HD-DVD als Standard der Zukunft?

Ursprünglich sollte HD-DVD ja Adavanced Optical Disc (AOD) heißen, deren Spezifikationen das zugehörige AOD-Konsortium verabschiedet hat. Dazu zählen Branchengrößen wie Intel, NEC, Microsoft Time Warner und Toshiba. Die komplette Liste umfasst rund 100 Namen, denen des Kürzel AOD allerdings nicht mehr ausreichend erschien.

Darum wurde aus AOD die HD-DVD Promotion Group. Klingt zwar auch nich besser, steckt aber zumindest HD-DVD drin. Damit lässt es sich offensichtlicher gegenüber der Blue-ray-Bewegung abgrenzen, die ja die Gegenveranstaltung zu HD-DVD ist. Um die Belange des künftigen Blu-ray-Standards kümmern sich so bekannte Unternehmen wie Apple, BenQ, Dell, Matsushita (Panasonic), Philips, Pioneer, Samsung und Sony.

Eine Gemeinskeit haben beide konkurrierende Standards allerdings schon: So kommt sowohl bei HD-DVD als auch bei Blu-ray der Kopierschutz Advanced Access Content System (AACS) zum Einsatz, der den jeweiligen Rechteinhabern deren Inhalte schützen soll.

HD-DVD-Medien werden wie die Blu-ray-Scheiben auch, mithilfe eines blau-violetten Laserstrahls abgetastet, der mit einer Wellenlänge von 405 nm Daten liest und schreibt. Die Trägerschicht ist wie bei der DVD 0,6 mm dick. HD-DVD-Medien wird es in fünf Ausprägungen geben:

• HD-DVD-ROM-Medien mit einer Kapazität von 15 GByte
• einfach beschreibbare HD-DVD-Rohlinge umfassen bis zu 15 GByte
• wiederbeschreibbare HD-DVD-RAM nehmen bis zu 20 GByte auf
• HD-DVD-Medien mit zwei Schichten sollen ein Fassungsvermögen von rund 30 GByte bieten
• zweiseitige, doppelschichtige Rohlinge sollen gar bis zu 64 GByte fassen.

Bei den Audio- und Video-Codecs sind keine größeren Überraschungen dabei: So unterstützt HD-DVD in Sachen Videokompression MPEG-2, H.264/MPEG-4 AVC und VC-1 (WMV9). Als Audiocodecs kommen zum Einsatz: MPEG, Dolby Digital Plus (inklusive AC3), DTS-HD, Meridian Lossless Packing (MLP) und LPCM.

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