CES Unveiled, Keynotes und ein bisschen Las Vegas

Stadt der Millionen Lichter: Las VegasEndlich komme ich dazu, mich hier aus Las Vegas von der Consumer Electronics Show 2007 zu melden. Es sind einfach zu viele aufregende Dinge passiert, so dass ich erst heute dazu komme, aus dieser wahnsinnigen Stadt einen Zwischenbericht zu liefern.

Etwas ganz persönliches vorab: Las Vegas ist wirklich unglaublich. Ob das die 50.000 Spielautomaten oder Pokertische oder Roulettes sind oder die Millionen von Lichtern, die dich den ganzen Tag anblinken – die Stadt mitten in der Wüste kommt nie zur Ruhe. Und so war es für mich als Mitteleuropäer erst mal sehr gewöhnungsbedürftig, all das Treiben und Gewusel richtig einzuordnen.

Aber mittlerweile hab ich die Hektik und auch die Zeitverschiebung halbwegs im Griff und kann jetzt hier im Presseoffice der CEA ein wenig bloggen. Damit Sie auch nachlesen können, dass ich tatsächlich hier bin.

Hier ist übrigens gerade erst Montag Mittag, und die ersten zweieinhalb Tage standen im Zeichen der Vorab-Infos, Pressekonferenzen und Keynotes. Aber der Reihe nach.

Leicht enttäuschend: CES UnveiledCES Unveiled: Am Samstag stand als erster Programmpunkt die CES-Preview an, von der ich mir einiges an bedeutenden Infos und Hot News erwartet hatte. Diese Erwartung wurden aber leider nur zum Teil erfüllt.

Denn einerseits war es ziemlich schnell ziemlich voll, und zum anderen war die Auswahl an interessanten Produkten recht bescheiden. Aber ich will nicht meckern: Das Essen war ok, das Bier auch, und erste Kontakte konnte ich auch herstellen.

Besonders interessant fand ich die Erkenntnis, dass UWB, also drahtloses USB, bereits in den Startlöchern steht. Erst Vorab-Produkte gab es auch zu bestaunen. Damit können Sie in Zukunft Ihre Daten per Wifi-Verbindung auf den DVD-Brenner schieben.

Richtig lustig fand ich übrigens den schwimmenden iPod, der sich in einem Plastikmantel befindet und somit bis zu drei Meter tief tauchen können soll. Wer’s braucht…

Mit dabei: Sharp AquosPressekonferenzen: Bis wir das leicht organisatorische Chaos rund um die Pressekonferenzen entwirrt hatten, hat es ein wenig gedauert. Dann aber ging es Schlag auf Schlag. So bekamen wir von den Sharp-Oberen zu hören, dass endlich der weltgrößte LCD-Fernseher mit 108 Zoll zu sehen ist. Den haben wir, soweit ich mich erinnern kann, bereits auf der IFA begutachten dürfen…

Auf der extrem gut besuchten Samsung-PK waren natürlich wieder extrem schöne Fernseher mit LCD-Technik zu sehen, die immer größer werden und mehr und mehr auf 100 Hertz setzen. Für noch ruhigere Bilder. Und den ersten Blu-ray-Player konnten wir ebenfalls sehen. Übrigens im selben Design gehalten wie die Fernseher von Samsung.

Über Thomson RCA lässt sich eigentlich nur konstatieren: Ja, sie machen immer noch in MP3, scheinen immer noch den MP3-Player erfunden zu haben und kommen immer noch mit neuen, aber kaum schicken MP3-Playern auf den Markt.

Charismatischer Visionär: Bill Gates, Chairman der Micrsoft Corp.Absolutes Highlight des Tages aber folgte erst um 18.30 PET. Da betrat nämlich Bill Gates persönlich auf die Bühne, um möglicherweise zum letzten Mal eine Keynote auf der CES zu geben.

Es war für mich die erste Begegnung mit Bill, und die war sehr beeindruckend. Ein sehr charismatischer Mann, der genau weiß, was er sagt und der klare Visionen hat. Leider deckte sich letzteres nur bedingt mit seinem Vortrag, da das meiste von seinem Gesagten nicht wirklich neu war.

Die Themen waren ja klar: Windows Vista, Windows Live und das neue Office. Neu dabei waren ein Home Server von Hewlett Packard, auf dem sich sämtliche Bilder, Videos und MP3-Files für den gemeinsamen Zugriff im lokalen Netzwerk speichern lassen. Und von einer Partnerschaft mit Ford war ebenfalls die Rede.

Hübsch fand ich das Ende von Mister Gates‘ Keynote, in dem er seine und damit Microsofts Vision des kompletten vernetzten Zuhauses präsentierte. Aber das, das ist eine ganz andere Geschichte…

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