltung erfahren. Hoffentlich.

Fazit: Gut gedacht, leider nicht so gut gemacht, die M-Days-iPhone-App der Messe Frankfurt. Da beschleicht mich ein wenig das Gefühl, dass unbedingt eine mobile Anwendung entstehen sollte, die aber leider nicht zu Ende gedacht wurde. Aber sehen wir es mal positiv: da ist noch ganz viel Raum für Verbesserungen…

Ach ja, noch ein Tipp an die Macher der App: Mal bei Ivo Wessel nachfragen, wie er so seine Apps konzipiert.

Published by Michael Hülskötter

Ich bin Blogger, IT-Journalist, (Buch-)Autor, Videotrainer, Content Manager - und das alles in einer Person. Ich gehöre seit 1999 der schreibenden Zunft an, und es macht mir immer noch sehr viel Spaß. Lebe seit 1977 in München und habe drei wundervolle Kinder.

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