Archiv für den Monat: März 2010

Take 3: iPhone developer conference 2010 kommt!

Zugegeben, bis zur nächsten iPhone developer conference sind es noch ein paar Tage hin (um ganz genau zu sein: 245 und der Rest von heute). Allerdings erreichte mich gerade eine Mail vom Veranstalter, der mir die groben Daten zukommen ließ. Denn ja, ich bin dieses Jahr zum ersten Mal Teil des so genannten Advisory Boards, das sich um inhaltliche und andere Dinge kümmert. Und in dieser Funktion will ich doch schon mal ein paar Dinge los werden.

Um die Entwicklerkonferenz im Vergleich zum Vorjahr noch größer und noch erfolgreicher machen zu können, hat das Eventteam rund um Florian Bender eine sehr coole und sehr bekannte Location gefunden und gemietet: den Gürzenich zu Köln, in dem unter anderem die Närrischen während des Karnevals ihr Unwesen treiben. Wenn das kein gutes Omen ist! Das Datum ist wieder der 1. und 2. Dezember, an denen vor allem Business-Entscheider und Software-Entwickler angeprochen und mit zahlreichen Infos versorgt werden sollen.

Für die passenden Vorträge werden auch dieses Jahr wieder Referenten gesucht, die ab dem 7. April ihre Themenvorschläge einreichen können. Diese werden dann vom Advisory Board gesichtet, bewertet und daraus eine hoffentlich gute Mischung an Vorträgen zusammengestellt. Wir sind schon sehr gespannt, welche Vorschläge dieses Jahr eingehen werden.

Anmelden könnt ihr euch natürlich schon jetzt, auch wenn noch ein bisschen Zeit dafür ist. Verpasst aber auf keinen Fall den 13. Oktober, das ist nämlich der Stichtag für den Der-Frühe-Vogel-Anmeldungspreis, der für einen Tag bei 399 Euro liegt und für beide Tage bei 699 Euro (danach kostet es jeweils 100 Euro mehr). Und falls ihr wissen wollt, wie die iPhone developer conference letztes Jahr aussah, sollte ihr auf diesen Link klicken.

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Netbook-Store von Intel startet in Europa

Ich hatte es gestern Abend gleich getwittert, als die Infos aus den USA über den großen Teich schwappten: Der Intel AppUp Center kommt am 31. März nach Europa, wird also ab Mittwoch nächster Woche in insgesamt 27 Ländern verfügbar sein und natürlich auch bei uns. Die gute Nachricht daran: Wir werden sofort in den Genuss sämtlicher Windows- und Moblin-basierter Anwendungen kommen, die am 31.3. im Intel-Netbook-Store verfügbar sein werden.

Der Moblin-Store für die USA und Kanada ist übrigens bereits seit gestern geöffnet, und mit einer der nächsten Versionen des Intel AppUp Center werden auch die ersten MeeGo-Apps zum Kauf und Download angeboten. Wann das sein wird, steht aber leider noch nicht fest.

Allen, die sich jetzt fragen sollten, warum man zum Teufel für eine weitere Plattform entwickeln sollte, sei nur eins gesagt: Es wurden im vorigen Jahr rund 30 Millionen Netbooks verkauft, und in diesem Jahr sind es mindestens noch mal so viele. Das ist eine große potenzielle Käuferschar, die sich mit solch einem App Store erreichen lässt.

Außerdem bietet Intel ein ganze Menge Anreize, um für Netbooks eigens programmierte Software-Titel anzubieten. Ich sag nur Eine-Million-Dollar-Fonds!

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iPad-Konkurrenz “made in Berlin”: WeTab

Da dachte ich schon, mich könnte so schnell nichts überraschen, vor allem, wenn es mit Apple zu tun hat. Und dann entdecke ich diesen Blogbeitrag, in dem es recht ausführlich um ein iPad-Konkurrenzgerät aus dem Hause Neofonie geht. Das Berliner Unternehmen hat es sich offensichtlich zum Ziel gemacht, Apple ein wenig vom Kuchen wegnehmen zu wollen, und zwar mit einem tragbaren Tablet-Alternativprodukt, dem WePad WeTab! (ob Cupertino den Namen lustig findet, weiß ich leider nicht, aber ich denke mal, eher nicht).

Update: Das hat sich die Neofonie auch gedacht und aus WePad WeTab gemacht.

Was aber genau steckt hinter dem WePad WeTab?! Nun, zunächst einmal will Neofonie einiges kopieren, aber gleichzeitig vieles besser machen als Apple mit dem iPad. Die Gemeinsamkeiten betreffen vor allem die äußeren Merkmale wie den berührungsempfindlichen Bildschirm, der allerdings im Vergleich zum iPad ein wenig größer ist (11,6 vs. 9,7 Zoll). Zudem löst das iPad mit 1366*768 Bildpunkten auf, was dankenswerter Weise einer “halben” HD-Auflösung entspricht. Damit hat das WePad WeTab im Vergleich zum iPad ein 16:9-Seitenverhältnis eingebaut, was Hollywood-Streifen ohne schwarze Balken daher kommen lässt.

Ein weiterer und bedeutend wesentlicher Unterschied ist die Plattform, die im WePad WeTab verbaut werden soll: Mit dem Pineview-Prozessor von Intel und der dazu gehörigen Pinetrail-SoC-Architektur kommt in dem Neofonie-Tablet eine echte und auf Standards basierende PC-Plattform zum Einsatz, auf dem Google Android mit all seinen Möglichkeiten laufen wird. Damit handelt es sich beim WePad im Gegensatz zu seinem Apple-Konkurrenten um ein offenes System, das keinerlei Beschränkungen kennt. Das bedeutet natürlich auch, dass Android-Apps aus dem Google Android Marketplace mit ein paar Anpassungen an die Intel-Plattform auch auf dem WePad WeTab laufen sollten. Ok, die sind zwar (noch) nicht ganz so üppig vorhanden wie für das iPad, stellen aber trotzdem einen Mehrwert für ein solch junges Produkt dar.

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Intel-Netbook-App-Contest geht in die nächste Runde

Anfang März erst hatte ich über den 1-Million-Dollar-Fonds berichtet, den Intel im Laufe dieses Jahres in die Entwicklung von mobilen Anwendungen stecken will. Die ersten zwei Sub-Wettbewerbe starteten am 1. März und enden am 31. März. Der dritte Teil ist mittlerweile auch bekannt und nennt sich wieder Intel Atom Developer Challenge. Dieser hoch dotierte Wettbewerb läuft bis zum 16. August dieses Jahres. Doch Obacht: Je früher ihr eure mobilen Netbook-Apps einreicht, desto höher sind die Chancen auf einen der wirklich attraktiven Preise.

Zunächst einmal solltet ihr euch mit den Regeln des Wettbewerbs vertraut machen. Dazu gehört unter anderem, dass die Applikation vollständig eingereicht werden muss, also auch mit Dokumentation, Screenshots etc., auf einem Netbook mit Intel Atom-Prozessor laufen muss (sic!) und dass ihr euch für das Intel Atom Developer Program registriert.

Sobald ihr angemeldet seid, kann der Spaß auch schon beginnen:

  • Ladet das Intel Atom SDK auf euren Rechner und beginnt damit, windows- und moblin-taugliche Anwendungen für Netbooks zu entwickeln. Ach ja: Für Open-Source-Apps ist das SDK nicht zwingend erforderlich.
  • Sobald eure Anwendung fertig ist, reicht ihr diese bei Intel ein. (Achtet unbedingt darauf, dass der Name der App, die ihr möglicherweise schon früher zu Freigabezwecken bei Intel eingereicht habt, identisch sein muss mit der App, mit der ihr am Wettbewerb teilnehmen wollt.)
  • Und dann geht es auch schon Schlag auf Schlag: Am 12. April ist der Einsendeschluss für die Wahl zur besten Lifestyle-App, am 3. Mai sollten alle Tools und Sicherheits-Apps bei Intel sein und am 24. Mai ist die Deadline für die Kategorie “Bildung / Nachschlagewerke”. Der 14. Juni ist dann der Stichtag für alle Bewerber in Sachen Entertainment-App, der 12. Juli schließlich ist wichtig für Spiele-Entwickler, die ihren Titel rechtzeitig einreichen wollen. Zwischendurch werden sukzessive die Gewinner benachrichtigt und auf der Wettbewerbsseite veröffentlicht.
  • Die gute Nachricht: Selbst wenn ihr einen der genannten Termine verpassen solltet, läuft der Wettbewerb ungeachtet dessen weiter bis zum 16. August, 15:00 PSD-Zeit, was  24:00 Uhr MESZ entspricht. Dann setzt sich eine Jury zwischen dem 17. und 27. August zusammen und wird alle eingereichten Apps begutachten und bewerten. Diese Jury legt übrigens auch die Zwischensieger fest. Eine Ausnahme bildet der Publikumspreis, der anhand von Download-Zahlen und Bewertungen im Intel AppUp Center seitens der Anwender bestimmt wird.
  • Anhand der Beurteilungen seitens der Jury einerseits und der Internet-Bewertungen andererseits resultieren drei Preise: Publikumspreis, Innovativste App und Bestes App-Design. Diese drei Netbook-Apps werden unter anderem auf dem Intel Developer Forum von 13. bis 15. September vorgestellt.
  • Und, werdet ihr euch fragen, was bringt mir das Ganze? Nun, neben Ruhm und Ehre erhalten die Gewinner der Sub-Kategorien Games, Entertainment, Bildung, Tools etc. jeweils 10.000 Dollar, der Publikumspreis ist sogar mit 20.000 Dollar dotiert. Und die beiden Gewinner der Hauptkategorien Innovativste App und Bestes App-Design räumen stattliche 50.000 Dollar ab oder ein Elektroauto oder eine komplette Marketingkampagne. Na, wenn das nichts ist!

Also, wer jetzt nicht mitmacht an diesem Wettbewerb, ist selbst schuld! Sämtliche Bedingungen, Preise und Regeln könnt ihr auf der Wettbewerbsseite nochmals in Ruhe nachlesen. Na dann: Viel Glück und Spaß beim Coden!

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Zwei Videobotschaften in Sachen MeeGo

Ich habe ja hier schon das ein oder andere Mal über das künftige Linux-Derivat MeeGo berichtet. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss der Linux-Systeme Maemo von Nokia und Moblin von Intel. Damit wollen beide Unternehmen ihre Kräfte bündeln und ein Betriebssystem für möglichst alle tragbaren und mobilen Gadgets zur Verfügung stellen.

Passend dazu habe ich gerade zwei anschauliche Videos gefunden. Im ersten kommen Doug Fisher und Imad Sousou von Intel sowie Ari Jaaksi  und Quim Gil von Nokia zu Wort. Im zweiten Clip reden Valtteri Hallá von Nokia und nochmals Imad Sousou über ihre Sicht der Dinge in Sachen MeeGo:

  • MeeGo ist das perfekte Bertriebssystem für jede Art von mobilem und tragbaren Endgerät wie Smartphone, Netbook etc.
  • Dank seines Open-Source-Gedankens steht MeeGo allen Entwicklern offen. Es gibt allso keinerlei Barrieren, um sich der MeeGo-Bewegung anzuschließen.
  • MeeGo wird die gemeinsame Schnittstelle für die Programmierung linux-basierter Anwendungen sein. Egal, ob auf oder in Netbooks, Smartphones, Fernsehgeräten, Kühlschränken und sonstigen Geräten – MeeGo unterstützt sie alle und alle verstehen MeeGo.
  • MeeGo wird – wenn es nach Intel und Nokia geht – die offene Software-Plattform für mobile Endgeräte sein. Das eröffnet Software-Entwicklern ganz neue Möglichkeiten, da sie nicht nur für einen Gerätetyp, sondern für eine Vielzahl von unterschiedlichen Devices Anwendungen schreiben können. Das spart Zeit und Geld!
  • Moblin war und ist wichtig hinsichtlich seines ausgefeilten Bedienkonzepts und der neuen Features, die in den Linux-Core eingeflossen sind. Maemo auf der anderen Seite bringt sich mithilfe seiner Qt-Schnittstellen und -Tools wie den Qt Creator in das MeeGo-Projekt ein, was Software-Entwicklern bei der Programmierung neuer Apps helfen wird.
  • Exisiterende Moblin- und Maemo-Anwendungen werden wohl ohne größeren Aufwand auf MeeGo laufen. Hierfür sind einheitliche Schnittstellen zuständig, die wiederum auf Qt basieren und mit Moblin-Features wie der Bedieneroberfläche kombiniert werden.
  • Da es sich bei MeeGo um ein Open-Source-Projekt handelt, das unter der Oberaufsicht der Linux Foundation steht, arbeiten die zuständigen Intel-Nokia-MeeGo-Teams sehr eng mit den Verantwortlichen diverser Projekte wie dem Linux-Kernel und dem oFono Telefonie-Stack zusammen.
  • MeeGo wird es schaffen, Betriebssystem- und Anwendungs-Entwickler zusammenzubringen, was den MeeGo-Markt beschleunigen dürfte. Apple macht es schließlich seit Jahren vor, wie wichtig perfekt aufeinander abgestimmte Software-Komponenten sind.
  • Künftige MeeGo-Entwickler können für eine große Zahl an verkauften Endgeräten ihre Anwendungen schreiben und diese mithilfe geeigneter Verkaufskanäle wie dem Nokia Ovi Store und dem Intel AppUp Center unters Volk bringen. Wenn das nicht nach echten Chancen klingt.
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