Erst vorgestern hatte ich angekündigt, mit dem ein oder anderen Aussteller während der Hannover-Messe 2018 das ein oder andere Videointerview zu führen. Da sich heute freundlicherweise die PR-Agentur von Dassault Systèmes bei mir zwecks Terminvereinbarung gemeldet hat, folgt zu meinem geplanten Treffen dieser kurze Beitrag.

Dassault Systèmes wurde 1981 in Frankreich gegründet und ist auf Software spezialisiert. Die Firma besitzt eine eigene Plattform, die sich 3DExperience nennt, auf der zahlreiche Anwendungen basieren. Dazu gehören unter anderem CATIA, ENOVIA und SIMULIA. Und genau über Letztgenannte möchte ich in Hannover mit einem der zuständigen Experten sprechen. Doch was hat es damit genau auf sich?

Nun, wie der Name schon vermuten lässt, ermöglicht SIMULIA 3D-basierte, virtuelle Simulationen auf Hochleistungsrechnern, und das über zahlreiche Anwendungsfelder hinweg. Dazu zählen unter anderem:

Luft- und Raumfahrt: Hier wird SIMIULIA in die Entwicklungsumgebung derart integriert, dass sich beispielsweise zu einem frühen Zeitpunkt zeigen lässt, wie sich veränderte Konstruktionen günstig oder weniger günstig auf den Luftantrieb einer Flugzeugturbine auswirken oder wie sich das Fahrwerk einer Boing unter ganz bestimmten Umgebungsverhältnissen verhält.

Architektur und Bauwesen: Wie wirkt sich ein Unwetter auf die Stahlkonstruktion der geplanten 2-Mrd-Brücke aus? Mit welchen Schäden ist zu rechnen, wenn der neue 200-Stockwerk-Tower einem Erdbeben ausgesetzt wird? Diese und weitere Fragen beantwortet SIMULIA direkt am Rechner, sodass das Risiko von Fehlkonstruktion aufwändiger Projekte erheblich verringert werden kann.

Verbrauchsgüter: Gerade in Zeiten heftiger Diskussion rund um zunehmende und nicht mehr beherrschbare Plastikmüllhalden, die unsere Meere fluten, sind neue Materialien gefragter denn je. Doch wie wirkt sich ein neuer Verbundstoff auf die  Festigkeit einer Flasche aus, und welche Risiken gehen für die Verbraucher damit einher? Diesen und anderen Unwägbarkeiten soll man mit einem Tool wie SIMULIA auf die Schliche kommen. Hoffentlich zum Wohle unseres Planeten.

Energie- und Prozesstechnik: Das, was für den Plastikmüll gilt, lässt sich auf erneuerbare Energiengleichermaßen anwenden. Denn auch hier drängen sich zahlreiche Fragen bei der Konstruktion neuer Anwendungen auf: Wie wirken sich die zunehmend veränderten klimatischen Verhältnisse auf Energieerzeuger wie Windräder und Solarkollektoren aus? Welchen Einfluss hat die Korrosion von Salzwasser auf Erdgas-Pipelines? Mit welchen Bruchrisiken müssen Betreiber von Kraftwerken aufgrund veränderter thermischer Belastungen rechnen? Diese und weitere Fragen soll ebenfalls SIMULIA beantworten.

Das sind nur vier von zahlreichen Anwendungsbereichen, in denen SIMULIA zum Einsatz kommt. Bin schon sehr gespannt, was ich darüber auf der Hannover-Messe alles erfahren werde. Welche Fragen würdet ihr Dassault Systèmes stellen?