iSlate: Mediale Tagträume oder Apple-Wahrheiten?


Der geschätzte Kollege Kirchberg hat auf seinem Blog der HAZ (Hannoversche Allgemeine Zeitung) gerade einen der zahlreichen Artikel rund um den 27. Januar 2010 veröffentlicht. Was an diesem Tag passieren soll? Nun, für alle, die bis dato daran vorbei gehört oder gelesen haben: Apple hat für diesen Tag das Yerba Buena Center zu San Francisco gebucht und auserwählte Journalisten und Blogger zu ihrem Event eingeladen. Vorgestellt werden soll – wenn es nach Dutzenden von Quellen geht – das lang ersehnte Tablet-Dingens, das auch schon einen Namen trägt: iSlate.

Die neueste Apple-Kreation soll im superflachen Netbookformat ohne Tastatur (und dafür mit Touchscreen) daher kommen, zwischen 800 und 1.000 Dollar kosten und eine ganze Branche vor dem sicheren Untergang bewahren: die Medien. Denn in Zeiten des viel diskutierten Thema Paid Content scheint ein Gerät wie das Apple-Tablet eine Art Heilsbringer zu sein – wenn man das Erfolgsmodell Apple iTunes Store als Grundlage heranzieht. Dort gingen nämlich alleine iPhone- und iPod touch-Apps im Wert von rund 2,9 Milliarden Euro über den virtuellen Ladentisch – und zwar im Jahr 2009. Diese Erfolgsmeldungen machen Verlage wie HarperCollins und Condé Nast derart nervös, dass sie schon vor dem Produktlaunch iSlate-taugliche, kostenpflichtige Inhalte ankündigen.

Kein Wunder also, dass Analysten, Medienhäuser, Apple-Fans und viele andere Menschen auf diesem Erdball die Ankunft des iSlate gerade zu herbei sehnen und schön reden, was gewaltig an den iPhone-Hype des Jahres 2007 erinnert. Hoffentlich werden wir alle nicht zu sehr enttäuscht sein, wenn es ganz anders kommt!

Programmhinweis: Ich werde hier auf diesem Blog am 27. Januar ab 18:45 Uhr alles Wissenswerte rund um das Apple-Event berichten. Auf dass die iSlate-Prophezeiung wahr werde…


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