Centrino 2 Prozessortechnik von Intel im Detail [Upd]


Seit heute verfügbar: Intel Centrino 2 ProzessortechnikSeit heute ist sie also offiziell verfügbar, die Centrino 2 Prozessortechnologie von Intel. Bekannter ist sie unter ihrem Codenamen Montevina und stellt technologisch den Nachfolger der Santa-Rosa-Plattform dar.

Centrino 2 setzt sich aus drei Komponenten zusammen, die im Notebook verbaut sein müssen, damit dieses auch das entsprechende Intel-Logo tragen darf: Prozessor, Chipsatz und WLAN-Modul.

Prozessor: Penryn-CPU mit 1066-MHz-FSB

Im Centrino-2-Laptop muss ein Core 2 Duo werkeln, der auf Basis der 45-nm-Fertigungstechnik (Penryn) hergestellt worden ist. Derzeit kommen sechs Prozessoren in Frage, die in ein Centrino-2-gekennzeichnetes Notebook eingebaut werden dürfen:

Intel Core 2 Duo Extreme X9100 mit 3,06 GHz
Intel Core 2 Duo T9600 mit 2,8 GHz
Intel Core 2 Duo T9400 mit 2,53 GHz
Intel Core 2 Duo P9500 mit 2,53 GHz
Intel Core 2 Duo P8600 mit 2,4 GHz
Intel Core 2 Duo P8400 mit 2,26 GHz

Die CPUs aus der T- und P-Reihe unterscheiden sich in der Verlustleistung, die unterschiedlich hoch ist. Die T-Prozessoren kommen auf 35 Watt, P-CPUs verbrauchen lediglich 25 Watt und sind damit für längere Akkulaufzeiten bei weniger Leistung konzipiert (z. B. für ultraschlanke Notebooks wie das Macbook Air).

Sämtliche Core-2-Duo-Prozessoren haben zwei Gemeinsamkeiten: Einen großen L2-Cache mit 6 MByte Speicherkapazität sowie einen Front Side Bus mit 1066 MHz (im Vergleich zu den 800 MHz der Santa-Rosa-Plattform). Der Nachfolger von Montevina, Calpella, wird solch eine schnelle Verbindung zwischen Prozessor und Northbridge übrigens nicht mehr aufweisen, da diese Notebook-Technik über einen integrierten Speichercontroller verfügen wird.

Chipsatz: für integrierte und diskrete Grafiklösungen zugleich

Eine echte Neuheit ist die in Frage kommende Chipsatz-Familie mit der Bezeichnung Mobile Intel 45 Express, die drei verschiedene Chipsätze umfasst. Diese nennen sich GM45, GM47 und PM45. Die Unterschiede sind wie folgt: Intel Express PM45 nutzt eine diskrete Grafikkarte wie die Nvidia Geforce 9600 und unterstützt sowohl DDR2- als auch stromsparende DDR3-Speicherbausteine.

Update: Wie wir heute morgen auf der Lenovo-Veranstaltung erfahren haben, wird der Chipsatz GM47 erst im Laufe des Jahres erscheinen.

Die Chipsätze GM45 und GM47 sind mit einer integrierten Grafikeinheit ausgestattet, die beide auf der GMA-X4500-Grafik basieren und mit 533 MHz (GM45) bzw. 640 MHz (GM47) getaktet werden. Beide 3D-Chips zweigen vom Arbeitsspeicher bis zu 384 MByte ab, um 3D-relevante Daten abzulegen.

Eine echte Besonderheit hat Intel seiner Centrino-2-Plattform spendiert: Per Knopfdruck kann man bei Notebooks mit integrierter und diskreter Grafik zwischen beiden ohne Neustart hin- und herschalten.

Weitere kleinere und größere Verbesserungen betreffen die Wiedergabe von HD-Inhalten, das Encoding von Videos und die Unterstützung der Active Management Technology 4.0. Diese Technik ermöglicht ein drahtloses Warten der Montevina-Notebooks, und das aus dem Sleep- oder Hibernate-Modus heraus. Außerdem ist in den Chipsätzen ein TPM-Modul integriert, was bisher separat verbaut wurde.

Drahtlose Anbindung: Draft-11n und Wimax in einem

Wie auch schon bei Santa Rosa kommt in Montevina-Notebooks die 11n-WLAN-Technik zum Einsatz, die aber immer noch nicht ratifiziert ist. Außerdem unterstützt der WLAN-Adapter die bei uns bisher kaum verbreitete Wimax-Technik, die sich angesichts der zunehmenden UMTS-Installationen hierzulande auch wohl nicht durchsetzen wird. Intel nennt den WLAN-Adapter übrigens Wifi-Link 5000.

Außerdem ist bei Centrino 2 wieder der schnelle NAND-Speicher mit der Bezeichnung Turbo Memory am Start, allerdings mit 2 GByte Speicherkapazität.

Keine ähnlichen Beiträge gefunden.

  1. Bisher keine Kommentare.

Sie müssen angemeldet sein, um einen Beitrag zu verfassen.