iPhone-App-Test: Fußballspiel Real Football 2009


Gestern hat mein Sohn Felix zum erstem Mal mit meiner allerersten Kauf-iPhone-App Real Football 2009 gespielt. Und seine Begeisterung ob des Fußball-Simulationsspiels hat mich dazu veranlasst, ein kurzen Test zu publizieren.

Real Football 2009 kostet acht Euro, und die sind sicherlich gut angelegt. Das Spiel bietet eine ordentliche Grafik und eine leicht gewöhnungsbedürftige, aber angesichts des Touchscreens sinnvolle Steuerung.

Am besten lässt sich Real Football in den Händen liegend spielen: die linke steuert den jeweiligen Spieler, die rechte kümmert sich um die Flanken, Schüsse und Grätschen. A propos: Allzu heftig sollte man beim Versuch, den Ball zu erobern, nicht einsteigen. Andernfalls zeigt sich der Schiri von seiner humorlosen Seite und zückt die rote Karte.

Real Football 2009 bietet diverse Spielmodi: im Trainingsmodus macht man sich zunächst mit der Steuerung vertraut, anschließend kann man im Freundschaftsspiel schon mal ein wenig Stadionatmosphäre schnuppern. Hierbei kommen auch diverse Fan-Gesänge zum Einsatz, die zwar ganz authentisch klingen, aber doch sehr monoton sind, da kaum eine Variation stattfindet.

A propos authentisch: Angesichts des Preises von acht Euro wundert es nicht, dass Gameloft keine Fifa- oder Uefa-Lizenz für das Spiel erworben hat. Zwar weist beispielsweise die 1. Bundesliga die richtigen Vereinsnamen auf, aber die Vereinslogos sind allesamt verfremdet. Das gilt übrigens auch für die Spielernamen: Klose heißt Close, Philipp Lahm hört auf Rahm und Schveinstein stimmt ja auch nicht ganz. Zudem sind die einzelnen Kader nicht ganz auf dem aktuellen Stand.

Neben dem Modus Freundschaftsspiel gibt es auch die Modi Cup, Liga, Elfmeter und Pokale. Innerhalb dieser Sektionen können verschiedene Wettbewerbe wie Internationale Meisterschaften und Pokalwettbewerbe austragen werden.

Nett sind auch die Auswahlmöglichkeiten vor jedem Spiel: Hierbei lässt sich eines der Fantasiestadion auswählen, das Wetter kann man einstellen, das Spiel abends oder tagsüber stattfinden lassen und so fort. Und die Mannschaftsaufstellung sowie die zugehörige taktische Ausrichtung kann man auch manipulieren.

Das Spiel fühlt sich sehr authentisch an, es sind sogar kleine Tricks und die Ballannahme mit der Brust oder Kopfbälle möglich. Was allerdings wenig überzeugend umgesetzt ist: der Torjubel kennt nur eine einzige Ausprägung, und jeder Schiedsrichterpfiff und die zugehörigen Aktion werden angezeigt und kommentiert. Das entspricht so gar nicht der Realität.

Fazit: Ein Spiel für acht Euro, das wirklich Spaß macht und dank seiner drei Schwierigkeitsstufen und kompletten Meisterschaften mir und meinem Sohn noch einigen Spaß bereiten wird.

Ach ja: Natürlich ist Real Football 2009 ein echter Akkusauger. Bei längeren Spielsessions sollte also immer das Ladekabel in der Nähe liegen.


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