Notebook-Kaufberatung: der Prozessor

Aufs Bild klicken, um es zu vergrößern...In unserer großen Notebook-Kaufberatung geht es heute im zweiten Teil um das Thema Prozessoren. Im ersten Teil können Sie überprüfen, welcher Notebook-Typ Sie sind.

>> Was haben wir im Laufe der Jahre nicht alles erlebt: Zunächst existierten nur Desktop-Prozessoren, an mobile CPUs war gar nicht zu denken.

>> Dann kamen erste Notebook-Prozessoren auf den Markt, die aber so rechenschwach waren und so viel Strom benötigten , dass es wirklich keinen Spaß gemacht hat, mit den zugehörigen Notebooks zu arbeiten.

Aufs Bild klicken, um es zu vergrößern...>> Irgendwann mal fanden es ganz schlaue Notebook-Anbieter sehr lustig, Desktop-CPUs in Notebooks einzubauen. Folge: Der Laptop war zwar leistungsfähiger als mit echten Notebook-CPUs, produzierte dafür aber Abwärme ohne Ende, was den Mobilrechner zum röhrenden Hirschen machte und die Akkulaufzeit bei zirka einer Stunde einpendeln ließ.

>> Und heute? Heute werden Notebooks immer schlanker und schöner und leistungsfähiger, und das mit Akkulaufzeiten, die mittlerweile als halbwegs erträglich zu nennen sind. Zumindest bei den Guten ihrer Zunft.

Daran sind zu einem wesentlichen Teil die Notebook-Prozessoren Schuld, die immer Strom sparender gebaut und mit immer ausgeklügelteren Stromspartechniken versehen werden. Diese Superspezial-CPUs wie der Intel Core 2 Duo können sogar ganz abgeschaltet werden, wenn für sie gerade nichts zu tun ist. Manche erledigen das besonders smart – wie der Intel Core 2 Duo – und andere wiederum haben’s nicht so drauf.

Fakt aber ist auch, dass nicht immer der schnellste Prozessor im Notebook stecken muss. Denn Highend-CPUs wie der Core 2 Duo von Intel oder der AMD Turion 64 X2 verbrauchen trotz aller Stromspartechniken viel Energie, was unschöne Folgen haben kann: Der Prozessorlüfter dreht sich ständig, der Akku macht schneller schlapp und der Prozessor produziert mehr Abwärme, was das System insgesamt instabiler macht.

Daher sollten Sie beim Notebook-Kauf darauf achten, dass der eingebaute Prozessor Ihren Bedürfnissen optimal entspricht. Das macht das Notebook außerdem günstiger, da ein weniger leistungsfähiger Prozessor locker 100 bis 200 Euro Preisdifferenz ausmacht.

Den optimalen Prozessor für Ihre Anwendungen können Sie anhand folgender Informationen recht einfach bestimmen:

Für Word & Co. reicht ein AMD Turion oder Celeron M von Intel (Bild: bultge.de)Prozessoren für E-Mail, Word & Co. CPUs aus dem Hause Intel der Marke Pentium M, Centrino M oder Core Solo reichen für die einfachen Arbeiten am Notebook völlig aus. So ist beispielsweise der Lenovo 3000 C200 mit Celeron M für Word & Co. bestens geeignet. Empfehlenswert sind aber auch Notebooks mit Intel Core Duo T2050, der zwar nur mit 1,6 GHz getaktet ist und den Systembus lediglich mit 533 MHz anspricht, aber dafür ein sehr günstiges Preis-Leistungsverhältnis bietet.

AMD hat ebenfalls zwei Einsteiger-CPUs im Programm, die sich Turion und Mobile Sempron nennen. Auf Grund seines günstigen Preises kommt für dieses Notebook-Segment sogar der AMD Turion 64 X2 TL-50/52 in Frage, der wie der Core Duo von Intel mit zwei Prozessorkernen arbeitet.

Für die modernen Nomaden unter uns sollte es ein Notebook mit (U)LV-Prozesor sein (Bild: alexanderburzik.de)Prozessoren für mobiles Arbeiten. In dieser Notebook-Klasse kommt es auf zwei Dinge an: geringer Stromverbrauch und geringe Prozessorausmaße. Beide Kriterien erfüllen am besten die extrem stromsparenden LV- und ULV-Prozessoren (Low Voltage bzw. Ultra Low Voltage) von Intel. Diese CPUs werden mit den Bezeichnungen Core Solo, Core Duo und Pentium M in aktuelle Laptops verbaut. LV- und ULV-Prozessoren sind allerdings nicht ganz billig und kommen hauptsächlich in Subnotebooks zum Einsatz.

AMD hat für Subnotebooks keinen vergleichbaren Prozessor in petto, was man beispielsweise gut am Acer Ferrari 1005WTMi erkennen kann. In diesem Subnotebook werkelt ein Turion-Prozessor ohne besondere Stromspartechniken, und prompt leidet die Akkuleistung derart darunter, dass Sie beispielsweise fern ab von der Steckdose nur eine Stunde DVD mit dem Laptop gucken können.

Für Spiel, Multimedia & Co. sollte es ein möglichst schneller Prozessor sein (Bild: www.akku-versandshop.de)Prozessoren für Multimedia, Gaming & mehr. Gerade bei rechenintensiven Arbeiten mit dem Notebook empfiehlt es sich, einen möglichst leistungsfähigen Prozessor zu wählen. Die Rede ist vom Intel Core 2 Duo, und zwar am besten aus der T7er-Reihe, die mit 2 GHz und mehr getaktet werden, über einen großen L2-Cache verfügen und mit zwei CPU-Kernen gleichzeitig rechnen.

Auf AMD-Seite sind Notebooks mit Turion 64 X2 TL-5x empfehlenswert, die sich leistungsmäßig auf einem ähnlichen Niveau bewegen wie die Core 2 Duo T7xx. Allerdings hat soviel Prozessorleistung auch seinen Preis: Die Akkulaufzeiten sind mit diesen Geräten eher bescheiden, und zu den leisesten Vertretern ihrer Zukunft zählen diese Power-Notebooks ebenfalls nicht, da der CPU-Lüfter vor allem bei rechenintensiven Arbeiten öfter anspringt.

Weitere Infos:

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Michael Hülskötter

http://www.mhuelskoetter.de

Ich bin Blogger, IT-Journalist, (Buch-)Autor, Videotrainer, Content Manager - und das alles in einer Person. Ich gehöre seit 1999 der schreibenden Zunft an, und es macht mir immer noch sehr viel Spaß. Lebe seit 1977 in München und habe drei wundervolle Kinder.

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