Warum das Nokia Lumia 800 dem iPhone Konkurrenz machen kann (Teil 3)

Dank eines schusseligen Bauarbeiters, der laut unseres Zugbegleiters einen wichtigen Kabelstrang durchtrennt und damit für eine Umleitung inklusive 30-minütiger Verspätung des ICE 820 von München nach Essen gesorgt hat, komme ich tatsächlich noch dazu, den dritten Teil meiner Lumia-800-Trilogie ins Netz zu stellen. Allerdings wird und kann dieser abschließende Abschnitt zu meinen Lumia-800-Impressionen nicht vollständig sein. Neue respektive fehlende Aspekte werde ich hier Stück für Stück nachtragen.

Was mir gefällt

Die Kamera: 8 Megapixel, ein vernünftiger Blitz und zahlreiche Bearbeitungsfunktionen machen aus dem Lumia 800 eine echte Alternative zu Kompaktkameras. Wenn da nicht dieser seltsame Lilaschleier wäre, sobald der Weißanteil eines Bildes höher als auf „normalen“ Bildern ist. Was könnte das nur sein, Nokia?

Die Texteingabe: Dafür kann Nokia zwar nix, aber selbst das Tippen längerer Texte gelingt mit dem Lumia 800 schneller und stressfreier als mit meinem iPhone. Zuständig hierfür ist das sehr gute Wörterbuch, das in Echtzeit die möglichen Wortkombinationen anzeigt, aus der man das Wort seiner Wahl per Fingertipp in den Text einfügen kann. Und was Apple bis heute nicht implementiert hat, ist das Hinzufügen neuer Wörter in das WP-Lexikon. Danke, Microsoft!

Sprachgesteuerte Suche: Anfangs hielt ich das für ein gut gemeintes Gimmick, aber die sprachgesteuerte Suche von Bing, der Antwort seitens Microsoft auf Google, funktioniert ziemlich gut, und das sogar auf Deutsch. Allerdings sollte man auf eine möglichst saubere Aussprache achten – wie im richtigen Leben eben.

Animierte Kacheln: Das, was sich auf dem iPhone sehr statisch präsentiert, mutet auf dem Lumia 800 dank Windows Phone fast schon zu verspielt an: animierte Kacheln, die etwas über den jeweiligen Zustand der dahinter liegenden App verraten. Ob der aktuelle Foursquare-Punktestand, neue Nachrichten oder die Kontaktliste als bewegliche Fotosammlung – stets sieht man auf einen Blick, was sich gerade im eigenen Mikrokosmos so tut. Das gilt übrigens auch für den Sperrbildschirm, der die Anzahl neuer Nachrichten verrät und das Musikstück anzeigt, das man gerade hört.

Was mir nicht so gefällt

Fehlende App-Ordner: Zugegeben, Apple hat auch eine ganze Weile gebraucht, bis sich Apps zu Ordner zusammenfassen ließen. Das ist aber kein Grund für Microsoft, darauf zu verzichten. Selbst bei „nur“ 40.000+ Apps im Marketplace kann es da ganz schnell unübersichtlich werden. Da nützt dann auch nix, wenn sich die Lieblings-Apps auf der Startseite beliebig anheften und anordnen lassen.

Akkulaufzeit: Ich hatte es zwar schon mal bemängelt, will es aber nochmals wiederholen: Von einem modernen Smartphone erwarte ich eine Akkuleistung, die mich zumindest einen Arbeitstag lang mit Strom fürs mobile Surfen, Musik hören und mehr versorgt. Daher ist die Rund-um-die-Uhr-Tauglichkeit des Lumia 800 noch verbesserungswürdig. Allerdings geht es Apple mit dem iPhone 4/S in Kombination mit iOS 5.0.1 nicht viel besser. Und beide Seiten (also Nokia und Apple) haben in Form eines baldigen Updates Abhilfe des Problems versprochen. Hoffentlich!

Kein Tethering mit dem Nokia Lumia 800 und wann es kommen soll

Jetzt sitze ich hier in diesem ICE 820 auf dem Weg nach Köln, der iPhone developer conference 2011 wegen, und habe natürlich das ein oder andere zu schreiben. Und da ich ein Online-Mensch bin, ist hierfür eine funktionierende Internetverbindung unerlässlich, klar. Die WLAN-Anbindung der Bahn funktioniert (mal wieder) nicht, so dass ich auf meine seitens T-Mobile freigeschaltete offiziellen Verlautbarungen zurückgreife. Aber dafür habe ich sie ja schließlich.

Ein kurzer Blick ins mobile 3G-Web genügte allerdings, um festzustellen, dass das Lumia 800, mit dem ich gerade „on tour“ bin, diese Funktion (noch nicht) unterstützt. Denn glaubt man den offiziellen Verlautbarungen, wird diese Funktion erst mit dem größeren Windows-Phone-Update Anfang nächsten Jahres freigeschaltet. Das soll dann auch die Akkuprobleme endgültig beheben, die beim neusten Nokia-Spross zu bemängeln sind. Also warten wir aufs Update, und alles wird gut…

Ach ja: Zum Glück habe ich mein iPhone noch nicht eingemottet und nenne eine Büroklammer mein Eigen. So konnte ich einen schnellen SIM-Karten-Tausch vornehmen und mein Apple-Handy reaktivieren. Des Tetherings wegen. Und auf einer iPhone-Entwickler-Konferenz macht sich das Teil ohnehin besser, oder?! Obwohl Nokia und Microsoft gemeinsam auf der IPDC11 sein werden. So gesehen habe ich die Wahl, ganz ohne schlechtes Gewissen…

Warum das Nokia Lumia 800 dem iPhone Konkurrenz machen kann (Teil 2)

Das Nokia Lumia 800: zukünftiger iPhone-Killer?!
Das Nokia Lumia 800: zukünftiger iPhone-Killer?!

Am Freitag habe ich den ersten Teil meiner Miniserie zum Lumia 800 online gestellt. Und gleich dazu via Twitter einen Kommentar bekommen, dass das Nokia-Smartphone trotz diverser positiver Aspekte nicht mal ansatzweise zum iPhone-Konkurrenten taugt. Das Argument Pro-iPhone lautete: „Geh mal in beide Appstores, dann weißt du es mit Sicherheit.“.

Nun gut, dann werde ich das doch heute mal tun und nachgucken, was dem Windows Phone Marketplace im Vergleich zum iPhone App Store noch so alles fehlt. Was aber korrekt heißen muss: was mir noch alles fehlt. Denn was andere auf ihrem Smartphone installieren, interessiert mich an der Stelle nicht, da ich im Laufe der vier iPhone-Jahre ganz gut herausgefunden habe, was für mich auf einem Smartphone wichtig ist – und was nicht.

Darüber hinaus werde ich mich noch mit den Themen Social-Media-Integration und Multimedia auf dem Lumia 800 beschäftigen. Na dann mal los!

Windows-Phone-Apps: Klar, mit mehr als einer halben Million Apps für das iPhone kann der Windows Phone Marketplace nicht mithalten. Dafür ist der Vorsprung seitens Apple einfach schon viel zu groß, schließlich gibt es deren Appstore bereits seit März 2008. Aber mit über 40.000 Windows-Phone-Anwendungen muss sich der Microsoft-Appstore wahrlich nicht verstecken, und dank des aktuellen Lumia-Hypes werden sicherlich weitere Software-Entwickler über Windows Phone als dritte Plattform neben iOS und Android nachdenken. Dazu könnte unter anderem die iPhone developer conference beitragen, die morgen und übermorgen in Köln stattfindet und auf der beide Protagonisten – also Nokia und Microsoft – anwesend sein werden.

Mit der Umsetzung der wichtigsten Apps, die auf meinem iPhone laufen, geht es recht zügig voran. Egal, ob Facebook, Twitter oder die Bahn-App – ich habe bereits zahlreiche Anwendungen auf dem Lumia 800 installiert, die mir jeden Tag gute Dienste leisten. Zwar sind noch nicht alle Apps perfekt an das Metro-Design angepasst, aber die ersten iOS-Anwendungen waren auch nicht allesamt fehlerfrei. Natürlich fehlt mir noch die 90elf-App, aber dafür gibt es zumindest die kicker.de-App, wenngleich es diese mit der 90elf-Anwendung bei weitem nicht aufnehmen kann.

Auch sind im Marketplace schon diverse Koch-Apps verfügbar und die Wikipedia-App, eine Fahrplan-App für den ÖPNV und vieles mehr. Und wer sich schon mal die Navi- und Karten-Apps von Nokia angesehen hat, wird die Karten-App auf dem iPhone und die Navigon-Navi-App nie wieder vermissen.

Ach ja: Multitasking ist unter Windows Phone 7.5 bei weitem noch nicht perfekt umgesetzt. So sind lediglich die fünf zuletzt geöffneten Anwendungen per Zurück-Taste direkt erreichbar. Das ist für Viel-Apps-Benutzer wie mich natürlich nicht sehr befriedigend.

Social-Media-Integration: Damit wirbt Microsoft seit Anfang an: die hohe „Integrationsdichte“ sämtlicher Kontaktdaten, über die man verfügt. Sei es also ein Windows-Live- oder Twitter- oder Facebook-Kontakt, alle werden unter einer gemeinsamen Oberfläche dargestellt, und zwar im sogenannten People-Hub. Dabei werden die wichtigsten Kontaktdaten anhand der Facebook- und Twitter-Einträge im Adressbuch des Smartphones sichtbar gemacht. Und die eigenen Details zum jeweiligen Kontakt natürlich auch.

Genauso funktioniert auch die „private“ Timeline, die man mit seinen Kontakten pflegt. Denn zu jedem Kontakteintrag werden sämtliche Aktivitäten angezeigt, also jede Mail, jede SMS, jedes Telefonat und jeder Facebook-Eintrag. Damit sind Konversationen mit einzelnen Leuten transparenter und sehr kompakt. Und natürlich lassen sich auch einzelne Kontakte zu Gruppen zusammenfassen, sodass man sich schnell und bequem mit einzelnen Gruppenmitglieder austauschen kann.

Multimedia: Was für die Kontakte gilt, lässt sich auf die Multimedia-Daten genauso anwenden. Denn sämtliche Videos und Musikstücke, die sich auf dem Lumia 800 befinden (oder jedem anderen WP-Smartphone), werden im Multimedia-Hub angezeigt. Und wenn man eine Audio- oder Video-App auf seinem WP-Handy installiert hat, wird diese ebenfalls dort integriert. Vom Multimedia-Hub gelangt man auch in den Marketplace, den Windows-Phone-Appstore.

So, und wem das immer noch nicht reicht, der warte am besten auf den dritten Teil meiner Lumia-800-Trilogie, in der es um die Themen „Gimmicks“, „Schwächen“ und mehr geht.

Warum das Nokia Lumia 800 dem iPhone Konkurrenz machen kann (Teil 1)

Das Nokia Lumia 800: zukünftiger iPhone-Killer?!
Das Nokia Lumia 800: zukünftiger iPhone-Killer?!

Jetzt habe ich das Nokia Lumia 800 genau eine Woche, was förmlich nach einem längeren Blogbeitrag schreit. Da ich aber so viel zu dem neuen Smartphone von Nokia zu sagen habe, gibt es heute den ersten Teil einer Miniserie, die sich mit dem Lumia 800 vor allem aus der Sicht eines langjährigen iPhone-Anwenders beschäftigt.

Ja, das bin ich, denn mein erstes iPhone habe ich Mitte November 2007 käuflich erworben und seither nicht mehr die Marke, sondern nur das jeweilige Modell gewechselt. Aber das Lumia 800, ja, doch, das hat auf jeden Fall das Potenzial, legitimer Nachfolger meines iPhone 4 zu werden. Na, mal sehen…

Äußerlichkeiten: Beim ersten Einschalten fand ich spontan das superhelle, sehr scharf auflösende Display des Lumia überzeugend, wenngleich ich es im Modus „Automatische Helligkeit“ ein wenig zu hell finde. Dafür gelingt das Lesen von noch so kleinen Buchstaben (beispielsweise auf Webseiten) wesentlich müheloser als mit dem iPhone 4, und das trotz Retina-Display des Apple-Smartphones.

Aber auch das Design des Nokia-Neulings hat es mir von Anfang an angetan: das leicht abgesetzte Display, die klaren Konturen und die sehr ansprechende Haptik verleihen dem Lumia 800 sehr viel Eleganz. Dabei wirkt es gleichzeitig sehr robust und widerstandsfähig, wovon ich mich allerdings bis dato noch nicht überzeugen konnte. Zum Glück!

Innere Werte: In Sachen innere Werte unterscheiden sich die bisherigen Windows-Phone-Smartphones kaum voneinander, da Microsoft klar regelt, was in solch ein Gerät eingebaut werden muss. Dazu zählt unter anderem ein schneller Prozessor (hier: 1,4 GHz) und ein halbwegs vernünftig dimensionierter Speicher (hier: 16 GByte).

Diese Leistungsmerkmale machen sich beim Lumia 800 in zweierlei Hinsicht bemerkbar: positiv im Sinne von Top-Leistung (was man beispielsweise beim Rendern des Nokia-Kartenmaterials gut merkt) und negativ im Sinne der Akkuleistung, die derzeit noch nicht an die des iPhone heranreicht (obwohl, momentan dürfte der Unterschied nicht sonderlich groß sein). Aber Nokia hat bereits Abhilfe in Form zweier Updates versprochen, die Anfang und Ende Dezember zur Verfügung gestellt werden sollen.

Bedienung: Hinsichtlich der Bedienung kann man iPhone und Lumia 800 kaum vergleichen, zu unterschiedlich sind die Bedienkonzepte der beiden Betriebssysteme, das im Hintergrund werkeln. Das iPhone setzt mit iOS auf eine klare Struktur, die für jede App-Funktion ein eigenes Fenster oder ein eigenes Symbol vorsieht. Damit springt man von Aktion zu Aktion, was nicht immer im besten Sinne einer intuitiven Bedienung ist.

Microsoft hingegen verfolgt mit Windows Phone einen völlig anderen Ansatz: das zugehörige Metro-Design sieht eine sogenannte Panorama-Ansicht vor, die es erlaubt, per Wischbewegung von einer Funktion zu anderen zu navigieren. Man bleibt also stets innerhalb desselben Fensters. Soweit die Theorie. In der Praxis sieht es leider nicht immer so aus, das merkt man besonders den Apps an, die vom iPhone (oder von Android) kommen und lediglich eine Portierung, aber keine echte Anpassung an das Metro-Design verpasst bekommen haben.

Was das iPhone auch nicht kennt, sich Bedienknöpfe, so wie es Microsoft in seinen WP-Designrichtlinien vorsieht. Klar, ein Smartphone, das nur mit einem Home-Knopf auskommt, ist schlichter im Design, aber die drei Tasten auf der Vorderseite des Lumia 800 (und all den anderen WP-Smartphones) haben durchaus ihre Vorzüge. Wobei Taste es nicht ganz trifft: Es sind lediglich Funktionssymbole, die erst mit Einschalten des Geräts aktiv und damit benutzbar werden.

Diese Funktionstasten sind mit „Zurück“, „Home“ und „Suchen“ belegt. Darüber hinaus gibt es an der rechten Seite einen Lautstärkeregler, eine Ein-/Aus-Taste sowie einen Kameraknopf, den Microsoft ebenfalls vorschreibt und mit dem sich die Foto-/Videofunktion direkt starten lässt. Das ist schon praktisch und durchdacht. Na gut, das kann das iPhone seit der aktuellen Version 5 von iOS auch…

Apropos durchdacht: Bei der Erst-Inbetriebnahme des Lumia 800 sollen zwei Aufkleber auf der Oberseite des Smartphones dabei helfen, die SIM-Karte richtig einzusetzen. Die gute Nachricht: man benötigt keine Büroklammer wie beim iPhone. Die schlechte: ich musste trotzdem in die Schnellanleitung gucken, da ich die angegebenen zwei Schritte nicht wirklich verstanden habe. Für alle, die sich das Lumia zulegen wollen oder bereits zugelegt haben: Der USB-Deckel wird per leichtem Druck auf die linke Abdeckungsseite aufgeklappt, damit man anschließend den SIM-Schacht durch einen leichten Druck auf die linke Seite desselben lösen und öffnen kann. Aber wie gesagt: eine Büroklammer braucht man nicht dazu…

Sodala, und bald, sehr bald, folgen hier die Teile 2 und 3, die sich unter anderem mit den Themen Social-Media-Integration, Multimedia, verfügbare Apps, Gimmicks, Schwächen und mehr beschäftigen werden.

Sneak Preview: Was ich am Nokia Lumia 800 toll finde

Nokia LumiaDa ich heute leider nicht mehr dazu komme, endlich mal etwas Substantielles über das Nokia Lumia 800 zu schreiben, folgten an dieser Stelle die wichtigsten Eigenschaften, die mir zu dem jüngsten Spross aus der Familie der Windows-Phone-Phones einfallen. Musik ab, bitte! Aber bitte ganz sanft und leise…

Echter iPhone-Konkurrent!

                  Formschön!

      Mal was anderes!

        Windows Phone at its best!

Die totale Social-Media-Integration!

     Robustes Ding!

Die wichtigsten Apps gibt es auch!

                                  Vollständig anpassbar!

Metro-Design!

                                    Einfach schön!

    Versteht sich auch mit meinem Mac!

Echter iPhone-Konkurrent!

Die iPhone-App zur iPhone Developer Conference 2011

Die iPhone Developer Conference 2011 lässt sich mit der zugehörigen App prima planen
Die iPhone Developer Conference 2011 lässt sich mit der zugehörigen App prima planen

Letzte Woche habe ich darüber gebloggt: ich fahre auf die iPhone Developer Conference 2011, die heuer zum vierten Mal stattfindet, und zwar in Köln, im schicken Radisson Blu Hotel, unweit der Messe. Und da ich noch nicht ganz genau weiß, welche Sessions ich besuchen soll, kam heute eine E-Mail gerade recht, in der etwas von einer Konferenz-App geschrieben stand, die auf den schlichten Namen IPDC hört. Klar, dass ich mir die mobile Anwendung direkt auf mein iPhone gezogen habe.

Sehr positiv fällt beim ersten Start auf, dass die App ihre Daten automatisch aktualisiert. Das ist natürlich toll, falls sich am Programmablauf oder bei den Referenten etwas Entscheidendes tun sollte (dieses Update kann auch manuell ausgelöst werden). Daneben bietet der Startbildschirm einen Countdown, der darüber Auskunft gibt, wie viele Tage, Stunden und Minuten wir noch warten müssen, bis die Show beginnt. Warum allerdings die Namen sämtlicher Referenten in der Abspannmanier der 70er Jahre durchs Bild laufen, erschließt sich mir nicht so ganz.

Neben diesen Spielereien bietet die App allerhand Nützliches und Durchdachtes. Hierzu gehört eine Übersicht sämtlicher Referenten und Vorträge, die die iPhone Developer Conference 2011 zu bieten hat. Ein Fingertipp liefert Infos zum Vortragendem und Vortrag und bietet weitere Details wie eine vorhandene Webseite des Referenten, eine Kurzbio und mehr. Wirklich praktisch aber ist die Möglichkeit, die jeweilige Session mithilfe von ein bis fünf Sternen zu bewerten. Feedback in Echtzeit, sozusagen. Aber auch das Eintragen eines interessanten Vortrags in den Kalender und das Anlegen eigener Notizen pro Session und Referent sind weitere nützliches Features der App.

Neben diesen Konferenz-Infos und interaktiven Möglichkeiten hat Ivo Wessel, der Entwickler der IPDC-App, den RSS-Stream der Community-Hilfe-Seite codekicker.de in die mobile Anwendung gepackt. Schade, dass es nur die Fragen und nicht die News sind, die die Seite täglich generiert. Was allerdings der etwas alberne Timer unter „Utilities“ soll, weiß wohl Ivo nur allein. Aber vielleicht erklärt er es mir ja in Köln.

Wer also nächste Woche auf die iOS-Entwicklerkonferenz kommen will, der sollte sich (a) mit der Anmeldung ein wenig beeilen, da laut Veranstalter nur noch wenige Tickets erhältlich sind, und (b) diese App auf sein iPhone laden. Der besseren Planung wegen. Man sieht sich in Köln!

Komfortabel zu tragendes Bluetooth-Headset für iPhone und Konsorten

Komfortabel drahtlos telefonieren: Bose Bluetooth Headset Serie 2
Komfortabel drahtlos telefonieren: Bose Bluetooth Headset Serie 2

Was ist das Beste, was man von einem Headset sagen kann?! Genau, dass man es gar nicht bemerkt. So gesehen muss man das Bluetooth-Headset der Serie 2 von Bose in die Kategorie „Unmerkbar“ einordnen. Denn dieses Kleinstgerät sitzt so komfortabel in der Ohrmuschel, dass man tatsächlich nach einer gewissen Zeit vergisst, dass sich dieses Gadget zum Freisprechen- und -hören im Ohr befindet.

Der ausgezeichnete Klang des kleinen Headsets taugt nicht nur zum Telefonieren, sondern auch prima zum Musikhören, wenn auch nur „Mono“, also auf einem Ohr. Das widerspricht zumindest nicht vollständig der StVO, da das andere Ohr ja unbehelligt bleibt. Im Auto würde ich es trotzdem nur zum Freisprechen einsetzen. Aber auf dem Fahrrad…

Mein erster Versuch, das Bose Bluetooth-Headset mit meinem iPhone zu verbinden, scheiterte an meinem ausgeprägten Widerwillen, Betriebsanleitungen zu lesen. Ich hätte es aber auch so wissen können: Für den Erstkontakt zwischen Headset und iPhone muss man die Telefontaste des Bose-Gadgets für einige Sekunden festhalten, bis die blaue Bluetooth-LED ihr Blinkverhalten ändert (danke an der Stelle nochmals an die Bose-Hotline, die mich auf die Idee brachte). Dann erkennt das iPhone auch das Headset, sodass beide – per Fingertipp auf die Modellbezeichnung – „gepairt“, also via Bluetooth verbunden werden können.

Am Headset befinden sich drei Tasten: eine zum Ein-/Ausschalten, eine für die Lautstärke und eine für die Annahme und das Initiieren eines Anrufs. Und eine Mini-USB-Buchse befindet sich ebenfalls am Bose-Gadget: damit lässt sich der Akku entweder per Steckdose oder per Computer aufladen.

Laut Bose soll das Headset in der Lage sein, Windgeräusche und ähnliche akustische Beeinträchtigungen so zu filtern, dass mich mein Gesprächspartner auf der anderen Seite der Leitung gut verstehen kann. Das werde ich bei Gelegenheit noch testen. Die Hörqualität ist auf jeden Fall sehr gut, das steht schon mal fest.

Preislich zählt das Bose-Bluetooth-Headset nicht zu den Günstigsten seiner Klasse: 150 Euro berappt man für das drahtlose Gadget. Dafür bekommt man ein Freisprech-Device vom Feinsten. Und beim Bestellen daran denken: es gibt das Headset für das linke und für das rechte Ohr, je nach Präferenz.