HD-Videos mit Netgear HDX101 via Stromleitung

Heureka!

Noch heute vormittag hab ich von den Schwierigkeiten gesprochen, die sich beim Aufsetzen einer Powerline-basierten Netzwerkverbindung ergeben können. Doch jetzt funktioniert’s!

Im Grunde ist es ganz einfach, aber ein paar Dinge sollten beachtet werden:

  • Unter Windows XP muss jeder Rechner innerhalb des Netzwerks mit einem eigenen Benutzernamen und am besten mit Kennwort versehen sein.
  • Der LAN-Adapter, an dem der Powerline-Adapter angeschlossen wird, bekommt am besten eine feste IP-Adresse nebst Subnetzmaske zugewiesen.

  • Für unseren erfolgreichen Praxistest musste ich den eingebauten LAN-Port des Notebooks mit dem Powerline-Adapter als Netzwerkbrücke zusammenschließen.

Hierfür müssen Sie nur beide LAN-Symbole anklicken und mit der rechten Maustaste die Funktion „Netzwerkbrücke“ auswählen. Diesem virtuellen Adapter weisen Sie eine IP-Adresse zu.

  • Für den einfachen Zugriff auf die Festplatteninhalte der entfernten Rechner empfiehlt sich eine dauerhafte Verbindung mithilfe der Funktion „Netzlaufwerk verbinden“, die sich unter „Extras“ innerhalb der „Netzwerkverbindungen“ befindet.

Falls Sie diese Einstellungen vorgenommen haben, sollte der erfolgreichen Vernetzung von zwei oder mehr Rechnern per Stromleitung nichts mehr im Wege stehen.

  • Verbinden Sie den ersten Powerline-Adapter Netgear HDX101 mit einer freien Steckdose. Netgear empfiehlt zwar, die Stromnetzadapter nicht an einer Mehrfachleiste anzustecken, bei unserem Praxistest war dies allerdings kein Problem.
  • Stecken Sie das beiliegende Netzwerkkabel in den Ethernetport des HDX101 einerseits und in den LAN-Anschluss des Rechners andererseits.
  • Verfahren Sie mit dem zweiten Rechner genauso.

Nun sollte nach wenigen Augenblicken die mittlere LED der Powerline-Adapter blau aufleuchten. Das bedeutet: einen oder mehrere Stromadapter gefunden. Falls die Netzwerkverbindung zwischen beiden Rechner auch schon steht, blinken die grünen Netzwerk-LEDs ebenfalls.

Bis dahin scheint alles ok zu sein. Nun kommt die Software-Installation an die Reihe.

  • Hierzu einfach nur die beiliegende CD eingelegen und das Installationsmenü sollte automatisch aufpoppen. Falls nicht, auf der CD nach der Datei setup.exe suchen (zu finden unter /bin/config/). Der Rest ist selbsterklärend.
  • Nun können Sie die Konfigurationssoftware starten und das Netzwerk einrichten. Das Tool scannt automatisch das Stromnetz nach verfügbaren Adaptern und stellt diese unter „Main“ grafisch dar. Hier wird unter „Configured“ auch angezeigt, ob alle Clients eingerichtet sind.
  • Diejenigen Adapter, bei denen unter „Configured“ ein „No“ erscheint, sind nur anzuklicken und per Mausklick auf „Configure“ einzurichten. Hierfür ist übrigens die Installation der Config-Software auf den anderen Rechnern nicht notwendig.

Während unseres Testlaufs haben wir je ein HD-WMV-Video von der Microsoft-Seite auf die zwei Testrechner geladen und dann per Stromleitung auf dem jeweils anderen ablaufen lassen. Dabei fallen immerhin 6 MBit/s pro Richtung an, was für die Stromnetzverbindung gar kein Problem war. Alles funktionierte tadellos.

Tipp: Für die ruckelfreie Wiedergabe von HD-WMV-Videos ist mindestens Mediaplayer 9 erforderlich.

Übrigens: Die Qualität der Datenverbindung hängt vor allem von der Entfernung zwischen den Rechnern ab. So dämpft natürlich jeder Meter die Transferleistung ganz erheblich. Aber auch störende Einflüsse wie Lampen, Mikrowellen und andere Energieverbraucher gehen zu Lasten der Übertragungsrate.

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