Apple MacBook Pro 17-Zoll

Apple bringt MacBook Pro 17 Zoll mit 2,16 GHz Intel Core Duo. 17-Zoll PowerBook aus dem Programm genommen.

Eigentlich wartet die Mac-Gemeinde auf das einfache MacBook (ohne Pro), welches das erfolgreiche iBook beerben soll. Statt dessen hat Apple jetzt die 17-Zoll-Version des MacBook Pro vorgestellt. Die eigentliche Sensation ist, dass es wieder einen mobilen Mac mit schneller Firewire800-Schnittstelle gibt. Alle Video-Werker wird diese Nachricht freuen.

Wichtigstes Kennzeichen ist natürlich das neue 17-Zoll-Display. Zur Erinnerung: Apple war der erste Notebook-Hersteller, der solch eine Displaygröße für Notebooks angeboten hat. Mittlerweile haben Hinz und Kunz 17-Zoll-Notebooks im Angebot. Also höchste Zeit für Apple nachzulegen. Das ist auch geschehen: Das neue Display mit einer Auflösung von 1680 x 1050 Bildpunkten soll gegenüber dem Vorgänger um 36 Prozent bei der Helligkeit zugelegt haben (300 cd/m2). Befeuert wird das Display vom gleichen Grafikchip wie beim 15-Zoll-Pendant, nämlich dem ATI Mobility Radeon X1600 mit 256 MByte GDDR3 Speicher.

Eine deutlichen Aufschlag gibt es bei den inneren Werten. Während das größte Modell des 15 Zoll MacBook Pro mit einem 2 GHz Intel Core Duo ausgestattet ist, genehmigte Apple seinem Spitzenmodell die 2,16-GHz-Variante. Ausserdem gibt es eine 120 statt einer 100 GByte Festplatte. Die restlichen Daten sind identisch: 1 GByte DDR2 SDRAM Arbeitsspeicher und einen 667 MHz Front-Side-Bus.

Standesgemäß ist endlich der DVD-Brenner. Das neue 17 Zoll MacBook Pro ist der erste mobile Mac mit Dual-Layer-Brenner und 8fach Geschwindigkeit. Das ist insofern interessant, als das Apple laut eigenen Angaben im 15-Zöller wegen der geringen Bauhöhe des MacBook Pro kein Dual-Layer-laufwerk unterbringen konnte. Doch das 17-Zoll-Modell hat exakt die gleiche Höhe (2,6 Zentimeter). Wie Apple das Problem mit der Bauhöhe gelöst hat oder ob das nur ein vorgeschobener Grund war, ist nicht bekannt.

Das größere 17-Zoll-Gehäuse hat den Apple-Technikern Platz gegeben Schnittstellenmäßig aufzurüsten: Neben dem erwähnten Firwire800-Anschluss gibt es noch eine Firewire400-Schnittstelle und gleich drei USB-2.0-Anschlüsse. Die 15-Zoll-Version muss sich mit einem Firewire400 und zwei USB-2.0-Anschlüssen begnügen.

Ansonsten bietet die 17-Zoll-Variante die gleichen Highlights wie der 15-Zöller. Dazu zählt die eingebaute iSight-Kamera genauso, wie der von Magneten gehaltene MagSafe-Stecker, der ein versehentliches Niederreissen des Notebooks verhindern soll, falls jemand über die Schnur stolpert. Weitere Ausstattungsmerkmale: Beleuchtete Tastatur, Scroll-Pad (simuliert das Scrollrad der Maus), Audioaus- und Eingang (optisch und digital), integriertes WLAN und Bluetooth, DVI-Ausgang und Dual Link für den Anschluss des Apple 30-Zoll Cinema HD Displays.

Wirklich interessant wird der große MacBook Pro im direkten Preisvergleich mit der Top-Variante des 15-Zöllers. Für 2.799 Euro, also lediglich 200 Euro mehr, gibt es einen schnelleren Prozessor, ein größeres Display, mehr Festplattenspeicher und eine bessere Schnittstellen-Ausstattung. Interessant ist auch der Verglich mit einem Dell-Notebook: Das 17-Zoll-Top-Modell von Dell, der XPS M1710 kostet in der Grundausstattung 2.499 Euro, in einer dem MacBook Pro ähnlichen Ausstattung kommt er auf exakt 2.835,40 Euro (Stand 24.4.2006). Damit wäre auch endgültig widerlegt, dass Macs teurer als Windows-PCs sind.

Bleibt zum Schluss noch die Frage, wer ein 17-Zoll-Notebook benötigt. Meiner Meinung nach ist das reine Geschmackssache und eine Frage der Anforderungen, die man an ein Notebook stellt. Ich selbst habe zirka ein Jahr lang den Vorgänger benutzt und war sehr glücklich mit dem großen Display. Ein echter Desktop-Ersatz. Trotzdem bin ich später auf ein 15-Zoll-Modell umgestiegen, da mir der 17-Zöller einfach zu groß war für mobiles Arbeiten. Für Fotografen, Grafiker und Video-Arbeiter die einen mobilen Rechner brauchen, ist der 17-Zöller trotzdem die erste Wahl.

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