Disclaimer: Dieser Blogbeitrag ist im Auftrag von und in Zusammenarbeit mit Kony, Inc. entstanden.

Erst kürzlich hat die US-Firma Kony das große Update seiner Mobile Backend Plattform MobileFabric mit der Versionsnummer 6.5 bekannt gegeben. Da es sich dabei um ein sehr umfangreiches Software-Update mit zahlreichen neuen und verbesserten Features handelt, bin ich der Sache auf den Grund gegangen und habe diverse Fragen an Kony übermittelt. Tja, und die ausführlichen Antworten von Burley Kawasaki, seines Zeichen Senior Vice President of Product Strategy bei Kony liegen jetzt vor, die ich meinen Lesern natürlich nicht vorenthalten will. Also: los geht’s!

IT-techBlog: Worin bestehen die Hauptunterschiede von MobileFabric 6.5 im Vergleich zur Vorgängerversion?

Burley Kawasaki: Es gibt zahlreiche neue Features, die alle aufzuzählen aber wohl den Rahmen solch eines Blogposts sprengen würden. Die wichtigsten sehen wie folgt aus:

Da ist zum einen das verbesserte API-Management zu nennen, das durch eine übersichtlichere Bedieneroberfläche besticht, neue Ansichten und mehr Sicherheit bei der Verwaltung von APIs bietet, das jetzt auch RDBMS-Adapter unterstützt und verbesserte Dev Ops bereit stellt.

Darüber wurde der Bereich der Echtzeit-Analyse deutlich erweitert, indem sich neben den vorhandenen Standard-Berichten auch eigene Metriken und Reports erstellen lassen. Dazu gehört auch das genaue Ermitteln von Kundenbewegungen auf dem App-Server und wie sich die mobilen Anwendungen in der praktischen Anwendung verhalten (Stichwort: Crash- und Performance-Management).

Aber auch die Bereitstellung von Apps auf dem eigenen Server oder innerhalb einer Cloud-Umgebung wurde deutlich verbessert und erweitert. So unterstützt MobileFabric 6.5 ab sofort RedHat Linux, Windows Server, Apache Tomcat-Server und Oracle WebLogic Server. Sehr bald wird auch IBM WebSphere dazu kommen. Darüber hinaus bieten wir ein Public-Cloud-Modell für Nord- und Südamerika, Europa, Japan, Singapur und Australien an.

Erwähnenswert sind aber auch die Verbesserungen in Sachen Backend-Services. Dazu zählen unter anderem neue Authentifizierungsprozesse, neue Synchronisationsoptionen (IBM DB2, etc.), neue Nachrichtendienste inkl. einer Apple Watch-App, etc.

IT-techBlog: Welche neue Features von MobileFabric 6.5 sind besonders bemerkenswert?

Kawasaki: Wir glauben natürlich, dass alle Features von MobileFabric bemerkenswert sind. Besonders hervorheben möchte ich allerdings das bereits aufgeführte API-Management, die Echtzeit-Analyse-Möglichkeiten und das Mobile App Management (MAM) von MobileFabric 6.5. Diese technischen Merkmale findet man derzeit in sonst keinem anderen MBaaS-Tool, worauf wir sehr stolz sind.

Kony Mobile App Management (MAM)

IT-techBlog: Wie können Software-Entwickler ihre bevorzugten Programmierumgebungen und -tools in Verbindung mit MobileFabric 6.5 nutzen?

Kawasaki: Mithilfe der vorbereiteten Software Development Kits (SDK) und offenen REST-APIs helfen wir Programmierern und Software-Entwicklern, ihre bevorzugten Tools wie das iOS- und Android-SDK, die aktuelle Windows-Entwicklungsumgebung, HTML5, JavaScript und PhoneGap wie gewohnt zu nutzen und einzusetzen.

IT-techBlog: Wie helfen Sie Ihren Kunden, mithilfe von MobileFabric 6.5 Entwicklungskosten zu reduzieren bzw. möglichst gering zu halten?

Kawasaki: Hierbei helfen wir unseren Kunden auf Basis zahlreicher Features, von denen ich bereits einige genannt habe. Das betrifft vor allem das integrierte API- und App-Management und die Echtzeit-Analyse-Fähigkeiten von MobileFabric 6.5. Das alles eliminiert nämlich die Notwendigkeit, für diese Aufgaben zusätzliche Software kaufen zu müssen. Aber auch die vereinfachte Wiederverwendung bestimmter APIs und der Einsatz von Cloud- und On-Premise-Lösungen können Entwicklungskosten reduzieren.

IT-techBlog: MobileFabric 6.5 bietet laut Pressemeldung rund 90 Adapter/Schnittstellen, die von Anfang an in die Kony MBaaS-Plattform integriert sind. Können Sie hierzu ein paar bekannte Beispiele nennen?

Kawasaki: Oh ja, diese neuen Schnittstellen zu bekannten Anwendungen wird die Integration neuer Apps erheblich erleichtern. Zu den bekanntesten „Adaptern“ zählen Verbindungen zu Oracle CRM/EBS, PeopleSoft, NetSuite, Siebel, SugarCRM, Zendesk, Yammer, DropBox, PayPal, MongoDB, Cassandra Hadoop (HDFS) Splunk und viele mehr.

IT-techBlog: Wie gewähren Sie Ihren Kunden tiefe Einblicke in deren mobile Applikationen, damit diese auch genau wissen, was dort im Detail passiert?

Kawasaki: Kony MobileFabric Analytics umfasst zahlreiche Funktionen und Möglichkeiten, mit denen sich genau analysieren lässt, wie Anwender eine mobile Anwendung nutzen und wie sich diese verhält. Mithilfe der zur Verfügung stehenden SDKs ist die App in der Lage, 25 Anwender- und 15 Server-seitige Messgrößen zu erfassen und auszuwerten, was sich anhand der insgesamt 17 vorhandenen Berichte visualisieren lässt. Darüber hinaus können unsere Kunden ihre eigenen Metriken sammeln und aufbereiten, was noch bessere Einsichten in die mobile Anwendung gewährt.

Kony MobileFabric Analytics

Aber auch die Ereignis-APIs sind sehr hilfreich. Damit können bestimmte Nutzerinteraktionen wie das Ausführen von Touch- und Gesten-Befehlen analysiert werden, was zusätzliche Erkenntnisse in die Bedienung der App gewährt. Aber auch das Definieren von ganz bestimmten Ereignissen im Kontext einer bestimmten Business-Anwendung sind möglich, um den Einsatz der mobilen App noch besser zu verstehen und besser voraussagen zu können.

 


Michael Hülskötter

Ich bin Blogger, IT-Journalist, (Buch-)Autor, Videotrainer, Content Manager – und das alles in einer Person. Ich gehöre seit 1999 der schreibenden Zunft an, und es macht mir immer noch sehr viel Spaß. Lebe seit 1977 in München und habe drei wundervolle Kinder.