Ein wenig Bastelarbeit: mobile Klangqualität mit Zeppelin Air und iPhone

Ein wenig Bastelarbeit: mobile Klangqualität mit Zeppelin Air und iPhone

Mitte/Ende Oktober habe ich über eine App von Bowers & Wilkins berichtet, die sich Zeppelin Air nennt und den gemeinsamen Partyspaß via Airplay-Technik von Apple verspricht.

Ihren Namen hat sich die mobile Anwendung vom gleichnamigen Audiosystem ausgeliehen, das sich sehr futuristisch in Zigarrenform präsentiert und das von vielen Anwendern (zumindest auf Amazon) in den Himmel gelobt wird. Zumindest für seine Klangeigenschaften. Für seine Hürden bei der Installation allerdings weniger, was mir bei der ersten Inbetriebnahme des Zeppelin Air auch sofort aufgefallen ist. Daher will ich mit diesem Beitrag versuchen, das Setup des drahtlosen Musik-Gadgets genauer zu beleuchten.

Der erste Versuch, das Zeppelin Air in das drahtlose Netzwerk meines Büros einzubinden, ging gründlich daneben, was daran lag, dass das Testgerät, das mir die PR-Agentur von B&W zur Verfügung gestellt hat, noch die Einstellungen des Vor-Testers aufwies, die mit meinem WLAN natürlich nicht zusammenpassten.

Daher ein Tipp für die Kollegen bei tschingderassasa&bum: vor dem Versand an einen neuen Tester ist es äußerst hilfreich, das Zeppelin Air mithilfe einer Büroklammer zurückzusetzen. Diese kommt im eingeschalteten Zustand in die kleine Buchse, die sich zwischen USB- und Ethernet-Anschluss befindet. Damit wird die Reset-Taste solange festgehalten, bis die Power-LED des Zeppelin Air rot zu zu blinken beginnt. Sobald die LED dauerhaft rot leuchtet, ist das Audiosystem auf die Fabrikeinstellungen zurückgesetzt.

Nachdem das also erledigt war, konnte ich mich an das Einbinden des B&W-Audiosystem in mein drahtloses Netzwerk machen. Zwar funktioniert die Boombox auch ganz ohne Wifi-Schnickschnack (denn ein iPhone oder iPod touch können zum Behufe der Musikwiedergabe einfach auf die Docking-Station gesetzt werden), aber wer die Musikanlage mit anderen Geräten wie einem Notebook oder gar mit der drahtlosen Streaming-Technik Airplay von Apple einsetzen will, kommt an dem Wifi-Setup nicht vorbei.

Also, als erstes ist das Zeppelin Air einzuschalten. Zunächst leuchtet die LED an der Vorderseite des Geräts lila, fängt an zu blinken und wechselt nach kurzer Zeit die Farbe, und zwar zu grün. Dabei verändert sich auch das Blinkverhalten. Dies bedeutet, dass das Audiosystem zum Einrichten bereit steht.

Anmerkung: Ich habe das Setup mit einem Macbook Air vorgenommen. Unter Windows sieht das Ganze ähnlich aus, aber doch irgendwie anders. Das kann ich hier leider nicht abbilden.

Zunächst einmal muss man das Zeppelin Air dem drahtlosen Netzwerk bekannt machen. Hierzu klickt man auf das WLAN-Symbol in der OS-X-Taskleiste und wählt unter „Geräte“ das Zeppelin Air aus. Dies stellt eine so genannte Adhoc-Verbindung zwischen B&W-Gadget und Mac her.

Via Safari und Bonjour gelingt das Einbinden des Zeppelin Air in das eigene WLAN recht einfach

Via Safari und Bonjour gelingt das Einbinden des Zeppelin Air in das eigene WLAN recht einfach

Öffnet jetzt den Safari-Browser und klickt auf „Bonjour“ und den Zeppelin Air. Das öffnet die Setup-Webseite des B&W-Audiosystems. Vergebt hier einen Namen eurer Wahl und wählt euer drahtloses Netzwerk aus der Liste aus. Tragt dann noch das zugehörige Kennwort ein und klickt auf „Join“, „OK“. Und schon ist das Zeppelin Air Teil eures WLANs.

Geht zurück auf euer WLAN und öffnet iTunes für eine erste Hörprobe mit der B&W-Anlage. Klickt auf das Airplay-Symbol, das sich rechts unten auf der Taskleiste befindet. Stellt auf „Zeppelin Air“ um, wählt ein Musikstück eurer Wahl aus und startet es. Achtet unbedingt darauf, dass der Lautstärkeregler von iTunes nicht zu weit rechts steht. Andernfalls bläst euch das Zeppelin Air direkt aus dem Stuhl oder Sessel – oder den Putz von der Decke!

Über den Klang muss ich nicht viele Worte verlieren – der ist nämlich wirklich sehr beeindruckend. Das kann man von einer Minianlage, die 600 Euro kostet und mehr als sechs Kilo wiegt, allerdings auch erwarten. Zudem handelt es sich um ein 2.1-System, also um zwei Stereo- und einen Bass-Lautsprecher. Und das hört man dem Ding auch an, vor allem bassseitig. Damit lässt sich locker ein mittelgroßer Raum beschallen.

Ach ja: das Einbinden des Zeppelin Air mit dem Mac hat einen netten Nebeneffekt: das Aktivieren der Airplay-Streaming-Funktion auf iPhone & iPad entfällt, da diese vom iGadget automatisch erkannt wird. Ihr müsst also nur die Musik-App des iPhone oder iPad starten, ein Musikstück oder eine Playliste auswählen, per Airplay-Symbol das Zeppelin Air auswählen und das Klangerlebnis starten. Na, das geht doch relativ einfach.

Warum übrigens die beiliegende Bedienungsanleitung den einfachen Setup-Weg via Bonjour nicht erklärt, und dafür die umständliche Option mit IP-Adresse und dem ganzen technischen Kram, bleibt wohl das Geheimnis von Bowers & Wilkins.

Published by Michael Hülskötter

Ich bin Blogger, IT-Journalist, (Buch-)Autor, Videotrainer, Content Manager - und das alles in einer Person. Ich gehöre seit 1999 der schreibenden Zunft an, und es macht mir immer noch sehr viel Spaß. Lebe seit 1977 in München und habe drei wundervolle Kinder.

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