Notebook-Kaufberatung: die Grafik-Engine

Für Fans von Lara kommt es auf eine schnelle Grafik-Engine an (Bild: Eidos)Der vierte Teil unserer großen Kaufberatung “Notebooks” richtet sich vor allem an Gamer und 3D-orientierte Menschen, denen es auf schnelle und schöne Bilder ankommt. Heute beschäftigen wir uns also mit der eingebauten Grafik-Engine des Notebooks.

Zunächst einmal: Was für den eingebauten Prozessor gilt, trifft auf die Notebook-Grafikeinheit ebenfalls zu: Nicht immer kommt es auf die volle Leistung an. So können Sie für Word, E-Mail & Co. guten Gewissens zu einem integrierten Grafikchip greifen, der sich auf dem Chipsatz des Prozessors befindet.

Beachten Sie dabei, dass in diesem Fall meist ein Teil des Arbeitsspeichers (RAM) für die Zwischenspeicherung der Grafikdaten abgezwackt wird. Daher sollte der Arbeitsspeicher des Notebooks nicht zu klein bemessen sein.

Santa-Rosa-Noteboos für Einsteier basieren auf dem intel-GM965-Grafikchip (Bild: Intel)Tipp: Ein zuverlässiger Hinweis auf eine integrierte Grafiklösung sind übrigens Angaben wie „Shared Memory“ oder die Bezeichnungen „Intel 945 GM“, „ATI Radeon Xpress“ oder Ähnliches. Notebooks mit der brandneuen Centrino Prozessortechnologie (Codename: „Santa Rosa“) hingegen tragen die Bezeichnung Intel GM965 , wenn es um die eingebaute Grafik geht.

Für Highend-Gamer und andere Power-User kommt ein integrierter Grafikchip auf keinen Fall in Frage. Schnelle und schöne 3D-Bilder liefern vor allem ATI und Nvidia mit ihren Highend-Komponenten. Aus dem Hause ATI sind dies die Grafikadapter Mobility Radeon X1800 und X1900, die beide gute 3D-Werte erzielen. Das Maß aller Dinge sind allerdings derzeit Grafikbeschleuniger von Nvidia, speziell aus Serie GeForce Go 79xx. Aber auch mit GeForce Go 76xx, 77xx und 78xx lassen sich schöne und schnelle 3D-Bilder auf den TFT-Bildschirm zaubern.

Tipp: Zwei wichtige Kriterien bei den schnellen Grafikadaptern sind die Größe des separaten Grafikspeichers und der Notebook-Prozessor. Die ganz schnellen Grafikkarten sind mit 128, 256 oder 512 MByte ausgestattet, wobei mehr Speicher bessere Werte liefert. Allerdings muss das Spiel soviel Speicher unterstützen, was mit 512 MByte bisher kaum gegeben ist.

Darüber hinaus sollten Sie auf die passende Kombination aus Grafikadapter und Prozessor achten, da beispielsweise ein mittelmäßiger Prozessor eine schnelle Grafikkarte erheblich ausbremsen kann.

Grafikkarten-Vergleich: ATI versus Nvidia

Seit Jahren liefern sich ATI (seit Juli 2006 zu AMD gehörend) und Nvidia einen erbitterten Kampf um die Grafikchip-Krone – sowohl im Desktop- als auch im Notebook-Markt. Für tragbare Rechner kommen je nach Laptop-Klasse und Anwenderbedürfnissen folgende Grafikchips von ATI/AMD bzw. Nvidia in Frage:

Einsteiger: Für Einsteiger-Laptops ist von Nvidia die Nvidia Geforce Go 6000 empfehlenswert, die hauptsächlich in Notebooks mit AMD Turion als integrierte Grafikeinheit steckt. Auf ATI-Seite bewegt sich die Mobility Radeon X300 auf GeForce-Go-6000-Niveau. Beide Grafikchips sind besonders Strom sparend und damit auch für Subnotebooks geeignet.

Mittelklasse: In Mittelklasse-Notebooks kommt beispielsweise die Mobility Radeon X700 von ATI zum Einsatz. Nvidia hat mit der GeForce Go 6600 eine vergleichbare Mobil-Grafikkarte im Programm, die etwas leistungsstärker als die X700 ist.

Oberklasse: Die leistungsstärkste Grafikkarte für Notebooks von ATI ist die Mobility Radeon X1900, die in echten Gamer-Laptops ihren Dienst verrichtet. An Nvidia kommt ATI in Sachen Leistung allerdings nicht heran: Mit der GeForce Go 7950 GTX steht eine Grafikkarte an der Spitze, die im 3DMark-Test fast 2000 Punkte mehr als die X1900 erreicht.

Onboard-Grafik: Intel, aber auch ATI/AMD und Nvidia bieten diverse integrierte Grafiklösungen, die zwar sehr Strom sparend sind, dafür in punkto 3D-Leistung kaum etwas zu bieten haben. Diese Onboard-Grafiken findet man hauptsächlich in Einsteiger- und Subnotebooks.

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Michael Hülskötter

http://www.mhuelskoetter.de

Ich bin Blogger, IT-Journalist, (Buch-)Autor, Videotrainer, Content Manager - und das alles in einer Person. Ich gehöre seit 1999 der schreibenden Zunft an, und es macht mir immer noch sehr viel Spaß. Lebe seit 1977 in München und habe drei wundervolle Kinder.

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