24 Gründe, warum Macs die besseren Computer sind [Update]

Neulich wurde ich wieder einmal in eine Diskussion über die Vorzüge des Macs gegenüber Windows-PCs verwickelt. Leider fallen mir in solchen Situationen nicht immer alle Argumente ein. Deshalb habe ich sie einmal niedergeschrieben.

Dazu noch einige Anmerkungen: Ich bin Realist und nicht irgend ein naives Apple-Kiddie, welches unreflektiert alles aus Cupertino kommende schluckt. Ich liebe Apple-Produkte und vor allem Macs. Aber es sind nur Computer. Werkzeuge für Beruf und Freizeit. Ich vergöttere weder Apple noch seinen leider viel zu früh verstorbenen CEO Steve Jobs. Ich bewundere lediglich einige Aspekte deren Wirkens. Apple ist im moralischen Sinne weder besser noch schlechter als jede beliebige, den Aktionären verpflichtete Firma.

Ich schicke das deshalb voraus, damit nicht der Eindruck entsteht, ich wäre verblendet.

Hier also die ultimative und manchmal subjektive Liste der Gründe, warum Macs besser sind:

1. Produktivität: Klingt vielleicht einfältig, aber es ist meine Erfahrung: Am Mac ist man produktiver. Ich zumindest. Es war ein schleichender Prozess. Auf meinem Schreibtisch standen Ende der Neunziger Jahre mehrere PCs und ein Mac. Ohne, dass es mir zunächst bewusst war, habe ich zunehmend mit dem Mac gearbeitet. Anfang 2001 habe ich dann alle PCs zum Teufel gehauen und besitze seit dem nur noch Macs. Das System selbst aber auch die meisten Programme sind einfach besser, lösungsorientierter. Weniger Features mehr Ergebnisse.

2. Design: Das Argument ist abgedroschen, da es sich meistens nur auf das Aussehen bezieht. Ja, Apple-Produkte sind schöner. Punkt. PCs anderer Hersteller beleidigen mein Auge, sind häufig sogar ausgesprochen hässlich. Aber es geht nicht nur darum. Gutes Design bedeutet auch gute Funktion. Und die stimmt beim Mac. Angefangen bei den vielen cleveren Details wie dem MagSafe-Stecker, über die Ladestandsanzeige bei Notebooks bis hin zur simplen aber praktischen Aufbewahrungsbox der Apple-Innenkopfhörer für den iPod.

Fast noch wichtiger ist das Design der Benutzeroberflächen von Mac, iPad, iPhone, iPod und Apple TV. Es gibt zur Zeit nichts, was besser funktioniert und schöner ist. Windows 7, Windows 8 oder gar Windows 10? Paah! Geschmacklos, bunt und überfrachtet. Mac OS X hingegen ist nicht nur schöner und optisch ruhiger sondern vor allem besser. Glauben Sie nicht? Ausprobieren!

PS: Wer Mac OS X kennt und liebt, auf den wirkt Windows wie eine Kopie, die von jemandem gemacht wurde, der noch nie mit OS X ernsthaft gearbeitet geschweige denn es verstanden hat.

PPS: Windows-Umsteiger kommen mit Macs häufig nicht zurecht, weil sie von umständlichen Microsoft-GUIs versaut sind. Das meiste geht auf dem Mac einfacher und schneller als gedacht. Ehrlich!

3. Software im Lieferumfang: Auspacken, Einschalten und Loslegen. Das geht mit jedem Mac, denn man bekomm fast alles was man braucht mitgeliefert. Vom genialen Fotos und iMovie über iDVD und Garageband für Hobby-Musiker bis hin zum Adressbuch, Mail-Client und Kalender. Nur um einige zu nennen. Ich glaube, dass 90 Prozent der Anwender nicht mehr an Software brauchen, als das was zum Lieferumfang gehört. Spezielle Programme für den Beruf einmal ausgenommen.

4. MS-Office: MS-Office ist für viele Anwender ein Muss. Abgehakt, denn es gibt auch eine Mac-Version. Ok, es gibt und es wird auch in Zukunft ein paar kleinere Kompatibilitätsprobleme geben. Etwa VBA oder die Anbindung an ältere Exchange-Server. Aber das ist nur für User relevant die in ausgesprochen Microsoft-zentrierten Unternehmen arbeiten und zudem mit einer Mac-feindlichen und halsstarrigen IT-Abteilung geschlagen sind.

5. OpenOffice: Wer um ein Office-Paket nicht herumkommt, kann auch auf dem Mac OpenOffice verwenden. Mit NeoOffice gibt es sogar eine ausgesprochen Mac-freundliche Variante davon. Die hat zudem den Vorteil, dass sie im Gegensatz zum aktuellen MS-Office für den Mac das neue XML-basierte Office-Dateiformat versteht.

6. Keynote: Weil wir schon bei den Office-Applikationen sind: Keynote ist das beste Präsentationsprogramm auf dem Markt. Schönere und überzeugendere Präsentationen als mit Keynote bekommt man mit keinem anderen Programm hin. Ich spreche aus Erfahrung, denn ich benutze sowohl Powerpoint als auch Apple Keynote. Die Design-Templates sind bei letzterem besser genauso wie die Bedienung. Ich bin damit schneller und bekomme bessere Ergebnisse.

7. Viren und Trojaner: Auch wenn Microsoft-Chef Bill Gates immer wieder das Gegenteil behauptete: Macs sind sicher. Ja, die theoretische Gefahr ist da. Schließlich ist ein Mac auch nur ein Computer und damit potentielles Angriffsziel für Viren und Trojaner. Tatsache aber ist, dass mir bislang keine Mac-Viren oder Trojaner bekannt sind, die jemals einen Schaden angerichtet hätten. Experten sehen das ähnlich und stufen Mac OS X im Gegensatz zu Windows nicht als Hoch-Risiko-Betriebssystem ein.

8. Klappe zu, Klappe auf: Suspend und Resume soll ja angeblich auch auf Windows-Notebooks funktionieren. Zugegeben, Resume funktioniert bei den aktuellen PC-Notebooks besser als früher. Aber so gut und schnell wie bei Apple-Notebooks ist es immer noch nicht. Wenn ich mein Powerbook nicht mehr brauche, klappe ich das Display zu und der Rechner wechselt in den Schlafmodus. Brauche ich ihn wieder, dann mache ich ihn auf und er ist sofort wieder da. Hey, Mac OS X basiert auf UNIX, genauer gesagt FreeBSD! Da gehört die hohe Uptime zum guten Ton. Wenn da nicht die notwendigen Neustarts nach wichtigen Systemupdates wären, dann würde mein Mac nie booten müssen.

9. Parallels, Bootcamp und Virtual PC: Spätestens seit dem Wechsel auf Intel-Prozessoren sind Macs auch prima Windows-PCs. Wer unbedingt Windows braucht, für den gibt es mehrere Möglichkeiten. Für PowerPC-Macs gibt es Virtual-PC. Dabei läuft Windows bis XP parallel zu Mac OS X. Allerdings ist das eher ein Notbehelf. Da Virtual PC einen PC emulieren muss ist Windows sehr langsam. Anders bei Parallels und Bootcamp auf Intel-Macs. Während bei letzterem entweder Windows oder Mac OS X gebootet werden, läuft Windows bei der Virtualisierungslösung Parallels zusammen mit OS X. Im sogenannten Coherence-Modus kann man sogar Windows-Programme in separate Fenster packen. Das neue Vista stellt mittlerweile weder Bootcamp noch Parallels vor Probleme.

10. Windows-Dateien: Der Mac hat keine Probleme Windows-Dateien zu lesen und NTFS- und FAT-formatierte Datenträger zu mounten und zu nutzen. Das heißt, dass Macs sich ganz problemlos in Windows-Umgebungen eingliedern lassen. Macs sind von Haus aus mit der Windows-Datenwelt kompatibel.

11. Keine Registry: Wenn es etwas gibt, was ich bei Windows hasse, dann ist es die „Registry“. So etwas von anfällig (siehe Punkt 13) und undurchsichtig… Der reinste Wahnsinn.

12. Programm-Installation und Deinstallation
Bis auf wenige Ausnahmen ist der Mac ein Musterbeispiel für einfache Installation und Deinstallation von Programmen. Programm entpacken und unter Umständen das Image mounten (beides macht der Installer automatisch) dann das Programm in den Programme-Ordner ziehen, fertig! Deinstallation gefällig? Einfach das Programm in den Papierkorb ziehen. Weg ist es! Wer es unbedingt besonders sauber haben will, kann noch eventuell die zugehörige Konfigurationsdatei in den Papierkorb schieben. Notwendig ist es nicht.

13. Just do it!: Ich habe es schon weiter oben angesprochen: Mit dem Mac ist man produktiver, alles ist viel einfacher und häufig geht mehr als beim PC. Was ich damit meine ist beispielsweise die Integration der einzelnen Programme und deren Funktionen ineinander. Wenn ich mal notgedrungener Weise auf einem Windows-PC arbeiten muss, wird mir das schmerzlich bewusst. Da wundere ich mich dann, wenn ich bestimmte Objekte nicht aus einem Programm in ein anderes ziehen kann oder was das für ein Aufwand ist, einen Speicher-Stick an- und abzumelden. Tipp: Probieren Sie mal aus, wie einfach man eine DVD mit Menü, toller Diashow, Hintergrundmusik und Videoclips basteln kann. Machen Sie das mal auf einem PC!

14. iCloud: Ok, auch viele Mac-User sind vom Apple Online-Dienst iCloud nicht wirklich begeistert. Aber ich liebe ihn und nutze ihn. Auch hier wieder die nahtlose Integration mit den vielen Mac-Programmen. E-Mail, Adressbuch- und Kalender-Abgleich, Backup, Webseiten, Dokumente synchronisieren mit mehreren Macs und iDevices, etc. pp. So einfach, so genial. Ich könnte nicht ohne.

15. Fotos und iTunes: Beides tolle Programme, ganz klar. Aber warum ich sie hier extra erwähne, liegt nicht an den tollen Funktionen und der einfachen, sprich produktiven, Bedienung. Es ist die Art, wie sie meine Dateien verwalten. Viele Dateien. Mehr als 10.000 Fotos und es werden fast täglich mehr. iTunes verwaltet für mich (Stand heute) fast 14.000 Songs und dabei wartet immer noch meine halbe CD-Sammlung auf die Digitalisierung. „Na und?“ werden Sie sagen, dass können PC-Programme auch. Nein, können sie nicht, zumindest nicht so.

Nehmen wir Fotos: Ich schließe die Kamera an und sofort meldet sich die Anwendung und fragt mich, ob es die neuen Fotos importieren soll. Ich sage ja, aber bitte nur die, die noch nicht im System sind. Zack, fertig. Jetzt kann ich sie, wenn ich will, verschlagworten, sortieren, bearbeiten, mit Effekten versehen oder beschneiden. Egal was ich ändere, das Original bleibt dabei erhalten. Man kann damit unglaublich tolle Diashows machen und zwar mit wenigen Mausklicks. Stöbern im Fotobestand ist ein Kinderspiel und geht selbst auf meinem Uralt-MacBook geschmeidig von statten. Es gibt kein auch nur annähernd vergleichbares Programm auf dem PC. Ich weiß es, denn ich habe so ziemlich alle schon mal ausprobiert.

Noch wichtiger ist für mich iTunes. Musikhören ist mein Hobby. Ich hatte als Jugendlicher eine riesige LP-Sammlung, später kamen CDs. Aber zusammen mit dem iPod hat iTunes die Art und Weise wie ich Musik konsumiere komplett umgekrempelt und zwar zum Besseren hin. Ich habe jetzt mehr Spaß an meiner Musik-Sammlung als jemals zuvor. Der Grund dafür ist unter anderem die die datenbankmäßige Struktur und Ablage. XML sei es gedankt. Mit iTunes macht es richtig Spaß auch riesige Musiksammlungen zu durchstöbern, Playlisten (auch automatisierte) zusammenzustellen oder einfach DJ zu spielen. Da kommt kein Winamp und Mediaplayer mit. Nicht im Ansatz. Und jetzt kommt auch noch Apple Music hinzu.

16. Mac OS X ist nicht geschwätzig: Oh, wie ich Windows für seine vorlauten Wortmeldungen hasse („dieser Computer ist gefährdet“, „wollen sie diese Datei wirklich löschen“, „sie können das Medium jetzt entfernen“…). Nichts dergleichen gibt der Mac von sich. Und dann dieses überfrachteten Windows-Dialoge und Menüs… Brauche ich nicht, will ich nicht! Keep it simple, weniger ist mehr!

17. Plug and Play: Wenn man an den Mac etwas anschließen kann, egal ob per USB, Firewire, Bluetooth oder WLAN, dann funktioniert es auch meistens und zwar sofort. Bis jetzt ist mir noch keine Digitalkamera untergekommen, die nicht sofort von Fotos erkannt worden wäre. Handys mit Kalender und Adressbuch synchronisieren? Kein Problem. Camcorder? Sie brauchen nur das entsprechende Kabel.

18. Zwei-Tasten-Maus: Immer noch gibt es das Vorurteil, dass der Mac mit einer Ein-Tasten-Maus bedient wird. Ja, wenn man es will. Aber schon seit Mac OS/9 ist sowohl die linke als auch die rechte Maustaste auf dem Mac heimisch. Einfach eine entsprechende Maus anschließen und man kann rechtsklicken wie man gerade lustig ist.

19. WLAN: Apple ist immer der erste Hesteller, der einen schnelleren WLAN-Standard einführt (802.11g, 802.11n und das vor der offiziellen Verabschiedung). Wichtiger aber ist, es funktioniert: Apple-Notebook aufmachen, Mac OS X bemerkt ein WLAN und fragt ob es sich einloggen soll. Bestätigen, Kennwort eingeben, Online! Wenn ich bedenke, was für Probleme ich mit verschiedenen Windows-Notebooks und WLAN schon hatte und wie kompliziert das häufig war…

20. PDF: Wieviel einfacher kann das Erstellen eines PDFs noch sein? In Mac OS X gehört der PDF-Writer zum System. Das bedeutet, dass jede Anwendung die drucken kann, auch ein PDF erstellen kann. Sauber, schnell, problemlos.

21. Hit me Baby: Mac-Anwender werden von Hardcore-PC-Nerds gerne als Bildchenschieber verulkt. Für jeden noch so winzigen Arbeitsschritt bräuchten sie die Maus. Falsch! Ich kenne kein Betriebssystem, in dem man so bequem so viel machen kann ohne die Finger auch nur einmal von der Tastatur zu nehmen. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich zuletzt per Menü und/oder Maus eine Anwendung beendet ([Befehl]+[q], ein Fenster minimiert [Befehl]+[h] oder gedruckt [Befehl]+[p] hätte. Und das sind wirklich nur die trivialen Befehle.

22. Spotlight, Dashboard, Automator: Ok, die systemweite Suche gibt es mittlerweile auch in Windows 10. Auch so etwas ähnliches wie das Dashboard, wobei ich die Apple-Lösung mit der transparenten Einblendung ([F12]) wesentlich praktischer finde. Aber die kinderleichte Script-Programmierung via Automator schießt für mich den Vogel ab. Nicht unbedingt deshalb, weil man so eigene Skripte bzw. Makros programmieren kann. Das tun die wenigsten. Sondern weil das eine wunderbar einfache Lösung ist, mit der Programmentwickler neue, systemweite Funktionen implementieren können und dies auch gerne tun.

23. Der Preis ist heiß: Ja, Macs sind nicht billig. Dafür aber preiswert im eigentlichen Sinn. Vergleichen Sie einen beliebigen Mac mit einem exakt genauso ausgestatteten PC in ähnlicher Qualität. Der Preisunterschied relativiert sich schnell. Vergessen Sie ausserdem nicht den Lieferumfang, spezielle die beigepackte Software!

Was es bei Apple nicht gibt sind Schnäppchen-PCs und Notebooks von zweifelhafter Qualität (schlecht abgestimmte Komponenten, billige Displays, schlechtes Powermanagement und entsprechend laute Lüfter).

Oder anders gesagt: Ein Schreiner weiß genau, warum er den teuren Hobel nimmt, ein Friseur käme nie auf die Idee eine billige Haushaltschere zu verwenden und ein Koch gibt sich niemals mit einem 2,95 Euro Messer zufrieden. Auf der Baustelle kommt nicht der Baumarkt-Bohrhammer zum Einsatz sondern eine sauteure Hilti. Ich habe kein Geld zu verschenken. Gerade deshalb kann ich mir einen Billig-PC im Beruf nicht leisten.

24. Bonuspunkt: „Think different“: Lesen, staunen und sich gut fühlen: Das Think-Different-Anthem. Dazu gab es auch mal einen Werbespot.

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