iPhone-Apps auf Netbooks portieren, Teil 3


Gestern habe ich am Ende des zweiten Teils meiner iPhone2Netbook-Miniserie angekündigt, die möglichen Wege genauer zu betrachten, die man beim Portieren von iPhone-Apps auf Windows-Anwendungen für Netbooks gehen sollte. Here you go!

Szenario I

Ausgangslage: Die iPhone-App ist sehr UI-lastig und basiert vorzugsweise auf Diensten.

Portierungsempfehlung: Die Windows-Anwendung sollte in C# oder Managed C++ umgeschrieben werden und auf Windows Presentation Foundation (WPF) basieren, dem Grafik-Framework von .NET, das die Auszeichnungssprache XAML  unterstützt.

Szenario II

Ausgangslage: Die iPhone-App wurde hauptsächlich in C++ programmiert und setzt auf ein Objective-C-UI.

Portierungsempfehlung: Der C++-Code sollte in Managed-C++-Code “eingepackt” (gewrapped) werden. Diese C++-Anwendung kann unter .NET samt WPF gestartet werden.

Szenario III

Ausgangslage: Ein ausgeprägter Objective-C-Anteil, der von der Bedieneroberfläche und den Diensten entkoppelt ist, die allerdings auch in Objective-C vorliegen.

Portierungsempfehlung: Der Quellcode sollte in einen Managed-C++- oder C#-Code überführt werden.  Diese “neu” geschaffene App kann dann auf der Zielplattform als C#-Anwendung unter .NET und WPF ausgeführt werden.

Szenario IV

Ausgangslage: Ein Objective-C-basiertes Spiel, das mithilfe von CoreGraphics auf einem selbst entwickelten UI basiert.

Portierungsempfehlung: Das Spiel sollte nach C++ portiert werden, das Grafik-UI zudem mit entsprechenden DirectDraw-Befehlen versehen werden.

Szenario V

Ausgangslage: Ein Objective-C-Spiel, dessen selbst entwickeltes UI auf OpenGL basiert.

Portierungsempfehlung: Die Grafik-Engine des Spiels kann übernommen werden, die Spiel-Algorithmen selbst sollten mithilfe eines geeigneten Wrappers in C++ überführt werden.

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  1. #1 von jweller am 22. Juni 2010 - 14:58

    Hi,

    habe gerade über google deinen Blogbeitrag durch Zufall gefunden. Für die Portierung solcher Anwendungen würde ich Qt empfehlen, da Qt recht interessant aufgestellt ist:

    Es läuft auf verschiedenen mobilen Betriebssystem, Symbian und MeeGo/Maemo sind offiziell, aber es gibt auch ports für z.b. WebOS und Android.

    Auch bei Netbooks hat Qt die Nase vorne, es läuft hier auf Windows und Linux, selbst eine Portierung auf MacOS wäre möglich, aber wohl bei schon fertiger IPhone App sinnfrei.

    Ein weiterer Vorteil von Qt ist, das alle Oberflächen mit CSS erstellt werden können, so lässt sich die UI aufpeppen, und eine weitere Portierung auf Webplattformen vorbereiten.

    Qt ist hier für mich klar besser als C#/.net und Managed C++.

    mfg
    Jens

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