iPhone, iPad und Co. mit Sonnenlicht unterwegs laden

Wenn ich mir eine Tasche kaufe (und das kommt ab und an schon mal vor; manche Leute bezeichnen mich sogar als Taschenfreak!), kommt es mir neben der Funktionalität vor allem auf das Design an. Daher gehe ich beispielsweise gerne in Crumpler-Läden – oder auf deren Webseite.

Letzte Woche erreichte mich allerdings ein Verwahrungsutensil, das nicht schön aussieht, dafür aber schön praktisch ist. Denn die Neuber Energy Sun-BAG wartet mit einem Feature auf, dass andere Taschen nicht zu bieten haben: An der Vorderseite prangt groß und fett eine Reihe aus Solarzellen, die dem geplagten iPhone-und iPad-Vielreisenden endlich das lästige, permanente Nachladen seines Lieblingsgadgets erleichtern soll.

Die Idee ist ganz simpel: Anstatt jedes Mal eine Steckdose suchen zu müssen, wenn der Batterieladebalken des iPhone (oder iPad) mal wieder die Farbe wechselt (sprich weniger als 20 Prozent Ladung übrig bleibt), hängt man das Apple-Fon an den Akkumulator, der sich in der Neuberschen Tasche befindet, der seinerseits mittels der Solarzellen immer wieder geladen wird. Das müsste dank der großen Solarzellenfläche sogar an wolkenverhangenen Tagen funktionieren, solange nur etwas Licht darauf scheint. Ich werde darüber berichten…

Allerdings sollte man den zur Tasche gehörenden Akku erst mal vollständig aufladen, was laut Beiblatt rund acht Stunden dauert. Bei meinem Test war die Batterie schon halbvoll, sodass ich gleich mal den Test vornehmen konnte. Ach ja: Für das Laden des Akkus liegt ein Kabel bei, aber leider kein Stromadapter für die Steckdose. Es funktioniert allerdings der Ladestecker des iPhone in Verbindung mit dem Ladekabel von Neuber. Schade ist das Fehlen eines solchen Adapters angesichts des Preises von 150 Euro für die Tasche aber schon.

Nachdem der Taschenakku geladen ist, kann man sich (mit etwas Geschick) an die Verkabelung des Gesamtsystems „Solartasche“ machen. Dazu wird das Solarzellenkabel, das aus der Vorderseite der Tasche ragt, mit dem „Input“-Port der Batterie verbunden und das beiliegende USB-Kabel – um den Connectoradapter erweitert – am Output-USB-Port des Taschenakkus angeschlossen. Dann kann man beispielsweise das iPhone in die zugehörige Innentasche schieben (wenn auch kopfüber) und die Ladebatterie samt Kabel verschwindet in der Reißverschlusstasche im Inneren der Solartragetasche. Das hätte man bestimmt eleganter lösen können, mit etwas Fummelarbeit geht’s aber auch so. In der Praxis wird sich zeigen, ob das insgesamt durchdacht ist…

Fazit: Die Solartasche der Neuber GmbH & Co. KG ist eine prima Idee, wie man auch ohne Steckdose permanent Strom für seine Lieblingsgadgets hat – entsprechend Sonne vorausgesetzt. Und mein iPad kann ich mit der Solartasche auch laden – schade, dass die zugehörige Batterie nur einen Stromausgang hat – sonst könnte man glatt iPhone und iPad gleichzeitig mit Strom befüllen. Und ja, weitere Adapter (Mini-USB. Sony-Ericsson-Adapter, etc.) liegen der Tasche auch noch bei. Denn Neuber hat nicht nur die Apple-Fanboys und-girls im Sinn…