iPhone-Apps auf Netbooks portieren, Teil 2


Wie ich es gestern angekündigt habe, folgt heute der zweite Teil meiner iPhone2Netbook-Miniserie, da ich persönlich das Thema ziemlich “heiß” finde – so wie einige Tausend iPhone- und -iPad-Entwickler da draußen möglicherweise auch. Daher folgt heute nach der gestrigen allgemeineren Betrachtung des Themas die erste detailliertere Beschreibung, was beim Portieren von iPhone-Apps auf Netbooks berücksichtigt werden sollte.

Unterschiedliche Bedieneroberflächen: Klar, die Unterschiede zwischen iPhone und Netbook sind gravierend. Das beginnt bei der Displaygröße (3,5 versus 10-11 Zoll) und endet beim immer noch höchst unterschiedlichen Bedienkonzept (Touchscreen/Sensoren versus Trackpad/Tastatur). Aber: wenn man sich als iPhone-Entwickler dazu entschlossen hat, eine angepasste iPad-Version der App anzubieten, ist die Portierung aufs Netbook unter dem Aspekt “Formfaktor” eher ein Klacks.

Unterschiedliche Entwicklerumgebungen: In der Apple-Welt nennt sich die Entwicklersuite Xcode, Windows-Programmierer arbeiten meist mit Visual Studio. Der größte Unterschied ist ein eher monetärer: so ist Xcode “for free”, Visual Studio in den Pro-Versionen hingegen kostet eine schöne Stange Geld. Zwar gibt es mit Visual Studio Express eine kostenlose Variante der Microsoft-Entwicklersuite, aber die Einschränkungen rechtfertigen die Kostenersparnisse kaum. Allerding sorgen Add-ons wie Resharper dafür, dass aus Express ein ziemlich vernünftiges Tool wird.

Unterschiedliche Frameworks: iPhone-Entwickler bewegen sich im Cocoa-Touch-Framework, ihre Windows-Kollegen bewegen sich im managed- oder unmanged-Universum. Das macht sich vor allem in Sachen Programmiersprachen bemerkbar: So sind Apple-Entwickler auf Objective-C beschränkt, Windows-Programmierer hingegen können auf eine viel größere Auswahl zurückgreifen wie C/C++, C# und andere Sprachen. Das birgt allerdings auch einen Haken: Da sich derzeit nur C/C++-basierte Apps per Windows-SDK in den Intel AppUp Center einstellen lassen, bleiben C#-Anwendungen außen vor. Allerdings gibt es spezielle Wrapper, mit deren Hilfe beispielsweise aus Managed Code AppUp-kompatible Anwendungen werden. Und morgen werde ich mir die möglichen Wege ansehen, die man beim Portieren einschlagen kann, je nach iPhone-Anwendung.


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