Intel stellt offiziell neue Centrino Prozessortechnologie vor

Intel stellt die neue Centrino Prozessortechnologie einer großen Medienschar vor (Bild: Intel))Intel ruft, und alle kommen.

So waren auch gestern wieder viele bekannte Gesichter auf der Centrino-Veranstaltung in der Flugwerft zu Oberschleißheim zu sehen und viele Hände zu schütteln. Doch neben dem „Socializing“ waren natürlich auch noch andere Dinge wichtig: Infos zur neuen Notebook-Plattform Intel Centrino Prozessortechnologie sowie erste Modelle sämtlicher namhafter Hersteller von „A“ wie Acer bis „W“ wie Wortmann. (Fast) alle hatten erste Notebookmodelle mit der neuen Centrino-Technologie dabei.

Allerdings überwog (noch) das Lager der Centrino-Duo-Vertreter, die eher den (professionellen) Endanwender im Visier haben. Dazu zählt beispielsweise Medion, die sicherlich ausschließlich Centrino-Duo-Laptops bauen werden. Andere wie Dell oder Toshiba setzen neben der Duo-Plattform auch auf die Centrino Pro Prozessortechnologie, die in Business-Notebooks Einzug halten wird.

Die Intel-Präsentation zum Centrino-Launch

Die offizielle Vorstellung für den deutschsprachigen Raum war Hannes Schwaderer vorbehalten, seines Zeichens Geschäftsführer der Intel GmbH. Die Präsentation umfasste inklusive Ein- und Ausstieg schlanke 18 Folien, der Vortrag selbst dauerte 45 Minuten mit anschließender Fragerunde.

Die ersten zwei Folien beschäftigten sich mit dem Notebook-Markt im Allgemeinen und der Erkenntnis im Speziellen, dass europaweit zwar immer noch mehr Desktop-PCs verkauft werden als Notebooks, dass sich dies aber bis spätestens 2010 umgekehrt haben dürfte. Und in Deutschland geschieht dies möglicherweise schon dieses Jahr.

Die Folien drei und vier fassten zusammen, was Intel notebook-technisch seit insgesamt sieben Jahren umtreibt: „Wie ermögliche ich einer großen Schar an Leuten leistungsstarke, stromsparende, leichtgewichtige und schicke Notebooks, die sich möglichst an jedem Ort der Erde drahtlos mit dem Internet verbinden lassen?“

Die Antwort gab’s im März 2003 auf der CeBIT in Form der Centrino Mobiltechnologie, wie Intel seine Laptop-Plattform bis zum 9. Mai 2007 nannte.

Dann kam das, weswegen wir ins ferne Oberschleißheim gereist waren: Die offizielle Vorstellung der Intel Centrino Prozessortechnologie mit den zwei Kindern Duo und Pro. Dazu gehörte natürlich die Aussage, dass ein Notebook alles können muss: Angefangen beim Higend-Gaming über drahtloses HD-Streaming bis hin zum mobilen Fernsehen.

Dafür sorgen unter anderem ein schneller Core 2 Duo Prozessor mit 800 MHz Systembus (FSB), der Intel 965 Express Chipsatz mit Technologien wie Clear Video für schönere und stromsparende Videos sowie der 11n-basierte WLAN-Chipsatz für mehr drahtlose Bandbreite und mehr Reichweite.

Natürlich durfte auch der obligatorische Benchmark nicht fehlen, wenngleich als Vergleichsplattform ein schon leicht betagter Pentium M Prozessor herhalten musste.

Der ist langsamer als der Core 2 Duo (2,26 vs. 2,4 GHz), besitzt einen kleineren L2-Cache (2 MB vs. 4 MB), weist nur einen Prozessorkern und einen schmaleren Systembus (533 vs. 800 MHz) auf. Lustigerweise handelt der erste Benchmark vom MP3-Enkoding mit Hilfe von iTunes. Viva la Mac!

Folien acht bis zehn hatten mit Partnerschaften zu tun und davon, dass Intel das Ganze natürlich nicht alleine stemmen kann, sondern traditionell sehr früh und sehr intensiv mit wichtigen Herstellern und Anbietern der Branche zusammen arbeitet.

Hierzu zählen Firmen wie Netgear, D-Link, Asus, Skype, Sony und viele andere. Als ein schönes Beispiel für erfolgreiche Zusammenarbeit nannte Hannes Schwaderer die Kooperation mit EA Sports, aus der eine in künftige Spiele integrierte Batterieanzeige hervorgegangen ist. Damit dem Wireless-Zocker auch nicht unbemerkt der Saft ausgeht.

Dann beschäftigte sich Hannes mit dem Thema B2B-Notebooks, ein Bereich, der aus Sicht vieler Hersteller entscheidend sein wird in den nächsten Jahren.

Hierfür hat Intel einiges in die Centrino Pro Prozessortechnologie verbaut: Administratoren-Tools für die drahtlose und drahtgebundene Verwaltung von Notebooks, ein eigenes Centrino-Connect-Logo für die 11n-Kompatibilität von WLAN-Routern, integrierte WLAN-Lösungen inklusive VoIP-Support zusammen mit Cisco sowie Remote Management Tools für die zentrale Verwaltung und Absicherung des gesamten Laptop-Bestandes großer Firmen.

Folie Nummer 14 präsentierte nochmals sehr anschaulich die Herz- und Filetstücke der Intel Centrino Prozessortechnologie: Core 2 Duo Prozessor, 11n-Wirelessmodul, Turbo Memory, 965-Chipsatz und die drahtlose Management-Anwendung.

Der fünfzehnten Folie war es vorbehalten, uns einen tiefen Einblick in die Zukunft zu gewähren. Die Rede ist vom Intel-eigenen Tic-Tac-Spiel, das da lautet: „Alle zwei Jahre präsentieren wir entweder eine neue Mikroarchitektur (Tic) oder eine neue Fertigungstechnik (Tac)“. Mal abwarten, wie lange Intel dieses Spiel noch treiben kann.

Tja, und dann war es auch schon so weit: Folie 16 fasste das Gesagte nochmals zusammen, und Folie 17 hatte noch eine wichtige Botschaft für sämtliche Anwesenden parat: „Leap ahead“. Getreu dem Motto: „Es geht stets weiter und immer nach vorne.“ Kaum ein Slogan passt besser als dieser, wenn es um Intel und die gesamte Branche geht…

Published by Michael Hülskötter

Ich bin Blogger, IT-Journalist, (Buch-)Autor, Videotrainer, Content Manager - und das alles in einer Person. Ich gehöre seit 1999 der schreibenden Zunft an, und es macht mir immer noch sehr viel Spaß. Lebe seit 1977 in München und habe drei wundervolle Kinder.

%d Bloggern gefällt das: