Infografik: Intel ist einer der Verlierer der Post PC Ära

Da blutet mein Herz schon etwas, wenn ich mir die aktuellen Intel-Zahlen angucke, was vor allem mit der Korrelation „PC-Verkäufe vs. Gewinn“ zu tun hat. Denn als ehemaliger Intel-Mann muss ich leider konstatieren, dass der Chiphersteller vor allem den mobilen Trend komplett verschlafen hat und einer der Verlierer der Post PC Ära ist. Anders ist die Talfahrt in Sachen Gewinn nicht zu erklären.

Klar, in absoluten Zahlen meldete Santa Clara zwar einen Nettogewinn von zwei Milliarden US-Dollar, relativ betrachtet ist das aber ein Verlust von etwa 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Und sieht man sich die rückläufigen PC-Verkäufe dazu an, wird auch klar, warum Intel so sehr darunter leidet: Desktop- und Notebook-Prozessoren werden immer seltener in neue Maschinen eingebaut, da mehr und mehr Anwender auf Tablets und Smartphones umsteigen. Und die werden (immer noch) vorwiegend mit ARM-Prozessoren bestückt.

Da hilft natürlich auch nicht die schleppende Marktdurchdringung von Windows 8. Allerdings ist es einfach zu behaupten, das neue Betriebssystem von Microsoft sei an dem PC-Verkaufsdesaster Schuld. So einfach können es sich IDC und Konsorten einfach nicht machen.

Die gute Nachricht liefert Intel selbst: Ende des Jahres soll der neue Mobile-Prozessor entwicklung-des-weltweiten-pc-absatzes-und-gewinns-von-intel ausgeliefert werden, und dank fallender Touch-Panel-Preise könnten dann Tablet-PCs mit x86-CPUs und Windows 8 auf den Markt kommen, die deutlich günstiger sein werden als die aktuellen Tablet-Geräte. Und in Sachen Smartphones hat Intel ebenfalls einiges im Köcher.

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