Gestern also war es also soweit: Apple hat seine komplett überarbeitete Macbook-Serie präsentiert, deren neues Design sich am iMac orientiert und zudem ganz neue Wege in der Herstellung geht.
Anstatt einzelne Gehäuseteile zusammenzubauen, besteht der gesamte Body aus einem einzigen Aluminiumstück, was die Stabilität der neuen Macbooks erheblich verbessert. Dies betrifft allerdings nur die 2- und 2,4-GHz-Modelle. Das Einsteigergerät für 949 Euro ist nach wie vor aus Plastikteilen gebaut.
Neu an den zwei komplett überarbeiteten Macbooks sind aber auch technische Details: So basieren die Laptops auf der aktuellen Centrino-2-Technik von Intel. Daraus resultieren Core 2 Prozessor mit 45-Nanometer-Transistoren, die effizienter im Stromverbrauch sind und schneller rechnen. Zudem ist der Systembus (Front Side Bus) ab sofort mit 1,066 GHz getaktet, was den Datentransfer per DDR3-RAM zwischen Prozessor und Hauptspeicher allerdings nur theoretisch erhöht, da nach wie vor der Speichercontroller den Flaschenhals darstellt. Mit der nächsten Intel-Architektur Nehalem wird sich das aber grundlegend ändern.
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Grundlegend geändert hat sich beim Macbook auch die Grafikleistung: Anstatt auf den integrierten Intel-Grafikchip X3100 zu setzen, der immer noch im Einsteiger-Macbook werkelt, steckt in den neuen Macbooks der komplett neu entwickelte nVidia-Grafikchip GeForce 9400M, der 256 MByte Grafikspeicher vom Arbeitsspeicher abzwackt.
Daher könnte es ratsam sein, den Hauptspeicher von den standardmäßigen 2 GB auf 4 GByte zu erhöhen. Um der Performance willen. Der GeForce 9400M ist übrigens noch so neu, dass man ihn nicht einmal auf der US-Webseite von nVidia findet! Was man aber schon sagen kann: 3D-Spiele werden zum ersten Mal richtig Spaß machen auf einem Macbook!
Und sonst? Nun, die TFT-Displays sind ab sofort alle mit einer LED-Hintergrundbeleuchtung versehen, was die Leuchtkraft des Monitors erhöht, den Stromverbrauch senkt und laut Apple nervige Reflexionen verringert, da es das Macbook ja nur mit nicht-entspiegelten Displays gibt.
A propos beleuchtet: Das ist die Tastatur des Macbook jetzt auch, allerdings nur in der teuersten Variante für 1.499 Euro. Gerade für Leute wie mich, die auch schon mal in schlecht ausgeleuchteten Räumen ihrem Beruf nachgehen, ist das ein echter Mehrgewinn.
Weitere Veränderungen gibt es bei den Schnittstellen der neuen Macbooks: Firewire fiel dem Redesign genauso zum Opfer wie der Mini-DVI-Anschluss, der aber durch den Mini-DisplayPort ersetzt wurde. DisplayPort ist ein noch relativ neuer Standard, der den DVI-Port ablösen soll (und wohl wird). Da bisher nur wenige externe Monitore und Projektoren den DisplayPort unterstützen, ist für deren Einsatz am Macbook ein entsprechender Adapter notwendig.
Diese kosten je nach Leistungsvermögen bei Apple entweder 29 Euro (DP-auf-DVI und DP-auf-VGA) oder 99 Euro (Dual-Link-Adapter für den Anschluss großer TFT-Displays ab 30 Zoll).
Was ich persönlich sonst noch erwähnenswert finde sind zwei Dinge: Zum einen sind die neuen Macbooks leichter (2,04 kg) und flacher geworden (2,41 cm) geworden. Das macht sich vor allem auf Reisen positiv bemerkbar. Außerdem gibt es auf der Unterseite des Gehäuses nur noch ein Klappe, hinter der sich alle austauschbaren Komponenten wie Hauptspeicher und Festplatte befinden. Für schnellere Upgrades.
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