Notebook-Kaufberatung: die Schnittstellen

Nach einer zeitlich bedingten Verschnaufpause geht’s heute endlich weiter mit unserer großen Kaufberatung Notebooks. Im Fokus stehen heute die Schnittstellen, die sich an einem Laptop befinden (können). Erfahren Sie bei uns, wofür diese gut sind und welche dieser Anschlüsse auf jeden Fall vorhanden sein sollten.

Via Bluetooth lassen sich z.B. externe Mäuse mit dem Notebook verbinden (Bild: Kensington)Via Bluetooth lassen sich Handys, Mäuse, Smartphones und andere Geräte mit dem Notebook drahtlos verbinden. Mit Bluetooth lassen sich bis zu 10 Meter überbrücken, in der Praxis sind es lediglich zwei bis drei Meter. Dafür bietet die nächste Version 2.0 bis zu 100 Meter. Der Vorteil von Bluetooth ist die meist problemlose und schnelle Vernetzung zweier Geräte. Aber: Nicht jedes Notebook unterstützt standardmäßig Bluetooth. Allerdings gibt es spezielle Adapter, mit denen Sie den Laptop via USB-Port bluetooth-tauglich machen können.

Mit Hilfe von Kartenlesegeräten (engl. Cardreader) lassen sich digitale Inhalte direkt von der Speicherkarte auf das Notebook übertragen. Meist werden vier Kartentypen unterstützt: Memory Stick/Pro, Secure Digital (SD), Multimedia Card (MMC) und xD-Picture Card. Kartenlesegeräte sind eine praktische Anbindung an das Notebook für Digitalfotografen und Benutzer von Smartphones und Navigationssystemen.

Über das Digital Visual Interface (DVI) gelangt ein Bildsignal verlustfrei, da rein digital, zu einem externen Flachbildschirm, der einen DVI-Eingang aufweist. Es lassen sich aber auch DVI-kompatible Videobeamer an diesem Port anschließen.

Die aktuellen Drahtlos-Standards nennen sich 802.11a und 802.11g, der Wifi-Standard der Zukunft heißt 802.11n. In den brandneuen Notebooks mit Intel Centrino Prozessortechnologie ist 802.11n bereits oft integriert.

Via Ethernet-Port lassen sich Laptops mit dem lokalen Firmennetzwerk verkabeln. Derzeit liefert der schnellste Ethernet-Standard 10 GBit, es werden aber hauptsächlich 100-MBit- oder 1-GBit-Ports in Notebooks integriert. An der Ethernet-Schnittstelle lässt sich auch ein DSL-Modem anschließen.

Die Express Card ist die Nachfolge-Schnittstelle der PC-Card, die sich seitlich am Notebook befindet und mit deren Hilfe das Notebook um weitere Komponenten wie UMTS-Karten oder DVB-T-Empfänger erweitert werden kann.

Camcorder und Co. lassen sich via Firewire mit dem Laptoip verbinden (Bild: JVC)Via Firewire gelangen hauptsächlich die digitalen Camcorder-Daten ruckzuck auf dem Notebook. Aber auch iPods der ersten und zweiten Generation lassen sich via Firewire mit dem Mobilrechner verbinden. Der aktuelle Standard IEEE 1394b sieht Datenraten von maximal 800 MBit/s vor. Und mit einem bisschen Know-how lassen sich sogar Firewire-basierte Netzwerkverbindungen zwischen zwei Notebooks herstellen. Andere Bezeichnungen für Firewire lauten IEEE 1394 (der Standard) und iLink (Sony-eigener Begriff).

Von dem High Definition Multimedia Interface (HDMI) wird nicht nur schon bald die DVI-Schnittstelle abgelöst, sondern auch das Zeitalter der volldigitalen, kopiergeschützten Datenübertragung von Audio- und Video-Inhalten eingeläutet. So nutzen beispielsweise HDTV-taugliche LCD-Fernseher den HDMI-Port, um Hollywood-Filme samt Kopierschutz zu empfangen und darzustellen. Das dazu gehörige Verschlüsselungsverfahren nennt sich HDCP, was High-Bandwidth Digital Content Protection bedeutet.

PCI-Express stellt die Verbindung zwischen Peripheriegeräten wie der Festplatte oder Grafikkarte und dem Prozessor-Chipsatz her. PCIe ist der legitime Nachfolger von PCI und AGP und bietet deutlich höhere Datenraten, nämlich bis zu 250 MByte/s pro Lane. Daraus ergibt sich beispielsweise für Grafikkarten mit 16 Lanes (Bezeichnung: x16) eine theoretische Transferrate von 4 GByte/s.

Fernseher und Laptop können Sie via HDMI, DVI oder S-VHS miteinander verbinden (Bild: Loewe)Ein immer noch sehr beliebtes Hobby vieler Anwender ist das Verbinden des Notebooks mit dem Fernseher und der Hifi-Anlage, um so „Fluch der Karibik“ in bester Bild- und Tonqualität konsumieren zu können. Falls Sie auch der Spezies „Heimkinofan“ angehören, sollte sich am Notebook ein S-VHS- und/oder HDMI-Anschluss befinden. Und falls Ihr Hifi-Verstärker einen Dolby-Digital-Dekoder aufweist, ist ein optischer Audio-Ausgang des Laptops eine lohnenswerte Sache.

Immer mehr Hersteller wie Acer, Asus oder Fujitsu Siemens Computers springen auf den mobilen Internetzug auf und spendieren ihren Notebooks eine integrierte UMTS-Schnittstelle für die funkbasierte Einwahl ins Internet oder Firmennetzwerk. Und zwar ganz unabhängig davon, ob sich gerade ein Wifi-Hotspot in der Nähe befindet. Auf der Provider-Seite trieben vor allem T-Mobile und Vodafone die Verbreitung von UMTS voran.

Der Universal Serial Bus (USB) ist die Mutter aller Schnittstellen. An diesem Universal-Port können Sie Drucker, Scanner, Digitalkamera, Maus, Gamepad, USB-Stick, MP3-Player und vieles mehr anschließen. Die aktuelle USB-Version 2.0 kommt theoretisch auf 480 MBit/s, was in der Praxis mit guten USB-Komponenten und -Treibern nahezu erreicht werden kann. Das Notebook Ihrer Wahl sollte über mindestens zwei USB-Ports verfügen, die für eine bessere Erreichbarkeit an der Querseite des Laptops sitzen sollten.

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Michael Hülskötter

http://www.mhuelskoetter.de

Ich bin Blogger, IT-Journalist, (Buch-)Autor, Videotrainer, Content Manager - und das alles in einer Person. Ich gehöre seit 1999 der schreibenden Zunft an, und es macht mir immer noch sehr viel Spaß. Lebe seit 1977 in München und habe drei wundervolle Kinder.

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