Canon stellt 12 neue Fotoprodukte vor

Auf der gestrigen Pressekonferenz im München hat Canon gleich zehn neue Kameras und zwei Objektive vorgestellt. Die von den Fans erwartete Nachfolgerin des Bestsellers EOS 350D war allerdings nicht dabei.

Dafür gab es ein anderes Highlight: Die digitale Spiegelreflexkamera EOS 30D. Im wesentlichen handelt es sich dabei um eine modellgepflegte 20D. So dürfen sich anspruchsvolle Hobby-Fotografen jetzt über das schon von der EOS 5D bekannte 2,5-Zoll-Display freuen. Ausserdem wurde die Startzeit verkürzt (jetzt 0,15 Sekunden), die Serienbildfunktion verbessert (30 Fotos bei voller Auflösung in Folge) und der Verschlussmechanismus auf 100.000 Auslösungen ausgelegt. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Detailverbesserungen. Geblieben ist der Canon-eigene CMOS-Sensor mit 8,2-Megapixeln und der leistungsfähige DIGIC-II-Bildprozessor.

Ab März soll es die EOS 30D im Fachhandel geben. Die Preise liegen bei 1.399 Euro für den Body. Im Kit mit dem Objektiv EF-S 18-55 soll die Kamera 1.499 Euro kosten, mit dem EF-S 17-85 IS 1.949 Euro.

Passend zur 30D und anderen EOS-SLRs mit EF-S-Bajonett hat Canon das Objektiv EF-S 17-55mm 1:2,8 IS USM vorgestellt. Es bietet eine über den gesamten Brennweitenbereich konstante Lichtstärke von 1:2,8 sowie einen optischen Bildstabilisator. Es soll 1.099 Euro kosten. Für den professionellen Einsatz ist das EF 85 mm 1:1,2 II L USM gedacht. Das 2.049 Euro teure Objektiv lässt mit einer Lichtstärke von 1:1,2 keine Wünsche offen, wenn es darum geht auch in ungünstigen Lichtverhältnissen zu fotografieren.

Bei den Consumer-Kameras hat Canon einen großen Teil seiner Produkt-Palette runderneuert. Das neue Spitzenmodell bei den ultrakompakten IXUS-Kameras ist die Digital IXUS 800 IS für 499 Euro. Sie bietet eine Empfindlichkeit bis 800 ISO, einen optischen Bildstabilisator, ein CCD mit 6-Megapixeln, ein 2,5-Zoll-Farbdisplay und ein optisches 4fach-Zoomobjektiv. Auch bei den kleineren IXUS-Modellen gibt es etwas Neues. Die Modelle Digital IXUS 60 und 65 bieten ein 3fach-Zoom und ein CCD mit 6 Megapixeln. Der Unterschied: Die IXUS 65 besitzt ein großes 3-Zoll-Display, das kleinere Schwestermodell muss mit einem 2,5-Zoll-Display auskommen. Die empfohlenen Preise liegen bei 349 und 399 Euro.

Mit der PowerShot S3 IS hat Canon auch einen Nachfolger für die Ultrazoom-Kamera S2 IS präsentiert. Wesentliche Neuerung bei der 12fach-Zoom-Kamera ist die höhere Auflösung dank eines 6-Megapixel-CCDs. Die Vorgängerin bot hier lediglich 5 Megapixel. Damit zieht die S3 IS gleich mit ihrer schärfsten Konkurrentin, der Panasonic Lumix DMC-FZ7S. Der Preis, der mit einem Ultraschallmotor (USM) und optischem Bildstabilisator ausgestatteten Canon-Kamera liegt bei 549 Euro.

Ebenfalls mit neuen Modellen wartet die A-Serie von Canon auf. Diese Modelle richten sich an Ein- und Umsteiger sowie Fotografen, die Wert auf eine gute Ausstattung zu günstigen Preisen legen, aber auf das ultrakompakte Format der IXUS-Modelle verzichten können. Besonders die größeren Modelle der A-Serie werden hinsichtlich ihrer Bildqualität und kreativen Eingriffsmöglichkeiten gerne unterschätzt. Neues Top-Modell ist die PowerShot A700 mit 6fach-Zoom, 6-Megapixel-CCD und 2,5-Zoll-Display für 349 Euro. Desweiteren gibt es die neuen Modelle A530 (229 Euro), A540 (299 Euro), A430 (169 Euro) und A420 (169 Euro).

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