Duell, zweiter Teil: HTC Desire vs iPhone


Nachdem ich heute morgen meine zweite SIM-Karte gefunden habe (wer packt so ein kleines Ding auch in den Geldbeutel), gibt es heute den zweiten Teil meiner kleinen Desire-vs-iPhone-Betrachtung. Wer jetzt allerdings einen umfassenden Vergleichstest à la Chip oder Macwelt erwartet, den muss ich enttäuschen. Meine Duelle sehen meist etwas anders aus. Sind aber nicht minder nutzwertig. Na denn mal los.

Surfvergnügen: Zweifelsohne ist der Bildschirm des HTC Desire browsertauglicher: Das hat zum einen mit der etwas höheren Auflösung im Vergleich zum iPhone zu tun (480*800 Pixel vs. 480*320 Pixel), aber vor allem mit dem kontrastreichen und hell leuchtenden AMOLED-Bildschirm, mit dem sich wirklich besser surfen lässt – sogar im Freien. Darüber hinaus baut der Desire Webseiten deutlich schneller auf als das iPhone, was zum einen am schnelleren Prozessor des Desire liegt (1000 MHz vs. 600 MHz) und zum anderen am größeren Arbeitsspeicher des HTC-Smarphones (Desire: 576MB, iPhone: 256MB). Was beiden Smartphones gemein ist: die maximale UMTS-Geschwindigkeit von 7,2 MBit/s.

Nett am Desire-Browser ist übrigens die Möglichkeit, ein bestimmtes Wort zu markieren und die Bedeutung desselben in Wikipedia anzeigen zu lassen. Das kann das iPhone leider nicht. Zoomen und pinchen funktioniert auf beiden Geräten gleichermaßen gut. Allerdings beherrscht das HTC Desire das Umstellen vom Hoch- ins Querformat nur auf einer Seite, beim iPhone spielt das keine Rolle. Und das Markieren resp. Löschen innerhalb der Adresszeile gelingt mit dem iPhone wesentlich besser.

Schreiben: Zugegeben, ich hab mich mittlerweile doch sehr an die Tastatur des iPhone gewöhnt, und so nebeneinander liegend ist die virtuelle Tastatur des Apple-Fon einfach die bessere. Die Tasten sind zwar kleiner, weisen aber eine Lücke zueinander auf, was ein schnelleres und genaueres Tippen ermöglicht. Dafür hat das HTC Desire reps. Android etwas zu bieten, was das Schreiben erheblich erleichtert: Eine an T9 angelehnte Schreibhilfe, mit der sich vorgeschlagene Wörter per Fingertipp auswählen lassen. Das erhöht das Schreibtempo und redudieziert die Tippfehler. Ein echter Mehrgewinn! Hoffentlich kommt etwas Ähnliches bald auf das iPhone.

Fotografie: Wer sein iPhone als Digitalkamera einsetzen will, braucht gute Lichtverhältnisse, um brauchbare Bilder schießen zu können. Denn es gibt keinen Blitz. Und wenn der Bildausschnitt größer werden soll, hilft nur eins: näher herangehen. Denn eine Zoomfunktion kennt das Apple-Fon ebenfalls nicht. Und mit dem iPhone spontan in schwarz-weiß fotografieren? Nada! Tja, all dies beherrscht und bietet das HTC Desire: Blitzlicht (das nicht besonders stark ist), eine Zoomfunktion (die einen aber auch nicht umhaut) und rudimentäre Fotofunktionen wie Helligkeit, Kontrast und diverse Effekte wie schwarz-weiß, Sepia und andere. Und selbst Weißabgleich beherrscht das HTC-Fon. Und mit seinen 5 Megapixeln bietet das Desire auch eine bessere Auflösung als das iPhone (3MP). Die Kategorie geht klar an HTC.

Und morgen sind die Kategorien Social Media, Apps und Kommunikation dran…


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