Intel zeigt auf IDF 2007 neue Prozessoren und Technologien

Intel Developer Forum Spring 2007 in China (Bild: intel.com)

Gestern ging das Intel Developer Forum Spring 2007 in Beijing, China, zu Ende, was für uns Grund genug ist, diese weltweit größte Entwicklerkonferenz Revue passieren zu lassen.

Zunächst einmal: Beim genaueren Studieren der Pressemeldungen, die heute von Intel zum IDF eintrudelten, konnten wir uns ein breites Grinsen nicht verkneifen. Sind doch sämtliche Pressetexte mit dem 17. bzw. 18. April, also dem IDF-Zeitraum, überschrieben. Und sämtliche Texte beginnen mit der Formulierung „Intel gibt heute…“. Damit soll wohl die Uhr zugunsten von Aktualität ein wenig zurückgedreht werden….

Im Zentrum des IDF Spring 2007 standen viele Informationen, die auf Keynote-Präsentationen sowie in speziellen Vorträgen zu diversen technischen Themen bereitgestellt wurden. Vor allem die Keynotes hatten es in sich. Dort konnte man unter anderem über folgende Dinge mehr erfahren:

In Zukunft sollen UMPCs wie dieses von Gigabyte noch kleiner werden (Bild: R. Joerges)Sportlich: Laut Justing Rattner, Chief Technology Officer, will Intel den Stromverbrauch ohne Leistungseinbußen im Bereich Ultra Mobile Computing bis 2010 um den Faktor 10 senken. Zudem entwickelt der Chiphersteller gerade Prozessoren, die Teraflops-Leistung erreichen sollen.

Üppig: Laut Pat Gelsinger, Senior Vice President und General Manager der Intel Digital Enterprise Group, wird der nächste Intel-Prozessor, der auf den Codenamen Penryn hört, Bilder bis zu 15 Prozent schneller berechen, 3D-Objekte bis zu 25 Prozent schneller rendern sowie Spiele und das Erstellen von Videos bis zu 40 Prozent schneller ausführen können.

Die technischen Details des Penryn-Prozessors sind durchaus sehenswert: 45-nm-Fertigungstechnik, 3,33-GHz-Takt, 1.333-MHz-Systembus und ein sehr üppiger 12-MB-L2-Cache.

Hochparallel: Doch nicht nur einen neuen Prozessor entwickelt Intel gerade, der Chiphersteller bastelt aktuell auch an einer neuen Architektur, die den Arbeitstitel Larrabee trägt und die hochgradig parallel arbeiten soll. Diese Architektur soll laut Intel recht einfach zu programmieren sein und kann bei Erscheinen auf viele der bestehenden Software-Tools zurückgreifen.

„Larabee“ soll in Teraflop-Dimensionen auf dem gemeinen PC vordringen, was Billionen von Fließkommaberechnungen pro Sekunde entspricht. Diese enorme Rechenleistung ist vor allem für Wissenschaft, Synthese, Virtualisierung, Finanzanalyse, Bergbau oder Gesundheitswesen wichtig.

Dank des Intel CE 2110 Media Prozessor können in Zukunft Mediaplayer wie der Fritz!Media kompakter und stromsparender werden (Bild: R. Joerges)Hochintegriert: Neben neuen PC-Prozessoren und einer neuen Architektur entwickelt Intel auch einen Chip, der Intel CE 2110 Media Prozessor heißen wird und der für den Bereich Unterhaltungselektronik konzipiert ist.

Dieser Prozessor stellt eine System-on-a-Chip-Lösung dar, was verbesserte Unterhaltungsgeräte wie Settop-Boxen und Mediaplayer ermöglichen soll.

Das Besondere an diesem SoC-basierten Prozessor: Es handelt sich um eine 1-GHz-CPU inklusive hoher Audio-/Videoleistung und die notwendigen Schnittstellen – und das auf einem einzigen Chip. Die Vorteile sind klar: geringer Platzbedarf und Stromverbrauch sowie geringere Produktionskosten führen zu kleinen, stromsparenden und bezahlbaren UE-Geräten.

  • Mehr Infos zur IDF finden Sie auf hier und hier.

Published by Michael Hülskötter

Ich bin Blogger, IT-Journalist, (Buch-)Autor, Videotrainer, Content Manager - und das alles in einer Person. Ich gehöre seit 1999 der schreibenden Zunft an, und es macht mir immer noch sehr viel Spaß. Lebe seit 1977 in München und habe drei wundervolle Kinder.

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