Apple Event auf dem Cupertino-Campus 2007

Die Show beginnt wie immer: Steve Jobs betritt die Bühne und erzählt von Erfolgen. Die letzten 12 Monate waren für Apple hervorragend. Der Hersteller aus Cupertino kann das dreifach Wachstum des Branchendurchschnitts für sich verzeichnen.

Neue iMacs
Dann das erste Highlight: Die neuen iMacs. Komplett aus Aluminium und mit Glossy-Displays in den Größen 20 oder 24 Zoll. Die neuen Gehäuse sind deutlich schlanker als die der Vorgänger. Dazu gibt es neue, ebenfalls sehr schlanke Tastaturen.

Das erste Mal mit Extra-Tasten für verschiedene Funktionen, wie etwa Mail. Diese befinden sich, ähnlich wie bei MacBook und Co, über den Zahlentatsten, dort wo bei PCs die Funktionstasten sitzen.

Die Ausstattung erscheint sehr highendig: Bis zu 1 TByte große Festplatten, 4 GByte Arbeitsspeicher, 2,8 GHz CPUs und eine ATI Radeon HD-Grafikkarte.

Die US-Preise erscheinen angesichts der Ausstattung nicht gerade günstig, aber angemessen: Das 24-Zoll-Modell soll 1.799 US-Dollar, das 20-Zoll-Modell 1.499 US-Dollar kosten. Ausserdem gibt es einen 20-Zöller iMac in Sparausstattung für 1.199 US-Dollar. Vermutlich als Ersatz für den günstigen 17-Zoll iMac. Und klar, die neuen iMacs sind sofort verfügbar.


iLive 08
Als nächstes stellt Steve Jobs iLive 08 vor. iPhoto wurde deutlich überarbeitet und mit vielen neuen Funktionen ausgestattet. Steve Jobs merkt an, dass Foto-Bibliotheken mit fünf oder sechs tausend Bilder keine Seltenheit sind. Dem trägt das neue iPhoto Rechnung.

Die Foto-Bibliothek wird jetzt in so genannte Events unterteilt. Damit meint Steve Jobs Bilder, die während einer Aufnahme-Session oder rund um ein bestimmtes Ereignis aufgenommen wurden. Etwa den Urlaub. Statt durch 6.000 Fotos, kann man jetzt durch Events durchblättern.

Kurzum, iPhoto soll jetzt das zeigen, was man sehen will und nicht einen riesigen Wust von nicht zugeordneten Bildern.

Weitere Highlights sind die iPhone-Integration (was zu erwarten war) und die Integration mit einer neuen Foto-Gallerie auf dem Apple-eigenen Online-Dienst .mac. Steve Jobs betont dabei, dass .mac zur Zeit rund 1,7 Millionen User hat.

iMovie
iMovie wurde komplett überarbeitet. Steve Jobs erzählt dazu folgende Geschichte: Einer von Apples Video-Ingenieuren hat auf den Cayman Inseln Urlaub gemacht und dabei jede Menge Unterwasser-Videos in HD gedreht. Danach wollte er innerhalb von 30 Minuten einen Film zusammenschneiden. Das hat weder mit iMovie, noch mit Final Cut Pro. Also hat er kurzum ein eigenes Programm geschrieben.

Das Ergebnis ist das neu iMovie. Es ähnelt jetzt eher iTunes oder iPhone, verwaltet also jetzt auch die Sammlung selbst gedrehter Videos.

Steve Jobs führt vor, wie einfach sich mit dem neuen iMovie Videos schneiden lassen. Ein paar Mausklicks hier, ein paar dort und fertig ist der Film. (Wenn es nur in Wirklichkeit so einfach wäre).

Natürlich unterstützt auch iMovie die neue .mac Web-Gallery und das iPhone.

iWeb
Auch iWeb ist kräftig überarbeitet worden. Es beherrscht jetzt Widgets und kann an verschiedene Google-Dienste angebunden werden. So können jetzt Google-Maps und Google-Anzeigen integriert werden. Nicht klar ist, ob ein wesentlicher iWeb-Nachteil behoben wurde: Im der alten Version konnten keine Unterseiten generiert werden. Wäre schön, wenn das neue iWeb dies endlich könnte.

iDVD
Auf das neue iDVD geht Steve Jobs nur kurz ein. Es gibt neue Themes und ein neues Encoding.

Garageband
Auch darauf geht Steve Jobs nur kurz ein. Es gibt jetzt eine Multi-Session Aufneahme-Möglichkeit und Pre-Sets für verschiedene Musikstile.

iLive 08 wird ab sofort mit allen neuen Macs ausgeliefert. Im Einzelverkauf soll es 79 US-Dollar kosten.

.mac
Der Speicherplatz wurde auf 10 GByte angehoben, der Pries blieb der gleiche: 99,95 US-Dollar pro Jahr.

iWork
Darauf haben wir schon lange gewartet. Endlich wurde iWork kräftig überarbeitet. Es gibt neue Themes, Effekte und Übergänge für Keynote. Ausserdem lasen sich Animationen automatisch generieren.

Auch für Pages gibt es neue Themes. Insgesamt 140 Templates stehen jetzt zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es neue Ansichten. Beispielsweise für reine Teextverarbeitung und für Layout.

Das Highlight kommt ganz zum Schluss: Endlich gibt es in iWork eine Tabellenkalkulation. Sie heißt Numbers und bringt endlich Zahlenkollonen und Tabellen Mac-like auf den Schirm.

iWork 08 ist ab sofort verfügbar und kostet 79 US-Dollar.

Zum Abschluß der Veranstaltung gibt es eine Frage-und-Antwort-Session. bezeichnend für amerikanische Journalisten: Es werden kaum interessante Fragen gestellt. Bis auf eine und die betrifft Apple TV. Steve jobs antwortet darauf, dass diese Veranstaltung dem Mac gilt. Aber zu Apple TV würde es bald Neuigkeiten geben. Wir sind gespannt. Hoffentlich bauen sie endlich ein DVD-Laufwerk ein.