Mit der neuen iTunes-Version 8 gelangt in das Apple-Tool ein Hauch von Amazon-Einkaufserlebnis. Denn mithilfe des neuen Features Genius wird anhand der eigenen Mediathek in der rechte Spalte eine Liste mit Kaufempfehlungen in Echtzeit automatisch erstellt.
Um die Liste generieren zu können, ermittelt iTunes bestimmte Parameter wie Titelnamen, Zähler und Bewertungen und sendet diese an Apple. Diese Daten werden laut AGB anonym verarbeitet. Na, dann hoffen wir mal, dass dem auch so ist.
Vor dem ersten Einsatz von Genius ist ein wenig Geduld angesagt, denn das Durchforsten der eigenen Mediathek kann je nach Titelanzahl schon eine ganze Weile dauern. Ach ja: Für die Nutzung von Genius ist eine Apple-ID notwendig. Damit Sie die Empfehlungen auch gleich kaufen können. Sonst würde das Geschäftsmodell ja gar nicht aufgehen, oder?!
Um Genius das erste Mal zu benutzen, wählt man einfach ein beliebiges Musikstück aus und bekommt daraus per Mausklick eine Genius-Wiedergabeliste erstellt, die sich genauso einfach aktualisieren und bei Bedarf speichern lässt . Diese basiert übrigens nicht nur auf der eigenen Musiksammlung, sondern auch auf denen anderer iTunes-8-User, die Genius aktiviert haben.
Update: Da waren wir ein wenig voreilig. Die Genius-Wiedergabeliste basiert ausschließlich auf der eigenen Mediathek. Einzig die Empfehlungen, die in der rechten iTunes-Spalte auftauchen, werden anhand der eigenen und vieler anderer Musiksammlungen generiert.
Aber auch die Bedieneroberfläche von iTunes 8 ist neu. Obwohl, nicht ganz, schließlich funktioniert diese wie die von iPhoto: Sämtliche vorhandenen Alben einzelner Interpreten werden unter einem Symbol zusammengefasst. Fährt man mit der Maus darüber, blättert man durch die einzelnen CD-Cover und kann ein bestimmtes Album per Mausklick auswählen. Aus dieser Ansicht heraus funktioniert Genius übrigens auch.
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#1 von Reiner Addams am 27. September 2008 - 14:12
Ist ja lustig, welchen Schmusekurs der gemeine Mac-User einschlägt, wenn Apple private Daten natürlich “anonym” verarbeitet. Bei vergleichbaren Features aus Redmond wäre ein Sturm der Entrüstung losgebrochen und hätte zu einem Rückzieher des Microsoft-Unternehmens geführt. Da switched man so fleißig vor sich hin, um dann zu erkennen, dass man den Teufel gegen den Beezlebub getauscht hat. Nur gefährlicher, weil kreativer und weil dessen “Volk” aus Gutmenschen besteht. In der Politik gibt’s ein Pendant: Russland groß daher böse, Georgien kleiner daher gut!