Bye, bye, 1&1, ihr habt einen Kunden weniger!

Wozu so ein Besuch eines Telekom-Technikers doch manchmal gut sein kann! Denn in dieser Viertelstunde habe ich mehr über meinen DSL-Anschluss gelernt als in all den Telefonaten mit der 1&1-Hotline zuvor. Aber das ist ja auch keine Kunst. Aber der Reihe nach…

Angefangen haben meine 1&1-DSL-Problem im Sommer letzten Jahres. Da hatte ich ständig Verbindungsabbrüche, und die Leitung musste sich immer wieder neu synchronisieren. Folge: ich hatte eine unzuverlässige Internet- und Telefonverbindung, was natürlich extrem nervig ist. Diverse Mails und Telefonate mit der Hotline ergaben außer „bei uns ist alles in Ordnung“ keine neuen Erkenntnisse, außer, dass die DSL-Anbindung irgendwann wieder funktionierte. So weit, so gut.

Dann, Anfang Dezember, tauchten die Probleme erneut auf, und zwar massiv. Dies äußerte sich vor allem in CRC-Fehlern, die in die Tausende gingen, aber auch der Rauschabstand sank stellenweise auf ein bedenklich niedriges Niveau ab (so auf 5 bis 6 dB, 10 dB sollten es mindestens sein!). Also, via Twitter wieder die 1&1-Hotline darüber informiert, es wurden wieder Messungen durchgeführt, ein Kollege des Supports rief sogar an, um mit mir gemeinsam meinen Anschluss zu überprüfen. Ergebnis: Alles okay. Und tatsächlich, danach war wieder Ruhe auf der Leitung.

Tja, und dann kamen die Störungen wieder, so kurz vor Weihnachten. Wieder meldete meine Fritzbox-Software, dass CRC-Fehler und geringe dB-Werte permanente Leitungsaussetzer verursachten. Also, wieder via Twitter 1&1 darüber informiert, und tatsächlich, wieder bekam ich einen Anruf der Hotline (also, dass mit Twitter klappt immerhin), und auch diesmal wurde mir Hilfe zugesagt. Diese sollte telefonisch erfolgen. Sollte, denn der Kollege vom Support hatte wohl Besseres zu tun und versetzte mich, obwohl ich pünktlich zuhause auf seinen Anruf wartete. Das hob meine Stimmung nicht unbedingt. Ach ja, ich sollte mir doch vielleicht eine neue Fritzbox kaufen, denn meine könnte ja defekt sein.

Tja, und dann habe ich am vorletzten Donnerstag mal wieder in die Fritzbox-Software reingeguckt, und was ich da sah, hat mich fast umgehauen: massenhaft CRC-Fehler und ein Rauschabstand, der teilweise bei noch genau 1 dB lag. Also, wieder lustig getwittert, und auch diesmal kam der Anruf prompt. Doch dann hatte ich wieder so einen Supporttechniker am Apparat, der auch meinte, alles sei bei mir in Ordnung und vielleicht ist es ja meine Hardware. Oder ich sollte doch mal eine separate Steckdose für die Fritzbox verwenden. Ja, ist klar. Meine Frage, ob mir 1&1 testweise einen WLAN-Router zur Verfügung stellen kann, wurde natürlich verneint. Auch klar.

Tja, und jetzt dieser Telekom-Techniker-Besuch heute morgen. Er hat alles vermessen und kam zum Schluss, dass mit der Leitung alles gut ist. Es hat sich allerdings auch herausgestellt, dass die 2,3 Mbit, die mir 1&1 zur Verfügung stellt, weil angeblich der nächste Verteilerkasten zu weit ist, gar nicht das technische Maximum darstellen. Es ist wohl nur so, dass 1&1 aus Kostengründen einen schon etwas betagteren Port gemietet hat, der halt nur 2,3 Mbit/s schafft. Denn technisch, und das bekam ich heute bestätigt, sind 6 Mbit möglich. Das hat mir doch ein wenig die Sprache verschlagen!

Damit steht mein Entschluss seit heute fest: ich kündige asap meinen DSL-Vertrag mit 1&1, hole mir nur noch DSL (und zwar die 6-Mbit-Variante), und werde in Zukunft via VoIP telefonieren, und zwar mit der Sipgate-iPhone-App, die gute Dienste leistet. Dann gibt es in Zukunft auch keine Probleme mehr mit der Rufnummernübernahme, wenn ich mal wieder umziehe. Und ich bin per VoiP-Nummer jederzeit und überall erreichbar. Wie gut, dass ich bei Sipgate schon ein Konto habe.

Fazit: Nie wieder 1&1, oder wie diese ganzen Billiganbieter heißen. Dann lieber 10 Euro im Monat mehr investiert, dafür habe ich dann eine vernünftige Leitung und einen guten Support, der mir auch helfen kann!

Published by Michael Hülskötter

Ich bin Blogger, IT-Journalist, (Buch-)Autor, Videotrainer, Content Manager - und das alles in einer Person. Ich gehöre seit 1999 der schreibenden Zunft an, und es macht mir immer noch sehr viel Spaß. Lebe seit 1977 in München und habe drei wundervolle Kinder.

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