Es ist noch keine 48 Stunden her, da hat Steve Jobs in San Francisco die neuen iPods vorgestellt. Wir kommen gerade vom Münchner Pendant-Event zurück, und dort gab es noch einiges mehr zu bestaunen, was in der Dienstag-Abend-Hektik ein wenig untergegangen ist:
>> Die Genius-Technik befindet sich jetzt auch auf allen iPods, außer auf dem kleinen shuffle, natürlich. A propos shuffle: Apple nennt es “neue Farben”, wir nennen es “angepasst”, denn das Grün ist ein wenig leuchtender, das Blau schimmert weniger Türkis und der violette iPod shuffle erstrahlt jetzt in Pink. Nur beim silberfarbenen und roten Apple-Player hat sich nicht wirklich etwas getan.
>> Mit dieser integrierten Genius-Funktion lassen sich On-the-Go Wiedergabelisten automatisch erstellen und speichern, die sich stimmungs- und musikstil-mäßig auf das gerade laufende Musikstück beziehen. Um Genius zu aktivieren, muss man beim iPod classic und nano mit dem Finger kurz auf dem Mittelknopf verweilen, und schont erscheint die Funktion am Display. Beim iPod touch reicht eine Fingerberührung während der Wiedergabe, und schon taucht das Genius-Symbol auf, dass sich einfach antippen lässt.
>> Die Skip-Funktion per Schütteln des iPod nano ist sehr witzig. Auf einmal befanden sich viele Menschen im Raum, die unbedingt den Apple-Player schütteln mussten. Allerdings erfordert dies ein wenig Übung. Zudem lässt sich der Schüttelmechanismus nicht abstellen, was aber laut Apple kein Problem darstellt, da die Sensorik so intelligent sei, dass sie erkennt, ob es sich um ein gewolltes “Shaken” handelt oder eine ungewollte Erschütterung beim Joggen. Man wird sehen.
>> Vor allem die neuen In-Ear-Ohrhörer, die es zu den neuen iPods für schlappe 79 Euro zu kaufen gibt, haben es in sich. Der Klang ist wirklich sehr gut, und die Silikon-Ohrstöpseln fühlen sich äußerst komfortabel an. Zudem sind eine Fernbedienung und ein Mikro in das Kabel integriert. Damit kann man dann die neue Diktierfunktion nutzen, die Apple seinen Playern spendiert hat. Bleibt nur zu hoffen, dass die iPhone-OS 2.1 mit derselben Voice-Memo-Funktion ausgestattet ist.
Die Remote Control machte allerdings auf den ersten Blick einen etwas hakeligen Eindruck: Die Lautstärkeregelung wollte partout nicht so, wie wir wollten. Außerdem basieren die Apple-Ohrstöpsel mal wieder auf einer proprietären Steckerlösung, sodass man diese nur in Verbindung mit dem iPod nano 4Gen, iPod touch 2Gen und iPod classic 120 GB nutzen kann. iPhone-(3G)-Anwender gehen also leer aus. Apple scheint nicht aus allen Fehlern der Vergangenheit zu lernen. Und schade, dass man zumindest die Ohrstöpsel ohne In-Ear nicht gleich zum iPod dazu bekommt. Da werden dann noch 29 Euro extra fällig.
>> Ansonsten sind vor allem die neuen iPod nano sehr schick und sehr formschön. Da kann man schon auf die vielen Design-Preise gespannt sein, die Apple mit dem kleinen Player in Zukunft abräumt. Und die Sensorentechnik fürs Kippen des Bildschirminhalts und Cover Flow sind natürlich auch ganz nett.
Ach ja: Ich habe auf einem der Demogeräte (iPod touch) ein Fußball-Spiel entdeckt! Das muss ich unbedingt haben! Jetzt!
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