Archiv für den Monat: Mai 2010

Droidcamp 2010: Android everywhere!

Es war ja nicht mein erstes Barcamp, aber sicherlich mein vollstes. Wow, da hat das Orga-Team rund um Boris Jebsen wirklich einen Super-Job gemacht! Es waren nämlich schätzungsweise 400 Leute (oder mehr) auf dem Droidcamp 2010 , und das hatte sich gleich mal am Morgen in zweierlei Hinsicht ungünstig ausgewirkt: Zum einen dauerte das Check-in aller Teilnehmer viel länger als erwartet, so dass die Veranstaltung mit erheblicher Verspätung losging. Und zum anderen dauerte die Vorstellungsrunde, wie sie auf Barcamps üblich ist, ein wenig länger. Auch, weil es immer wieder Leute gab, die die Begrifflichkeit “3 Stichworte zur eigenen Person” nicht ganz auf dem Radar hatten…

Jenseits dieser organisatorischen “Hick-ups” war das Interesse an neuen und schon bekannten Themen riesig, und die Konferenzräume waren immer sehr gut besucht. Da ich mich natürlich nicht vierteilen konnte, folgt hier nur eine kurze Zusammenfassung der Sessions, in denen ich saß und über die ich fleißig getwittert habe.

Los ging’s mit einer Feedbackrunde von und mit Thibaut Rouffineau, der sich mal den Spaß gemacht hat, die wichtigsten Android-Appstores auf diverse Merkmale hin abzuklopfen. Dazu zählen unter anderem Kriterien wie “Time-to-Market”, “auszufüllende Felder”, “Time to load” und natürlich die Zahl der Downloads pro Appshop. Vor allem dieser letzte Werte der vorgenommenen Downloads in zehn ausgewählten Appstores ist ein wenig erschütternd: Nach fünf Tagen hatte der Android-Market die Konkurrenz quasi in den Boden gerammt, oder wie soll man ein Download-Verhältnis von 10:1 zum zweitplatzieren Store von GetJar sonst nennen? Amüsant war auch das direkte Feedback von Thibaut an die anwesenden Vertreter der einzelnen Stores. Dabei kam unter anderem heraus, dass der Motorola Shop4Apps erst mal nicht nach Europa kommt.

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How-to: So kommt die Folie aufs Apple iPad

Zunächst einmal: Ohne großes Aufheben darum machen zu wollen, aber dieser Beitrag ist Nummer 2.000 des IT-techBlog, und das ist zumindest eine kleine Randnotiz wert. Oder auch eine größere. Und wem gebührt die Ehre des Jubiläums-Blogposts?! Der nigelnagelneuen iPad-Entspiegelungsfolie von Folix, die ich heute testweise von Soular über deren Agentur erhalten habe. Und, seid ihr stolz darauf bei Soular?! Gut.

Der Kartoninhalt ist sehr spartanisch: Neben der Folie befindet sich eine dreisprachige Aufbringungsanleitung sowie ein Putztuch und eine Glattstreichkarte mit in der Verpackung. Die Anleitung erklärt ziemlich kleingeschrieben, wie die Folie aufs iPad kommt. Dabei soll man erst mal probekleben (also ohne gleich zu kleben), sich wegen der statischen Aufladungmöglichst von Tischdecken o.ä.  fern halten und das iPad vor dem Aufbringen der Entspiegelungsfolie möglichst staubfrei machen.

Für den Punkt “staubfrei” gibt es das weiße Putztuch, das sich samt Glattstreichkarte in einer Plastikhülle befindet (des Staubes wegen). Nachdem das iPad-Display völlig sauber ist, legt man das Apple-Tablet am besten auf einem Tisch (ohne Tischdecke) auf eine rutschfeste Unterlage und entfernt die Folie von der Trägerfolie um einige Zentimeter (nachdem man sie aus der Schutzhülle genommen hat, was die Anleitung geflissentlich verschweigt) und knickt sie ein Stückchen weg.

Anschließend setzt man die Folie an der Home-Button-Seite auf das iPad und bringt die Entspiegelungsfolie Stück für Stück auf dem Apple-Tablet an. Dabei nimmt man am besten die beiliegende Karte zu Hilfe, um die Folie damit sukzessive beim Anbringen glatt zu streichen (diese Karte wird in der Anleitung übrigens auch nicht erwähnt). Dabei sollte man auf jeden Fall das Tuch um die Karte “wickeln”, da ansonsten die Folie sofort verkratzt.

Leider geht das Ganze nicht völlig blasenfrei ab (zumindest ist es mir nicht gelungen). Allerdings kann man die Folie relativ leicht lösen und dann sein Glück nochmals versuchen. Und die Blasen, die dann immer noch zu sehen sind, lassen sich mit dem Staubtuch ganz gut eliminieren. Dabei solltet ihr versuchen, die Blasen nach außen zu wischen, bis sie völlig weg sind.

Fazit: Ganz so einfach, wie es dargestellt wird, ist das Anbringen der iPad-Entspiegelungsfolie nicht. Aber der Entspiegelungsfaktor ist wirklich toll. Und Fingerabdrücke sind auch weniger sichtbar. Alles in allem also ein sinnvolle Anschaffung für iPad-Besitzer.

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MeeGo ist tatsächlich das Beste von Moblin und Maemo

Nächste Woche findet in Berlin die droidcon 2010 statt, wo ich sowohl vom Barcamp als auch von der Tageskonferenz berichten werde. Die Akkreditierung ist erledigt, das Hotelzimmer gebucht, die Reiseverbindung auch – da kann ja nix mehr schief gehen.

Neben meiner noch relativ frischen Begeisterung für Googles Opensource-OS Android treibt mich auch das Sponsoring von Intel nach Berlin, die neben der Unterstützung auch einen der führenden MeeGo-Spezialisten aus Schweden in die Bundeshauptstadt schicken. Und klar, dass ich live vor Ort sowohl über Jonas Kollbergs Session als auch über die anderen Präsentationen berichten werde.

Jonas beschäftigt sich vor allem mit dem Betriebssystem-Zusammenschluss MeeGo, das das Beste aus zwei Welten in sich vereinen soll, nämlich Nokias Maemo und Intels Moblin. Wenn man sich die Featureliste von MeeGo mal ein wenig genauer ansieht, fällt recht schnell auf, dass dem auch so ist.

Das beginnt schon mit der Bedieneroberfläche, die sich doch sehr stark an Moblin orientiert. Aber auch die Middleware-Elemente deuten darauf hin:

  • Der Verbindungsmanager ConnMan war bereits unter Moblin implementiert, wird aber auch von Nokia seit Mitte letzten Jahres unterstützt.
  • Mit BlueZ setzen Nokia und Intel auf einen erprobten Bluetooth-Stack, dessen zugehöriges Projekt Anfang des Jahrtausends von Qualcomm ins Leben gerufen wurde. Auch BlueZ ist Teil von Moblin und Maemo.
  • Bei den Internet Services vertraut MeeGo unter anderem auf die Social-Media-API LibSocialWeb, mit der sich direkt auf Dienste wie flickr, last.fm und Twitter zugreifen lässt. Außerdem können die Daten innerhalb der MeeGo-Anwendung dargestellt werden.
  • Mit GeoClue lassen sich Location Based Services und Apps realisieren. Sowohl Maemo als auch Moblin setzen schon seit längerem auf dieses Opensource-Projekt zur Bestimmung von Positionen, Adressen und mehr. Beispiele hierfür sind MaemoStars, MaemoMapper und andere geo-basierte Anwendungen.
  • In Sachen 2D-Grafik unterstützt MeeGo das Opensource-Projekt Cairo, mit dem sich plattformunabhängig 2D-Elemente zeichnen, rendern und transformieren lassen. Auch Cairo ist schon seit längeren Teil von Maemo und Moblin.
  • Mit GStreamer kommt ein Multimedia-Framework zum Einsatz, das einerseits mit seinen vielfältigen Audio- und Video-Codecs glänzt und gleichzeitig Programmierern eine eigene Entwicklungsumgebung bietet, mit der sich recht einfach neue Multimedia-Plugins schreiben lassen.

Diese Liste ließe sich noch fortführen, aber dann kommt ja keiner mehr zu Jonas’ Vortrag während der droidcon-Konferenz. Also, schon mal im Kalender vormerken: Berlin, Donnerstag, 27. Mai 2010, 12:45, Jonas Kollberg, Open Source Mobile Platform Meego. Wir sehen uns!

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iPad-Apps jetzt auch im deutschen iTunes App Store erhältlich

Sodala, seit heute ist es soweit: Man kann endlich auch hierzulande direkt auf dem iPad schoppen gehen – und zwar in Euro, wie anhand des Bildes gut zu erkennen ist. Leider fehlen noch die deutschsprachigen Pendants zu den iWork-Tools Pages, Numbers und Keynote. Und gerade auf Keynote warte ich schon ziemlich sehnsüchtig – wie auch auf den passenden VGA-Adapter, mit dem Projektor und Konsorten in Verbindung mit dem Apple-Tablet eingesetzt werden können. Na ja, der 28. Mai ist ja nicht mehr so weit weg.

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Moorestown steht für Vielfalt, lange Batterielaufzeiten und viel Power

Erst gestern habe ich die rhetorische Frage gestellt, warum Software-Entwickler sich mit Moorestown beschäftigen sollten. Tja, und heute schaue ich mir dazu passend die Vorzüge von Moorestown an und beantworte meine Frage von gestern noch ein bisschen detaillierter.

Vielfalt: Dass die künftige Atom-Prozessor-Plattform für mehr Vielfalt im mobilen Markt sorgen wird, ergibt sich schon fast von selbst. Ob Smartphone, Tablet-PC oder andere tragbare Gadgets – für Intel wird Moorestown der ultimative Einstieg in einen immer wichtiger werdenden und gleichzeitig hart umkämpften Markt. Apple, HTC und Co. können nicht irren.

Lange Batterielaufzeiten: Wenn das stimmt, was in Sachen Akkulaufzeiten prognostiziert wird, können sich iPhone, Nexus One und Konsorten schon mal warm anziehen. Denn mit einer Standby-Zeit von mehr als zehn Tagen (sic!), der Option, zwei Tage ununterbrochen Musik zu hören und mehr als fünf Stunden HD-Videos zu gucken werden Smartphones zum ersten Mal auch länger ohne Nachladen auskommen. Selbst wenn man die obligatorischen 50 Prozent von diesen Werten abzieht, bleiben immer noch Batterielaufzeiten übrig, die derzeitige Smartphones nicht zu bieten haben.

Viel Power: Klar, zur Moorestown-Plattform gehört ein x86-kompatibler Prozessor, der leistungsmäßig in einer anderen Liga spielt als die aktuellen Smartphone-CPUs, hinter denen meist ARM oder Qualcomm stecken. Mit Moorestown-basierten Gadgets sind künftig Dinge möglich wie echtes Multitasking, Videokonferencing, HD-Videos in 1080p-Auflösung, 720p-Videoaufnahmen, echte 3D-Spiele und einiges mehr. Das wird das “Smartphoning” in ganz neue Dimensionen schießen.

Und was ist die Konsequenz aus diesem Feature-Set? Nun, mit mehr Power und längeren Akkulaufzeiten werden Anwendungen möglich sein, die genauso gut auf Note- oder Netbooks laufen könnten, nur dass sie auch auf einem “Taschen-PC” verfügbar sind. Und dass bei der Software-Entwicklung für solche Gadgets bestimmte Dinge zu berücksichtigen sind, erfahrt ihr hier in den nächsten Wochen. Stück für Stück.

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